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Hyundai Getz

Getz Gut

Foto: Hyundai 4 Bilder

Hyundai wollte den Getz mit der Überarbeitung lifestyliger machen. Vor allem aber ist er besser geworden. Fahrbericht.

24.11.2005

Jetzt hat es auch den Getz getroffen. Hyundais Bestseller soll nach der Überarbeitung lifestylig sein. Doch selbst Klarglas-Scheinwerfer vorne, neue Heckleuchten, ein buntes Interieur oder Außenfarben mit Namen wie Hiphop-Red steigern den Funky-Faktor des Getz nicht. Ist auch nicht nötig.

Die neuen inneren Werte überzeugen mehr als der optische Auftritt. Nur ein Motor, der 1,1-Liter-Einstiegs- Benziner, blieb unverändert. Gründlich überarbeitet zeigt sich dagegen der mittlere Benziner mit 1,4 Liter Hubraum und 97 PS. Noch eins drüber rangiert der komplett neue, stärkste Benzinmotor mit 106 PS.

Der Aufpreis vom 1,4- zum 1,6-Liter- Benziner fällt mit 2100 Euro üppig aus. Selbst wenn man die serienmäßigen Alufelgen und die Klimaanlage herausrechnet, die beim 1,4-Liter 1150 Euro extra kostet, lohnt der größere Motor kaum. Denn schon der 1,4-Liter treibt den Getz munter und wie der 1,6-Liter mit Normalbenzin an. Wenn es schon mehr sein soll, dann besser mehr Drehmoment.

Das bietet der Getz in der 1,5-Liter-Common-Rail-Dieselversion. War sein dreizylindriger Dieselvorgänger ein ruppiger Nagler, überzeugt der neue, 88 PS und 215 Newtonmeter starke Vierzylinder mit druckvoller Beschleunigung und einem angenehmen Geräuschniveau, das nur bei Volllast ins Kernige tendiert.

Weniger fein: Ein Rußfilter erscheint Hyundai in der Kleinwagenklasse entbehrlich. Noch. Dabei passt der unaufgeregte Diesel charakterlich gut zum Getz. Das Fahrwerk fühlt sich mehr dem Komfort als der Sportlichkeit verpflichtet. Die sehr leichtgängige Lenkung teilt dem Fahrer nur das Nötigste an Feedback mit, und der Seitenhalt der Sitze taugt nicht fürs engagierte Kurvenräubern.

Das fällt durch die deutliche Untersteuertendenz ohnehin schwer. ESP sichert das etwas träge Fahrverhalten gegen 600 Euro extra noch weiter ab. Für den kleinen Benziner ist es allerdings nicht erhältlich. Innen ist der Getz nutzwertig: viele Ablagen, einfache Bedienung, sauber verarbeitetet, trist-solide Kunststoffe.

Ab der mittleren Ausstattung gibt es auf Wunsch gratis tiefblaue oder knallrote Polsterstoffe. Obwohl man im Getz hoch sitzt, lässt er sich nach hinten wegen der breiten C-Säule und nach vorne wegen der stark abfallenden Motorhaube nicht optimal überschauen.

Dennoch gefällt der aufgefrischte Getz. Er taugt als Vollwert- und Null-Nonsens- Auto jenseits von allem Lifestyle-Gedöns.

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