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Forester

Lifestyle für den Waidmann

Mit der Neuauflage des Bestsellers Forester will Subaru den ersten Schritt auf dem Weg zur Premium-Marke machen. Als Käufer peilen die Japaner nun In-People statt Waldarbeiter an.

18.09.2002

Selbsterkenntnis sei der erste Schritt zur Besserung, behauptet der Volksmund. Das hat auch Allrad-Pionier Subaru verstanden: „Jugendlichkeit und Lifestyle waren bislang bei uns wenig ausgeprägt“, gibt Jens Becker, Geschäftsführer von Subaru Deutschland zu. Und das ist wohl auch der Grund, warum Allrad-Vorreiter Subaru in Deutschland nur ein Nischendasein führt. Doch das soll sich jetzt ändern. Als erster Schritt zu mehr Lifestyle unterzogen die Japaner ihren Besteller Forester einem tiefgreifenden Lifting: Front- und Heck-Partie wurden gestrafft, den ausgestellten Radhäusern Fett abgesaugt – sie stechen nun nicht mehr eckig hervor, sondern fügen sich mit gerundeten Konturen harmonischer in die Gesamtlinie ein.

SUV mit Open-Air-Qualitäten

Die Fahrzeuglänge schrumpfte um einen Zentimeter auf 4,45 Meter. Die übrigen Maße (Höhe 1,59 Meter, Breite 1,735 Meter, Bodenfreiheit 19,5 Zentimeter) blieben unverändert. Innen räumte Subaru vor allem das Armaturenbrett auf, das nun klarer gegliedert aber nicht hochwertiger wirkt.

Im Forester-Dach erstreckt sich ein ausladendes Schiebedach aus Glas, das sich elektrisch in zwei Stufen öffnet. Zusammen mit den bei Subaru traditionell rahmenlosen Seitenscheiben, ergibt das bei voller Öffnung ein Open-Air-Feeling, das schon recht nahe ans Cabrio heran reicht. Auf schlechten Straßen nervt das geöffnete Schiebedach jedoch mit Klappergeräuschen, die ganz und gar nicht zum selbstgesetzten Premium-Anspruch passen.

Sicherheitsausstattung aufgewertet

Auch die Sicherheitsausstattung wurde aufgewertet: Zweistufige Airbags und aktive Kopfstützen erhöhen die passive Sicherheit ebenso wie seitliche Kopf- und Thorax-Airbags für die Frontpassagiere. Hinten gibt es Isofix-Befestigungen für zwei Kindersitze. Den Schleuderverhinderer ESP haben sich die Japaner gespart. Leider, denn wer in Kurven vom Gas geht, sieht sich mit einem zum Überholen ansetzenden Heck konfrontiert. Im Übrigen fährt sich der „Crossover-SUV“ (Subaru) eher wie die anvisierte SUV-Konkurrenz Honda HRV, Toyota RAV4 oder Nissan X-Trail. Den Eindruck, in einem hochbeinigen Geländewagen zu sitzen und nicht in einem Kombi, fördert auch die recht hohe Sitzposition auf dem ordentlichen Gestühl. Das Raumangebot liegt auf Mittelklasse-Niveau – auf den Rücksitzen können es auch großgewachsenen Passagiere längere Zeit aufhalten.

Zwei Boxer stehen zur Wahl

Für Vortrieb sorgen weiterhin die bekannten Vierzylinder-Boxermotoren mit zwei Liter Hubraum. Die Basisversion leistet 92 kW (125 PS) bei 5.600/min. Mit seinem maximalen Drehmoment von 184 Nm bei 3.600/min. reißt der Sauger zwar keine Bäume aus, lässt den Forester aber auch bei voller Zuladung – bis zu 1.880 Kilogramm sind erlaubt – nicht untermotorisiert wirken. Dennoch reicht die Kraft auf der Autobahn nur für 180 km/h Spitze – ein Tribut an den mäßigen cW-Wert von 0,36. Umso erstaunlicher die Verbrauchswerte: Mit einem Gesamtwert von 8,5 Litern Super auf 100 Kilometer ist der Forester der Sparsamste unter den SUV – sagt Subaru. Doch obwohl Subrau die Effizienz der Triebwerke im Vergleich zum Vorgänger um 14 Prozent steigern konnte, sollten forsche Forester-Piloten eher mit Verbrauchswerten von rund zwölf Litern rechnen.

Der Turbo hat ordentlich Dampf

Wem die gebotene Leistung nicht reicht, dem bietet Subaru auch eine Turbo-Version des Forester an. Der zwangsbeatmete Boxer produziert 130 kW (177 PS) ebenfalls bei 5.600/min. und stellt sein maximales Drehmoment von 245 Nm bereits bei 3.200/min. bereit. Damit erreicht der Subaru nach 8,3 Sekunden Tempo 100 und rennt bei Bedarf bis zu 202 km/h schnell. Für diese Leistungen verlangt der aufgeladene Boxer dann aber im Durchschnitt auch eineinhalb Liter Super-Kraftstoff mehr. Beiden Motorvarianten gemein ist ihre ausgeprägte Drehfreude und der vibrationsarme Lauf.

Beleibt die Frage: Was kostet der Spaß? Den Forester 2,0 X in der Basisausstattung Active gibt es ab 22.400 Euro. Das Ausstattungspaket Comfort schlägt mit 3.500 Euro zu Buche. Den Forster 2,0 XT Turbo bekommt man ab 29.240 Euro. Mit beiden Motorisierungen kann auch ein Automatik-Getriebe kombiniert werden – Aufpreis 1.280 Euro.

Technische Daten
Subaru Forester 2.0 XSubaru Forester 2.0 XT Turbo
Grundpreis23.900 €29.800 €
AußenmaßeLänge x Breite x Höhe4450 x 1735 x 1590 mm4450 x 1735 x 1585 mm
KofferraumvolumenVDA387 bis 1629 L387 bis 1629 L
Hubraum / Motor1994 cm³ / 4-Zylinder1994 cm³ / 4-Zylinder
Leistung92 kW / 125 PS (184 Nm)130 kW / 177 PS (245 Nm)
Höchstgeschwindigkeit180 km/h202 km/h
Beschleunigung 0-100 km/h11,4 s8,3 s
Verbrauch8,5 L/100 km9,8 L/100 km
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