Fullsize-Offroader: Vier fürs Grobe

Wie viele Steine kostet ein Fullsize-Geländegänger mit Reduktion und starkem Dieselmotor? Hyundai Terracan, Mitsubishi Pajero Classic, Nissan Pathfinder und Toyota Landcruiser antworten auf unterschiedliche Weise.

Sie schöpfen ihre Kraft aus üppigen Hubräumen zwischen 2,5 und 3,2 Litern, leisten 160 bis 174 PS und versprechen die Mühelosigkeit eines massiven Drehmoments, das zwischen 345 und 410 Newtonmetern liegt. Sie lassen sich nicht lumpen, wenn der Trailer größer ausfällt: Die geringste Zuglast meistert der Hyundai, es sind immerhin 2,6 Tonnen. Sollte es mehr sein, greift der Stufenplan: 2,8 Tonnen beim Toyota, drei Tonnen beim Nissan und 3,3 beim Mitsubishi.

Der 31.490 Euro teure Terracan neigt zum Fading und kommt bei warmer Bremse aus 100 km/h erst nach 57 Metern zum Stehen. Zudem leistet sich der Hyundai ein Pedalgefühl von auffallender Schwammigkeit. Seine sympathischeren Seiten sind der moderate Verbrauch und die ordentliche Verarbeitung - dennoch ist ihm das nahende Ende seines Lebenszyklus’ anzumerken.

Pajero Classic mit hoher Anhängelast

Auch der 3.500 Euro teurere Mitsubishi Pajero Classic fühlt sich nicht mehr ganz taufrisch an. Seine Bremsen sind noch fadingempfindlicher als die des Hyundai. Er bietet ebenfalls nur zwei Airbags, hat jedoch immerhin ESP an Bord. Die Pajero-Einstiegsversion realisiert die schlechtesten Elastizitätswerte dieses Vergleichs und ist ebenfalls kein Vertreter der gepflegten Akustik. So bleibt seine hohe Anhängelast eines der stärksten Pajero-Kaufargumente.

Wie sich die Zeiten ändern, zeigt der 2005 präsentierte Nissan Pathfinder - wenn auch nur damit, dass er mit Partikelfilter zu haben wäre. In der Premium-Ausstattung bringt er unter anderem ESP, sechs Airbags, sieben lederbezogene Sitze und ein elektrisches Glasschiebedach serienmäßig mit. Das ist angemessen: Der gut ausgestattete Pathfinder kostet 42.390 Euro.

Landcruiser als bester Allrounder

Gerade mit seinem Federungskomfort setzt sich der Toyota Landcruiser (51.250 Euro) von den Rivalen ab und plättet auch Wellblech-Pisten mit sanfter Unaufgeregtheit. Dazu passt der zurückhaltende Ton des Common-Rail-Diesels und - wie beim Nissan - das Vorhandensein eines sechsten Gangs. Die Toyota-Bremsen sind standfest, Verarbeitung und Materialwahl hinterlassen im Vergleich den hochwertigsten Eindruck. Ein Dynamiker ist er mit seiner gefühllosen Lenkung nicht, aber der beste Allrounder unter allen Bewerbern.

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Christian Steiger

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