Honda Stream 1.7i ES: Strom zum Leben

Der Honda Stream ist mit 4,57 Meter Länge nur fünf Zentimeter kürzer als ein VW Sharan, doch der erklärte Gegner heißt Zafira.

Mit dem zum Einstandspreis von 37.970 Mark angebotenen Stream gehen die Asiaten direkt auf das Zafira-Stammpublikum los. Er ist 25 Zentimeter länger als ein Zafira, dafür aber neun Zentimeter flacher. Der Stream ist also kein Kompakter mehr, vielmehr klopft er ans Tor zur Galaxy/Sharan-Welt.

Drei Sitzreihen - sieben Sitze

Der Stream hat drei Sitzreihen, geht aber eher als Sechs- denn als Siebensitzer durch. Ähnlich wie beim Zafira ist die Mittelbank nur für zwei Insassen wirklich bequem zu nutzen. Im Gegensatz zum deutschen Rivalen, bei dem die zweite Bank nur als Ganzes längsverschiebbar ist, lässt sich im Honda die zweigeteilte Konstruktion separat einstellen. 1: 0 für Honda.

Der Zugang zur dritten Reihe gelingt dank automatisch nach vorn fahrender Sitze ohne Verrenkungen. Im Heck setzen sich dann die Unterschiede fort: Während der Opel zwei Einzelsitze besitzt, geht im Honda die dritte Bank nur als Ganzes auf Tauchstation – 1:1-Ausgleich.

Bis zu 1520 Liter Stauraum

Der Umbau verlangt zunächst etwas Gewöhnung, beim dritten oder vierten Versuch hat man den Dreh jedoch raus. Mit umgeklappten Sitzen ergibt sich eine ebene Fläche von 1,05 Meter Länge; das Ladevolumen beträgt so 435 Liter. Geht es um den maximal nutzbaren Raum, schenken sich die Kontrahenten nicht viel: Bis zu 1600 Liter passen in den Zafira, 1520 sind es im Stream. Honda schwört Stein und Bein, dass ein trainierter Nutzer die dritte Bank in 15 Sekunden flachlegen kann. Insgesamt ist der Umbau im Zafira aber wesentlich einfacher – 2:1 für Opel.

Drehfreudiger Vierzylinder

Der 1,7-Liter (125 PS) mit variabler Steuerung der Einlassventile (VTEC), dreht wie alle Honda-Vierzylinder gern und notfalls bis 7000 Umdrehungen, lässt sich aber auch ruckfrei mit 2000 Touren im dritten Gang bewegen. Dass er "oben heraus“ etwas laut wird, verzeiht man ihm. Schalten macht Spaß, denn der in die Mittelkonsole integrierte Knüppel liegt gut zur Hand. Da auch die Sitze guten Seitenhalt bieten, ist Fahrspaß bei Alleinfahrten garantiert.

Handlich wie eine Limousine

Der wird auch in Kurven nicht getrübt. Denn im Vergleich zum Civic gibt sich der Stream kaum weniger handlich. Die Lenkung mit hydraulischer Servo-Unterstützung spricht ähnlich willig an wie in der Limousine, die Seitenneigung hält sich in Grenzen. Seine Länge gereicht dem Stream aber in engen Gassen zum Handikap: Hier wirkt er aufgrund seines großen Wendekreises unhandlich. Fazit: Mit einem ungewöhnlichen Design hat Honda das Thema Van um eine interessante Facette erweitert.

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