Was heißt schon Baby? Mit 4,74 Meter Länge und 1,92 Meter Breite ist der H3 gerade acht Zentimeter kürzer als der H2 und 14 Zentimeter schmaler. Neben dem 2,20 Meter breiten Kriegsveteran H1 wirkt er allerdings wie ein Kompaktwagen. Gerade die geschrumpfte Breite ist aber ein großer Vorteil, denn das Revier des H3 wird nicht etwa die wilde, uferlose Offroad-Piste sein, sondern vor allem die Stadt.
Hier röhrt und grollt der 3,5-Liter-Motor in tiefsten Tönen. Gibt der Fahrer einen schnelleren Takt vor, kommt eine metallische Kopfnote dazu. Musikalisch ist der H3-Motor also, sonstige Stärken sind allerdings kaum vorhanden. Im Gegenteil, der Verbrauch ist vergleichsweise hoch und der Vortec-Motor ein ziemlicher Schlappschwanz. Schon durchschnittlich motorisierte Kleinwagen haben keine Mühe, den Hummer auszubeschleunigen, und bei 160 km/h ist endgültig Schluss.
Geiger Cars will das ändern
Obwohl das die Kundschaft kaum zu stören scheint, denkt man bei Geiger Cars darüber nach, per Kompressor- oder Turboaufladung für hummermäßigen Vortrieb zu sorgen und die elektronische Geschwindigkeitsbegrenzung lahm zu legen.
Auch ein V8 würde ins Motorenabteil passen, aber noch gibt es Schwierigkeiten, die Motor- und Getriebeelektronik fehlerfrei zu verbinden. Erst ab 2007 steht mit einem V6-Diesel eine werksmäßige Alternative zum Reihen-Fünfzylinder zur Verfügung. Verkappte Rennfahrer werden den eingeschränkten Grip der groben Reifen ebenso kritisieren wie die schwache Bremsanlage mit unzeitgemäß langen Bremswegen. Wer mit dem H3 zügig fahren will, hat ihn allerdings nicht verstanden.




