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Isuzu D-Max Sports Truck Fahrbericht: Dickes Ding, dieser D-Max

Das hier ist kein Pickup von der Stange: Der Isuzu D-Max Sports Truck stürmt schon als Prototyp in den tiefsten Dreck. Der Sports Truck basiert auf dem Isuzu D-Max 3.0 D Double Cab Custom Automatik.

Krawattenbubis und Lackschuhträger, ladet keine Sünde auf eure schmalen Schultern. Lasst die sauber manikürten Finger von diesem Auto - der D-Max Sports Truck ist selbst frisch gewaschen kein auf Falte gebügelter Show-Pickip, sondern ein dreckiges Raubein!

Isuzu D-Max Sports Truck ist ein Einzelstück. Zumindest noch

Weder unschuldig weißes Blech noch schwarz glänzende 16-Zoll-Alus können vertuschen, was der professionell gepimpte Isuzu am liebsten tut: wühlen, bis der Modder fett über beide Achsen quillt. Stopp! Bevor nun die Fans artgerecht erzogener 4Wheeler sofort ihre Bausparverträge kündigen oder Hypotheken auf die Eigentumsgaragen aufnehmen: Dieses Auto ist leider ein Einzelstück. Zumindest noch. Erst wenn der bei 4x4-Spezialist Road Ranger auf die Räder gestellte Prototyp den Segen des deutschen Isuzu-Importeurs erhält, steht einer epidemieartigen Unterwanderung der Pick-up-Szene durch den Macholaster nichts entgegen. Egal, ob Isuzu dazu ein Umrüst- Kit "ab Werk" anbietet oder stattdessen die Bestell-Telefone bei Road Ranger heiß laufen.

Die Karosserie wurde per Bodylift acht Zentimeter höher gelegt

Genug Rosen gestreut, der Sports Truck würde sie ohnehin zermalmen. Was macht ihn so anders, so begehrenswert? Da ist zunächst mal die per Bodylift acht Zentimeter höher gelegte Karosserie. Insgesamt 14 Distanzbuchsen aus hochfestem Aluminium halten den gewünschten Abstand zwischen Leiterrahmen und Aufbauten. Auch das Fahrwerk ist nicht mehr das alte: Neu unter Deck kommen sechslagige Blattfedern plus Distanz-Schäkel ebenso zum Einsatz wie stärkere Drehstäbe sowie in Zug- und Druckstufe straffere Old Man Emu-Dämpfer. Und nicht zu vergessen das Bindeglied zur Piste, die im Abrollumfang etwas größeren Yokohama Geolandar-M/T-Pellen im Format LT 235/85 R 16. Keine Bange, eine Tacho-Angleichung wird damit noch nicht notwendig.

Das grobstollige Profil der Yokos bietet aber Nacktschnecken und anderem Gewürm beim Überfahrenwerden eine echte Fifty-fifty-Chance zum Überleben. Alles zusammen überragt der Sports Truck den Standard-D-Max vorn um 15, hinten sogar um 16 Zentimeter. Achtung also beim abendlichen Wegsperren in fremde Tiefgaragen - auch wegen Hellas Wunderkerzen auf dem Dach. Weniger große Piloten müssen außerdem gut springen, um die viertürige Doka zu entern. Oben macht sich jedoch ein Grinsen in den Gesichtern breit: Pah, die anderen Autos sind aber klein. Offroad lüftet sich eine halbe Wagenlänge früher das Geheimnis, was hinter der nächsten Kuppe kommt. Und: Trotz höherem Schwerpunkt liegt die Fuhre ruhiger auf der Piste als mit dem Standardfahrwerk - na bitte!

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Die Leistung wurde auf 185 PS angehoben

Doch das ist noch nicht alles: Damit der Sports Truck vor lauter Übermut nicht irgendwo absäuft, implantiert Road Ranger an Front und Heck je eine elektrische Warn-Winde vom Typ CE-M 8000 zur Eigenbergung. 30 Meter Seillänge und 3,6 Tonnen Zugkraft sollten ausreichen, den Karren aus so ziemlich jeder misslichen Lage wieder zu befreien. Wir glauben es - ohne im strömenden Regen selbst die Probe aufs Exempel gemacht zu haben. Mindestens ebenso nützlich: die massiven Unterbodenschutzbleche aus drei Millimeter starkem Stahl an Vorderachse, Haupt- und Verteilergetriebe sowie Kraftstoffpumpe. Besser deren schwarze Kunststoffbeschichtung zerkratzen als mit dem Bauch aufknallen! Geländeprofis gleiten darauf sogar wie auf einem Schlitten über nicht allzu schroffe Kämme. Der zuschaltbare Allradantrieb bleibt technisch unangetastet.

Der Sports Truck basiert auf dem D-Max 3.0 D Double Cab Custom Automatik (ab 30.240 Euro); dessen Dreiliter-Diesel hat etwas mehr Bums bekommen: Die von Isuzu zur Nachrüstung freigegebene ISP-Enginetronic hebt Leistung und Drehmoment moderat an, 185 statt 163 PS und 360 statt 333 Newtonmeter Drehmoment sind das Ergebnis. Krawattenbubis und Lackschuhträger, die vom Sports Truck überholt werden, dürften etwas anderes aber bemerkenswerter finden: Ganz im Stil diverser Trophy Trucks, wie sie demnächst auch bei den Baja 300 Powerdays in der Lausitz wühlen, fehlt auch beim Isuzu eine feste Klappe an der Pritsche.

Stattdessen gibt das schwarze Airgate-Hecknetz den Blick frei auf staubdichte Alu-Transportboxen, die auf nachgerüsteten Spezialhalteschienen verzurrt sind. Eingerahmt werden sie von zwei Reserverädern links und rechts, als Schraubknebel zum Fixieren fungieren umgeschweißte Radkreuze - auch das ist eine clevere Idee!

Foto

Weigl

Datum

17. Januar 2011
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