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Fünf Sterne

Die neuen Mercedes-Motoren

Foto: Hans-Dieter Seufert 18 Bilder

Eine neue Generation von V6- und V8-Motoren soll den Mercedes-Stern wieder heller leuchten lassen. Zur Nagelprobe der Diesel und Benziner treten an: C 230 T, C 280 T, SLK 280, CLK 320 CDI Cabrio und E 420 CDI.

21.09.2005

Sechs Richtige
Mit dem neuen V6-Modell C 230 T fährt man richtig gut. Es bietet zum gleichen Preis mehr Leistung und Laufkultur als der alte C 230 K.

Die kleinste Sechszylinder-Version mit 204 PS kostet genau soviel wie der alte C 230 K mit 1,8-Liter-Vierzylinder und 192 PS. Beim T-Modell heißt das 33.988 Euro in der Classic-Linie. Unter der Motorhaube arbeitet ein völlig neu entwickelter V6 mit Vierventiltechnik und stufenloser Nockenwellenverstellung.

Er schöpft aus 2,5 Liter Hubraum 245 Newtonmeter bei 2.900/min, die über ein Sechsganggetriebe an die Hinterräder fließen. Optional ist auch eine Siebengang-Automatik (2.192 Euro) erhältlich. Doch welche Kraftübertragung man auch wählt: Der kleine V6 ist in der facegelifteten C-Klasse ein Genuss. Er gibt sich drehfreudig und schnurrt beim Gasgeben wie ein Kätzchen in Schmuselaune. Hinzu kommt eine Spontaneität, die man von Mercedes bislang nicht gewohnt war.

Enttäuschend eher der Verbrauch: 11,3 L/100 km sind zwar nicht übertrieben viel, aber gemessen an den 10,7 Litern, die der C 280 in der Automatikversion benötigt, nicht gerade das schlagendste Argument für den kleineren V6.

Gute Nummer
Auf den SLK mit der Nummer 280 haben viele gewartet. Zurecht, wie sich im Test zeigt.

Kaum zu glauben, aber selbst im Mercedes-Programm klaffen bisweilen noch Lücken. Hier das Basismodell SLK 200 mit 163 PS, da der SLK 350 mit luxuriösen 272 PS und dann noch der Überflieger SLK 55 AMG. Doch die Variante, die Vergnügen verspricht, ohne die Vernunft zu ignorieren, glänzte durch Abwesenheit. Eine Scharte, die mit dem SLK 280 nun ausgewetzt ist. Die neue Ausführung bietet den erstrebenswerten V6-Motor wie der 350 (nur kleiner). Und mit 231 PS lässt sich in einem nicht übermäßig schweren Zweisitzer schon viel anfangen. 39.382 Euro kostet der Lückenfüller.

Erfüllt der SLK 280 also die freudigen Erwartungen? Es dominiert der Eindruck eines vergnüglichen, harmonisch motorisierten Sportwagens. Der kleinere V6, der übrigens nicht 2,8, sondern drei Liter Hubraum aufweist, entwickelt reichlich Temperament und setzt sich auch akustisch bestens in Szene. Er legt sofort los, dreht gerne und benimmt sich noch eine Spur geschmeidiger als die größere Variante. Am besten genießt man ihn mit dem manuellen Sechsganggetriebe.

Auch an Vortrieb mangelt es nicht. Der 280 ist wie sein stärkerer Bruder 250 km/h schnell, nur braucht er dazu natürlich etwas länger. Tempo 100 erreicht er in 7,4 Sekunden. Fazit: der SLK zum Angewöhnen.

Dachfrage
Dieselmotor und Stoffverdeck sind immer noch eine exotische Paarung. Das Mercedes CLK 320 CDI Cabrio zeigt, wie gut sie funktionieren kann.

Selbst ein unvoreingenommener Journalist kann sich manchmal einer gewissen Skepsis nicht entziehen. Vor allem, wenn es sich um die Kombination von Cabrio und Diesel handelt.

Dass es wirklich geht, beweist jetzt der offene, 48.488 Euro teure Mercedes CLK 320 CDI. Eine Common-Rail-Einspritzung der dritten Generation mit 1.600 bar Einspritzdruck und Turboaufladung lässt den Dreiliter-V6 224 PS und 510 Newtonmeter Drehmoment entwickeln, die im Testwagen via Siebenstufenautomatik an die Hinterachse gelangen. Im Testmittel verbraucht der CDI dabei 9,5 Liter/100 km.

Kommen wir zu den Knackpunkten der Geschichte: Geräuschkulisse und Laufkultur. Der erste Kontakt mit dem CLK findet in der Tiefgarage statt, und ja, er nagelt. Immerhin sind keine Vibrationen zu spüren. Schnell ist das Geräusch weg, untergegangen im Verkehrs-Rauschen. Und auch wenn es schneller gehen muss, bleibt der CLK akustisch weitgehend unauffällig. Der Sechszylinder knurrt zwar vernehmlich, wenn Leistung gefordert wird, aber lauter als ein Benziner ist er nicht. Selbst wenn Höchstgeschwindigkeit anliegt.

Viel Komfort fürs Ohr also, aber auch der Rest der Passagiere kommt nicht zu kurz. Mercedes hat erfreulicherweise der Versuchung widerstanden und aus dem CLK keinen Sportwagen gemacht. Der Diesel-CLK fügt sich nahtlos in die Reihe der Mercedes-Genießer-Modelle. Nicht trotz, sondern wegen des CDI-Motors. Denn der Diesel-Punch wirkt wie ein Sahnehäubchen für diesen Gourmet-Happen.

Kraft-Laden
Dieselfahren in Reinkultur: Der neue Mercedes E 420 CDI mit serienmäßigem Partikelfilter legt mächtig los.

Die modernen Groß-Diesel erschüttern alle herkömmlichen Maßstäbe. Die jüngste Ausführung des Mercedes-Biturbodiesel-Achtzylinders holt aus vier Liter Hubraum 314 PS. Was beim Fahren mit dem E 420 CDI am meisten Eindruck hinterlässt, ist allerdings nicht die Leistung, sondern das Drehmoment.

Der Schub beim Gasgeben entfesselt eine wahre Urgewalt. Schon aus der Leerlaufdrehzahl tritt der Diesel so nachdrücklich an, dass die Insassen tief in die Sitze gepresst werden. Bei den Beschleunigungsmessungen kommen erwartungsgemäß Paradewerte zustande. Als würde er von einem Dampfkatapult abgeschossen, schnellt der Mercedes in nur 6,1 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h. Das Drehzahlniveau ist, wenn das Gaspedal nicht gerade auf Vollgas steht, selbst für einen Selbstzünder ungewöhnlich niedrig, und das Ansprechverhalten dank zweier Turbolader ausgezeichnet.

So ergibt sich der Eindruck einer wahrhaft luxuriösen Motorisierung, die praktisch in jeder Situation im Handumdrehen für das gewünschte Tempo zu sorgen vermag. Eine Reise-Limousine par excellence also, zumal auch nur selten ein Boxenstopp fällig wird. Ein Testverbrauch von durchschnittlich 11,6 Liter ist ein Wort für einen solchen Kraftprotz.

Die bemerkenswerte Harmonie des Antriebs resultiert zu einem wesentlichen Teil auch aus der siebenstufigen Automatik, mit der die Dieselmaschine grundsätzlich kombiniert wird. Den hohen Komfortcharakter unterstreichen eine geschmeidige Federung und die gute Handlichkeit.

Einziger Wermutstropfen dieser ansonsten überaus gelungenen Mischung: Der E 420 CDI kostet mit rund 62.600 Euro stattliche fünf Prozent mehr als sein Vorgänger.

Mitte Prächtig
In Preis, Leistung und Temperament liegt der C 280 zwischen C 230 und C 350, ist aber keineswegs Mittelmaß.

Fürwahr ein unwiderstehliches Angebot: Zum Preis des bisherigen C 240 liefert Mercedes ab sofort den C 280 mit einem neuen, stärkeren V6- Benziner. Der Dreiliter-Vierventiler unterscheidet sich von seinem Vorgänger durch vier obenliegende Nockenwellen mit variabler Verstellung sowie ein spürbar kräftigeres Drehmoment. Gegenüber dem alten Dreiventiler, der in Durchzug und Laufkultur nie recht überzeugen konnte, zeigt sich der Fortschritt bereits auf den ersten Kilometern. Das 231 PS starke Aggregat reagiert spontan auf jeden Gasimpuls und erklimmt hohe Drehzahlen fast so leichtfüßig und seidig wie der Reihensechszylinder im BMW 330i (258 PS).

Aufgrund der geringeren Drehzahlsprünge der Siebengang-Automatik werden Schaltrucke kaum spürbar, und bei 160 km/h rotiert die Kurbelwelle in der längsten Übersetzung nur etwa 3.000 Mal in der Minute. Allerdings erweist sich die adaptive Steuerung des Automaten nicht immer als sinnvoll. Bei sanfter Fahrweise vergeht mehr als eine Gedenksekunde, bevor sie – etwa zum Überholen- einen kleineren Gang einlegt, während sie ansonsten mehr Unruhe als nötig verbreitet.

Dennoch: Mit dieser Antriebskombination trägt die C-Klasse die ruhmreiche Ziffer 280 zu Recht, obwohl sie ja eigentlich ein 300er ist.

Technische Daten
Mercedes C 230 TMercedes C 280 TMercedes CLK 320 CDI CabrioletMercedes E 420 CDIMercedes SLK 280
Grundpreis37.241 €40.680 €53.520 €62.176 €41.234 €
AußenmaßeLänge x Breite x Höhe4541 x 1728 x 1466 mm4541 x 1728 x 1466 mm4652 x 1740 x 1413 mm4818 x 1822 x 1431 mm4082 x 1788 x 1296 mm
KofferraumvolumenVDA470 bis 1354 L470 bis 1354 L390 L540 L300 L
Hubraum / Motor2496 cm³ / 6-Zylinder2996 cm³ / 6-Zylinder2987 cm³ / 6-Zylinder3996 cm³ / 8-Zylinder2996 cm³ / 6-Zylinder
Leistung150 kW / 204 PS (245 Nm)170 kW / 231 PS (300 Nm)165 kW / 224 PS (510 Nm)231 kW / 314 PS (730 Nm)170 kW / 231 PS (300 Nm)
Höchstgeschwindigkeit235 km/h241 km/h246 km/h250 km/h250 km/h
Beschleunigung 0-100 km/h8,6 s7,5 s7,2 s6,1 s6,3 s
Verbrauch9,6 L/100 km9,5 L/100 km7,4 L/100 km9,3 L/100 km9,6 L/100 km
Testverbrauch11,3 L/100 km10,7 L/100 km9,5 L/100 km11,6 L/100 km11,2 L/100 km
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