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Großer Cabrio-Test 2017

Spaß-Tour im Roadster, Targa, Cabrio

Cabrio-Ausfahrt, Alle Fahrzeuge Foto: Rossen Gargolov 43 Bilder

Rückläufige Verkaufszahlen sagen, dass die Mehrheit der Kunden das Cabrio meidet – diese Mehrheit weiß nicht, was ihr entgeht: die automobile Freiheit. Denn die erlebt man nur oben ohne. In jedem Cabrio? Nein, da gibt es große Unterschiede.

23.05.2017 Marcus Peters 1 Kommentar

Liebe Digitalisierungskünstler im Silicon Valley – wie wollt ihr eigentlich Folgendes in euren autonomen Bewegungskugeln simulieren: eine Fahrt im Cabrio durch den frühsommerlichen Wald? Werden Düsen den Nacken mit einem Lufthauch umschmeicheln? Werden Duftspender das torfig-feuchte Aroma ausströmen? Werden dahinrauschende Wolken in den Dachhimmel eingespielt? Oder wisst ihr gar nicht, wie sich das alles anfühlt? Dann scannt mal schnell den Abarth 124 Spider, den Porsche 911 GTS Targa sowie die Cabrio-Versionen von Smart Fortwo, VW Beetle und Range Rover Evoque.

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Fahrbericht Targa, Spider und Cabrio
auto motor und sport 11/2017
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Unterwegssein statt Ankommen in Cabrios

Während ihr als digitale Vordenker unsere Zukunft programmiert, genießen wir analogen Hinterwäldler die Gegenwart von ihrer schönsten Seite. Die überschwänglich erblühende Frühjahrslandschaft koloriert unsere Stimmung von zartrosa bis lindgrün. Wir suhlen uns in der Erkenntnis, dass es beim Offenfahren nur ums Unterwegssein und nicht ums Ankommen geht, denn der Wind trägt jeglichen Drang nach forcierter Fortbewegung davon. Stattdessen wollen wir jedem Kilometer möglichst viel Emotion abringen.

Cabrio-Ausfahrt, Alle Fahrzeuge Foto: Rossen Gargolov
Eine Cabrio-Fahrt durch den frühsommerlichen Wind simulieren? Palo Alto, vergiss es!

Beim Offenfahren geschehen Dinge, die sich einer künstlichen Intelligenz wohl kaum erschließen werden. Und die sich nicht in artifiziellen Algorithmen darstellen lassen. Für Technokraten müssen jegliche Emotionserlebnisse verworren klingen. Doch wir treiben unsere Lust am Irrationalen auf die Spitze, reißen jetzt sogar einem SUV das Blech vom Kopf: dem Evoque. Ja, es gibt den kleinsten Range Rover tatsächlich als Cabrio.

Wahrscheinlich würden eure Server-Farmen in Palo Alto rauchend implodieren bei dem Versuch, die Sinnhaftigkeit eines SUV-Cabrios zu errechnen. Das kann man nicht in Bits und Bytes ausdrücken, sondern nur in menschlichen Gefühlsäußerungen. Die einen Betrachter werten den offenen Evoque als oberstylish, die anderen als overstyled. Auf jeden Fall aber hat Land Rover mit dem Cabrio endgültig den Schritt vom sattsamen 4x4-Traditionalisten zum zeitgeistigen SUV-Modisten vollzogen.

Evoque Cabrio – Gesehen werden und sehen

Das Range Rover Evoque Cabrio wirkt auch deshalb so zeitgeistig, weil man darin maximal geschützt sitzt. Seitlich blockt das Blech und vorne die Frontscheibe, nach oben ihr Rahmen. Der klopft schon fast an der Stirn an, verdeckt das Panorama, leitet den Wind über die Köpfe hinweg. Auf dem Weg zum In-Italiener wird garantiert kein Härchen umfrisiert. Aber – wichtig – alle Umstehenden können die Frisur bestaunen. Im offenen Range Rover geht es eher ums Gesehenwerden als ums Sehen.

Das ist im Porsche 911 Targa übrigens ähnlich, aber dazu später. Erst einmal weckt der Name Targa Erinnerungen an die Martini-getränkten Spätsechziger mit ihren unlimitierten Landstraßen und den verwegenen Draufgängern. Fahren an der Abrisskante des Grenzbereichs. Im Wort Targa echot diese überlebte Ära mit, philosophiert man da vor sich hin – bis kurz darauf der Mund offen stehen bleibt wie bei einem kleinen Bub, der sich in den FKK-Bereich verirrt hat. Rund 20 Sekunden dauert das Entblättern. Der Porsche 911 Targa streift sein Glaskuppel-Dekolleté ab, präsentiert seine Dessous, wedelt damit, balanciert sie, lässt sie verschwinden. Und wie bei einem gelungenen Striptease scheinen einzelne Bestandteile für das Resultat entbehrlich, steigern die Attraktion allerdings enorm. Showfaktor: Note eins mit Stern.

Porsche 911 Targa 4 GTS, Seitenansicht Foto: Rossen Gargolov
Porsche 911 Targa: Das klappbare Hardtop faltet sich showträchtig unters wegklappende Heckteil. Der serienmäßige Allradantrieb sichert ganzjährig perfekte Traktion.

Eigentlich war der Targa lange Zeit nichts anderes als ein Cabrio-Ersatz mit breitem Bügel und herausnehmbarem Dachmittelteil. Die Konstruktion war ein Zugeständnis an die Sicherheitsbedenken in den USA, denn herausschnalzende Überrollbügel kannte man Mitte der 60er noch nicht. Knickfeste Frontscheibenrahmen auch nicht. Jetzt gibt es beides – und immer noch den Targa. Aktuell steht er für mondänes Glas-Metall-Design samt imponierender Technik-Complication. Fürs eigentliche Offenfahren gibt es das Porsche 911 Cabrio.

Der Targa dagegen erreicht Kunden, die sich oben ohne präsentieren wollen, ohne gleich blankzuziehen – am besten bei Stadttempo. Dann streichelt die Luft das Ego, denn der Targa wird in erster Linie als Porsche und nur beiläufig als Cabrio wahrgenommen. Also müsste er sich, ganz Porsche, auch auf der Landstraße wohlfühlen. Fühlt er sich auch – solange das Dach geschlossen bleibt. Wechselt man dagegen in den Open-Air-Modus, wird es unbehaglich: Der Fahrtwind wummert herein wie durch ein Schiebedach, kriecht kalt den Rücken herunter, verwirbelt sich inhomogen. Prognose: Über Land wird das Dach meistens geschlossen bleiben.

VW Beetle Cabrio – Gemütliche alte Schule

Beim Volkswagen Beetle Cabrio ist es schätzungsweise immer offen, sobald es nicht schneit, hagelt oder regnet. Der Beetle ist ein Gegenentwurf zur technoiden Coolness des Targa: Er erwärmt die Seele. Der VW ist so oldschool, so erfrischend unhip, so sympathisch gestrig. Ganz nach tradierter Sitte landet die Kopfbedeckung nach Knopfdruck als Dutt auf dem Heck. Das dauert etwa zehn Sekunden und endet in einer sich hochtürmenden Stoff-Ziehharmonika. Darüber muss noch eine Persenning gestülpt werden, weil es die Zulassungsbehörden und die Bedienungsanleitung verlangen. Man fummelt also die Abdeckung übers Paket, flucht dabei mehrfach, knetet sich die malträtierten Finger – dann verstaut man die Persenning zu Hause im Keller.

VW Beetle Cabrio, Seitenansicht Foto: Rossen Gargolov
Kein Vergleich zum verwachsenen Vorgänger. Dieser Beetle ist ein stimmiger Offenfahrer, der höchstens mit seiner fummeligen Persenning nervt. Aber das war ja schon ganz früher so.

Beim Fahren endet der Blick zurück am Dachpaket, weshalb das VW Beetle Cabrio nur scheinbar retro, tatsächlich aber vorwärtsgerichtet ist. Aufrecht stemmt sich seine Frontscheibe in die Brandung, und der Wind plätschert von allen Seiten herein. Was nicht am Scheibenrahmen vorbeikommt, rieselt eben seitlich in den Innenraum. Ohne Verwirbelungen – perfekt. Erst wer das Tempo drastisch erhöht, sitzt im Auge des Orkans. Das ist viriles Offenfahren für Windgesichter und in Zeiten von Soft-Cabrios fast schon ein Alleinstellungsmerkmal.

Die Sonne strahlt uns aus dem Herzen. Hätten Sie diesen Satz über eine Fahrt in einem offenen VW erwartet? Wie man sich doch täuschen kann … Der Beetle ist ein Beleg dafür, dass sie die authentische Lebenskunst in Wolfsburg eben doch beherrschen. Wäre dann das Fortwo Cabrio die humoristische Seite der Mercedes-Gruppe? Schließlich ist der Zweisitzer so etwas wie ein Jux-Auto. Doch so drollig der Smart von außen wirkt, so geräumig kommt er einem innen vor. Und so wenig kann man sich vorstellen, dass dieser Würfel ein Cabrio sein soll.

Das smart Cabrio kullert, kaspert und raunzt

Auf Knopfdruck trollt sich das schwarze Stoffverdeck, legt den Blick nach oben frei. Vom Cabrio-Gefühl ist noch wenig zu spüren; das Niveau erreicht etwa den Modus „Sonnendach“. Denn hinten bleiben der starre Querträger, rechts und links zwei kräftige Holme stehen. Letztere lassen sich allerdings entfernen und in einem Fach an der Innenseite der Kofferraumklappe wegpacken. Dazu muss man aussteigen, ein wenig herumfummeln und Teile verstauen. So wie früher, als noch Gestänge, Haken und Ösen bezwungen werden mussten, bevor der Platz an der Sonne zu genießen war. Nostalgisch wirkt das beim Smart allerdings nicht – nur umständlich.

Cabrio-Ausfahrt, Alle Fahrzeuge Foto: Rossen Gargolov
Diese fünf unterscheiden sich nicht nur in Form und Farbe, sondern vor allem in ihrem Offenfahrgefühl.



Diese Komplexität erklärt, warum man den Winzling vorwiegend teilgeöffnet durch die Stadt flitzen sieht. Das ist schon deshalb schade, weil „oben ohne“ eben voraussetzt, dass außer dem Frontscheibenrahmen nichts die Sicht zum Himmel beeinträchtigt. Dachholme sind Störenfriede. Dabei hat der Smart die Anlagen zum Witzbold der Landstraße: Er kaspert über Bodenwellen, kullert durch Kuhlen und rappelt sich Steigungen hinauf.

Sein Dreizylindermotörchen hält tapfer die Pace, raunzt und schnaubt motiviert mit dem Turbolader, was man bei geöffnetem Dach kaum überhören kann. Bei heruntergelassenen Seitenscheiben rappelt es dann so richtig im Karton. Erlebniswert? Hoch! Höher liegt er nur bei dem Sportwagen aus Italien. Moment, Fiat und Sportwagen – echt jetzt? Ja, der 124 Spider ist die Quersumme aus zwei Sitzen, animierender Balance, Hinterradantrieb, niedrigem Gewicht und kräftigem Triebwerk. Dabei muss es für Glücksmomente nicht einmal die brüllend laute und teure Power-Version Abarth sein.

Der Fiat 124 ist maximal Cabrio

Der 124 Spider ist ein ästhetisches Artefakt, sozusagen die fiatisierte Züchtung des Landstraßen-Terriers MX-5. Die Kreuzung aus dem leichten Mazda-Chassis und dem gehaltvollen Fiat-Turbo ergibt keinen Wadenbeißer, sondern eine Bulldogge – nicht so quirlig, aber zäh im Biss. Glücklicherweise fügt Fiat dem japanischen Package nur den drehmomentstarken Turbo-Vierzylinder zu. Sonst gilt wie beim MX-5: Bequemlichkeiten? Unwichtig! Der Verzicht wird zum größten Vergnügen. Wenn auch zum exklusiven, denn große und breite Passagiere schließt der schmächtige Innenraum aus.

Abarth 124 Spider, Seitenansicht Foto: Rossen Gargolov
Ist doch egal, dass die Italiener einen Japaner als Basis nehmen. Hauptsache, das Ding bereitet viel Freude. Und wie! Alleine schon das schwungvolle Verdeck-nach-hinten-Werfen.

Stoppuhren ticken im Cabrio anders: Ein zackiger Verdeckmechanismus ist wichtiger als ein fixer Sprint. Der Fiat 124 Spider ist konkurrenzlos schnell: Um seine genial einfache Kappe zu lupfen, muss man lediglich einen Hebel entriegeln, das Dach schwungvoll nach hinten werfen und einrasten lassen. Schon nach geschätzten 3,7 Sekunden schwebt der Himmel über dem Kopf. Der Fiat verbreitet Frohsinn. Er ist ähnlich luftig wie der Beetle, aber stürmischer in seinem Charakter. Seine Offenheit wirkt noch schnörkelloser und bestechender. Der 124 Spider lässt diese Lebendigkeit erleben, die einen Roadster zu etwas Besonderem macht. Ungehindert weht einem der Wind in der Stadt um die Nase, pfeift bei Landstraßentempo um die Ohren und zerrt auf der Autobahn an den Haaren. Brennpunkt der Lustbarkeit sind Kurven in schneller Folge. Handlich und leichtfüßig saugt sie der 124 auf, er zieht den Fahrer mitten hinein ins Vergnügen.

Beiläufiges Dahingurken sieht das Konzept nicht vor: Der Fiat verlangt Engagement und liefert es in Form von 250 Nm Drehmoment. Damit lässt sich die Hinterachse aus der Ecke drücken, locker und lässig. Dann reckt sich die imposante Fronthaube mit ihren markanten Powerdomes Richtung nächster Gerade, und der Fahrtwind schwallt eine Ladung Frühlingsduft herein. Das fühlt sich nach hohem Tempo an und passiert dennoch bei niedriger Geschwindigkeit. Die gute Laune pfeift durch den Herrgottswinkel der Seele, trifft voll hinein in den Freudenpunkt. Dieser Fiat ist maximal Cabrio. Wenn ihr im Silicon Valley also nicht wisst, wie Offenfahrspaß geht – scannt den 124.

Technische Daten
Fiat Abarth 124 SpiderPorsche 911 GTS Targa 4 Targa GTSRange Rover Evoque Cabrio 2.0 TD4 4x4 SE DynamicSmart Fortwo Cabrio 0.9 passionVW Beetle Cabriolet 2.0 TDI Design
Grundpreis40.000 €150.369 €56.300 €16.650 €29.500 €
AußenmaßeLänge x Breite x Höhe4054 x 1740 x 1233 mm4499 x 1852 x 1293 mm4370 x 1900 x 1609 mm2695 x 1663 x 1555 mm4288 x 1825 x 1473 mm
KofferraumvolumenVDA140 l125 l251 l260 bis 340 l225 l
Hubraum / Motor1368 cm³ / 4-Zylinder2981 cm³ / 6-Zylinder1999 cm³ / 4-Zylinder898 cm³ / 3-Zylinder1968 cm³ / 4-Zylinder
Leistung125 kW / 170 PS bei 5500 U/min331 kW / 450 PS bei 6500 U/min132 kW / 180 PS bei 4000 U/min66 kW / 90 PS bei 5500 U/min110 kW / 150 PS bei 3500 U/min
Höchstgeschwindigkeit232 km/h306 km/h195 km/h155 km/h200 km/h
Verbrauch6,4 l/100 km8,7 l/100 km5,7 l/100 km4,3 l/100 km4,5 l/100 km
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    Neuester Kommentar

    Den „Abarth 124 Spider“ habe ich seit Ende November 2016 und bin damit absolut zufrieden. Anlässlich des Oldtimer-Rennens „Mille Miglia“ bin ich damit im Mai 2017 zum Gardasee gefahren und habe mir dort noch 4 Auto-Museen angeschaut. Beginn meines Road-Trips war jedoch die HiFi-Messe „High End“ und der Abschluss das „Rock-Museum“. Die Tour habe ich in einem Blog-Artikel zusammengefasst: http://bit.ly/2rYVMhF

    adthink 9. Juni 2017, 10:25 Uhr
    Dieser Artikel stammt aus diesem Heft
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