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Hyundai Genesis Coupé GT, Frontansicht 21 Bilder Zoom

Hyundai Genesis Coupé GT im Fahrbericht: Coupé mit Nordschleifen-Schliff

Die Erstauflage des des Hyundai Genesis Coupé GT wurde in Europa eher kritisch beurteilt. Jetzt hat Hyundai es optisch und technisch aufgewertet. Wir sammeln erste Fahreindrücke mit dem Coupé.

"Ich glaube nicht an die alte Strategie der Weltautos. Wir müssen eigene Modelle für unterschiedliche Märkte entwickeln", erklärt Hyundai-Entwicklungschef Woong-chul Yang die neue Strategie. Doch die gilt für das Hyundai Genesis Coupé GT nur bedingt. Denn eigentlich ist es für Amerika und Korea konzipiert. Dort soll es die Speerspitze eines Marken-Upgrades sein.

Hyundai strebt ins Premium-Segment; präzise: ins "Modern Premium"-Segment. Was früher Glanz und Chrom waren, wird nach Ansicht der Hyundai-Strategen in der heutigen iPhone-Generation abgelöst durch die Forderung "einfach zu bedienen, aber einzigartig". Zumindest in Europa wurde das Hyundai Genesis Coupé GT – auch von auto motor und sport – mit kritischen Testkommentaren begleitet. Hyundai hat reagiert und den Sportwagen nach nur einem Jahr einem Facelift unterzogen.

Hyundai Genesis Coupé GT mit 47 PS mehr

Optisch präsentiert sich der Zwei-plus-Zwei-Sitzer Hyundai Genesis Coupé GT nun aggressiver – mit großem Kühlerschlund und neuen LED-Scheinwerfern. Aber vor allem wurde technisch nachgerüstet. Die Basismotorisierung, der Zweiliter-Motor, bekommt einen "Twin-Scroll"- Turbo und einen größeren Ladeluftkühler spendiert. Der Vierzylinder hat nun 260 PS, ein Plus von rund 20 Prozent. Beim 3,8-Liter-Motor wird der Kraftstoff nun direkt in die Brennräume eingespritzt. 350 PS vermag der V6 so zu mobilisieren, satte 47 PS mehr als zuvor.

Die Leistung wird über ein Sechsgang-Schaltgetriebe oder ein neues Achtgang-Automatikgetriebe mit Schaltpaddeln an die Hinterachse geleitet. Damit soll das Hyundai Genesis Coupé GT in unter fünf Sekunden (bislang 6,4 s) auf 100 km/h sprinten. Die Höchstgeschwindigkeit wird bei 250 km/h elektronisch abgeregelt.

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Lenkung wird direkter, ESP lockerer

Das Plus an Leistung wird flankiert durch eine tiefgreifende Fahrwerkskur mit modifizierten Federn, Dämpfern und Stabilisatoren. Den Feinschliff bekam das Hyundai Genesis Coupé GT auf der Nordschleife des Nürburgrings. Das Ziel: präziseres Fahrverhalten und besserer Fahrbahnkontakt, geringere Karosserieneigungen bei gleichzeitig verbessertem Komfort. Dafür wurde auch die Lenkung angepasst. Sie bekam eine direktere Übersetzung, spricht jetzt präziser und schneller an. Das frühe und abrupte Eingreifen der elektronischen Stabilitätskontrolle war einer der Kritikpunkte der ersten Coupé-Variante. Jetzt lassen die elektronischen Helferchen sogar leichte Drifts zu.

Wer mag, der kann die Elektronik darüber hinaus in zwei Phasen entmündigen. Stufe eins lässt vieles zu. Spätestens wenn der Fahrer aber das Bremspedal antippt, springt das ESP-System wieder helfend ein. Stufe zwei ist für die wahren Könner am Volant, denn dann ist der elektronische Rettungsschirm völlig deaktiviert. Wer mit dem Hyundai Genesis Coupé GT auf die Rennstrecke möchte, für den hält Hyundai zwei weitere Sportvarianten parat: R-Spec und Track-Model. Beide haben zusätzlich ein Torsen-Differenzial sowie stärkere Stabilisatoren an Vorder- und Hinterachse. Außerdem gibt es größer dimensionierte Bremsscheiben und Vier-Kolben-Bremssättel von Brembo, aber auch die Serien-Bremsanlage hat mit der gebotenen Leistung keine Probleme. Dabei begeisterte vor allem das Drehmoment des 3,8-Liter-V6, denn mit 400 Newtonmeter wurden auch hier elf Prozent draufgesattelt.

Hyundai Coupé-Preise bleiben fast unverändert

Ebenso erfreulich: Obwohl das Hyundai Genesis Coupé GT stärker und agiler geworden ist, sind die Preise fast unverändert geblieben. Den Zweiliter-Turbo soll es schon für unter 31.000 Euro geben, für den V6 sind knapp unter 36.000 Euro zu bezahlen. Das Automatikgetriebe wird rund 1.900 Euro Aufpreis kosten. Die Fans heckgetriebener Coupés werden es dabei verschmerzen, dass das Interieur zwar sauber verarbeitet ist, Materialien und Schalter aber nicht so hochwertig sind wie bei den letzten Hyundai-Modellen, die für den europäischen Markt konzipiert wurden.

Bernd Ostmann

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Datum

17. Februar 2012
Dieser Artikel stammt aus Heft auto motor und sport 04/2012.
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