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Hyundai Ioniq Elektro im Fahrbericht

Wie fährt der Korea-Stromer?

Hyundai Ioniq Electric, Seitenansicht Foto: Jeffrey van der Vaart 16 Bilder

Ab November gibt es die fünfsitzige Limousine auch in einer gut ausgestatteten batterieelektrischen Variante. Wir sind den Hyundai Ioniq Elektro gefahren.

09.08.2016 Annette Napp 6 Kommentare

Woran denken Sie, wenn Sie sich ein Lenkrad mit Schaltpaddeln vorstellen? An ein Elektroauto vielleicht? Wohl kaum – immerhin kommen die meisten E-Autos ohne Getriebe aus und brauchen demnach auch keine Schaltung. Trotzdem ertasten die Finger in der Elektroversion des neuen Hyundai Ioniq genau solche Wippen.

Paddel regeln Rekuperation

Anstatt damit aber wie sonst üblich die Gänge durchzuflippern, lässt sich hier die Stärke der Rekuperation in vier Stufen steuern. In Stufe null schwimmt der Ioniq Electro angenehm im Verkehr mit und rollt ohne großen Widerstand. Fährt man hingegen auf eine rote Ampel zu oder nähert sich einer Kurve, kann man zwei- oder dreimal links am Paddel ziehen, und der Ioniq verzögert spürbar, um Energie in den Akku zurückzugewinnen.

Hyundai Ioniq Electric, BedienelementeFoto: Jeffrey van der Vaart
Mittels Schaltwpaddel am Lenkrad regelt man das Rekuperationsverhalten.
Hyundai Ioniq Hybrid, Fahrbericht, 02/2016
Was kann der Prius-Konkurrent? 1:19 Min.

Das steigert neben der Reichweite auch den Fahrkomfort, da sich für jede Situation und Vorliebe eine passende Einstellung findet. Weitere Möglichkeiten bieten die drei Fahrmodi „Eco“, „Normal“ und „Sport“. Mit 88 kW und maximal 295 Newtonmetern Drehmoment überzeugt der Hyundai vor allem im Stadt- und Überlandverkehr mit gutem Antritt. Bei einer Reichweite von bis zu 250 Kilometern im Normzyklus sind zwar auch längere Strecken drin. Doch selbst an 100-kW-Ladesäulen dauert es rund 24 Minuten, bis der 28-kWh-Akku zu 80 Prozent geladen ist.

Hyundai Ioniq Elektro mit aufgeräumtem Cockpit

Zeit genug, um sich den Innenraum etwas genauer anzusehen. Das Cockpit wirkt sehr aufgeräumt. Der Ioniq ist zwar gut verarbeitet, an einigen Stellen fühlen sich die Materialien jedoch recht einfach an. Besonders das etwas künstlich wirkende Leder am Lenkrad rutscht zu leicht durch die Hände. Auch nicht optimal: Wegen der aerodynamisch getrimmten Dachlinie ist die Kopffreiheit im Fond spürbar eingeschränkt.

Im Vergleich zur Hybridausführung fallen zudem Ladevolumen (maximal 1.410 Liter) und Zuladung (385 Kilogramm) geringer aus. Dafür ist der Ioniq Electro bereits in der Basisversion ab etwa 33.000 Euro überaus reichlich ausgestattet. Unter anderem sind schon ein adaptiver Tempomat, der bis zum Stillstand abbremst, eine Klimaautomatik sowie ein Radio-Navigationssystem mit Acht-Zoll-Display an Bord.

Vor- und Nachteile

  • Sehr gute Basisausstattung,
  • große Reichweite,
  • acht Jahre (oder bis max. 200 000 km) Garantie auf den Akku
  • Eingeschränkte Kopffreiheit im Fond,
  • unübersichtliche Karosserie,
  • teils einfach wirkende Materialien
Neuester Kommentar

Hallo,
so wie sich der Hyundai IONIQ prästiert ist der konkurrenzlos!
- er ist in 3 Antriebsvarianten bestellbar "HYBRID, PLUG-IN-HYBRID und ELEKTRO" da kann der Kunde entscheiden welches Konzept besser zum jeweiligen Fahrprofiel passt
- hat ein schönes Designe "modern und nicht so Raumschiff mäßig wie die meisten Elektroautos"
- mit einer sehr guten Ausstattung "Hyundai typisch"
- das zu einem fairen Preis
Die deutschen Premiumhersteller befinden sich weiter im Tiefschlaf, sie kämpfen lieber untereinander um die Leistungskrone statt ein vernünftiges Fahrzeug mit einem alternative Antrieb zu entwickeln.
Mir fällt aktuell kein Fahrzeug ein, dass mit dem Hyundai IONIQ konkurrieren kann.

Drimus 24. August 2016, 09:42 Uhr
Dieser Artikel stammt aus diesem Heft
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