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Fahrbericht des Jeep Patriot 2.0 CRD Limited

Der neue Patriot ist außen kantig und innen weich

15 Bilder

Außen ein kantiger Bursche, Innen ein Softie. Beim neuen Jeep Patriot ist jetzt Schluss mit hartem Plastik. 4wheelfun hat sich den überarbeiteten Ami mit Zweiliter-Diesel aus Wolfsburg und Ausstattungslinie Limited angeschaut.

28.05.2009 Powered by

Echte Patrioten wird es in den USA immer geben. Zum Beispiel bei Jeep . Dort rollt seit Anfang 2007 ein Allradauto dieses Namens, das sich Technik und Plattform mit seinen Konzernbrüdern Jeep Compass und Dodge Caliber teilt. Seit gut einem Jahr ist das kompakte SUV auch in Deutschland erhältlich. Verkauft wurden allerdings 2008 nur schlappe 832 – die Zahl schafft VW mit dem Tiguan in zwei Wochen.

Gut also, dass im aktuellen Modelljahr ein aufgepeppter Patriot startet. An der Karosserie bleibt alles beim Alten: Steile Scheiben, ausgestellte Radhäuser und runde Scheinwerfer lassen keine Zweifel zu, dass er ein Mitglied der Jeep-Familie ist. Innen ist das bislang mit billig aussehendem Hartplastik bestückte Interieur neu gestaltet. Während das alte Armaturenbrett des Patrioten eckig geformt war, zeigt das neue nun geschwungene Linien. Die Oberflächen fühlen sich weicher, hochwertiger an. Gab es zuvor gepolsterte Türauflagen, Armlehnen sowie Mittelarmlehne nur gegen Aufpreis, so ist die neue Version nun serienmäßig mit angenehmen Kunststoffpolstern ausgerüstet. Die Mittelarmlehne verbirgt ein zweigeteiltes Ablagefach – ein flaches unter der Deckeloberfläche, ein geräumigeres unter dem Lehnendeckel. Dennoch kann das Patriot-Interieur nicht voll überzeugen: So haben etwa die Plastik-Kopfstützen die Modellpflege überlebt. Wer schon mal im VW Tiguan oder Ford Kuga gesessen hat, der hat andere Qualitätsansprüche.

Besser läuft’s beim Infotainment: Das Navigationssystem ist über den Berührungsbildschirm prima bedienbar und dazu MP3-fähig. Im winzigen Handschuhfach kann ein iPod angeschlossen werden, dessen Funktionen sich dann über den Touchscreen des Multimediasystems bedienen lassen. Zusammen mit dem Glashub-Schiebedach kostet der Spaß 2320 Euro. Warum nun die kantigen Lüftungsdüsen gegen runde getauscht wurden, bleibt ein Geheimnis der Jeepster. Stilsicher ist anders. Durch den Einsatz von Chrom an den Düsen und der Schaltkulisse soll ein Hauch von Luxus in den Patrioten einziehen. Ob rund oder eckig – Platz gibt es im kleinen Jeep reichlich. Für einen Radstand von 2,64 Meter ist das Raumangebot top. Vorn sitzt man im Jeep angenehm, auch wenn die Sitzauflage zu kurz ist. Auf der weich gepolsterten Bank im Fond lässt es sich fast so schön lümmeln wie auf dem Sofa daheim.

Der Kofferraum enttäuscht hingegen mit mageren 320 Litern Volumen. Zum Vergleich: Ein VW Tiguan schluckt 150 Liter mehr. Nichts Neues bei den Motoren: Wie bisher sind ein 2,4-Liter-Benziner (170 PS) und ein Diesel (140 PS) lieferbar. Damit der bei VW eingekaufte Pumpe-Düse-Motor nicht mit lautem Nageln nervt, erhalten Motorraum und Bodenbleche zusätzliche Dämmmaterialien. Die Maßnahmen zeigen Wirkung: Jetzt verschont der Direkteinspritzer die Insassen vom typischen harten Verbrennungsgeräusch der Pumpe-Düse-Technik. Auch wenn technische Details wie eine Bergabfahrhilfe und eine Untersetzung fehlen, kann der Basis-Jeep im Gelände durchaus überzeugen. Die Kraft des Motors wird, sobald an den Vorderrädern Schlupf auftritt, über eine elektronisch gesteuerte Kupplung (Freedom Drive I) auch der Hinterachse zugeteilt.

Diese Kupplung kann per Tastendruck gesperrt werden. Wer also vorher weiß, dass der Untergrund rutschig ist, schaltet den 4x4-Antrieb manuell zu. Damit ergibt sich dann eine starre Verbindung der beiden Achsen. Jäger aufgepasst: Der Antrieb erlaubt im Teamplay mit ordentlichen 20 Zentimeter Bodenfreiheit beherzte Klettertouren – für ein SUV jedenfalls. Der günstigste Patriot 2.4 Sport steht ab 25.290 Euro in der Liste. Der Grundpreis für den sparsamen Diesel 2.0 CRD Sport liegt bei 27.990 Euro. Als dritte Antriebsvariante steht der Patriot Eco+ mit bivalentem Antrieb und Automatikgetriebe zur Auswahl. (32.490 Euro): Er fährt damit sowohl konventionell mit Benzin als auch mit Autogas. Neue innere Werte also, genau wie das schmucke Interieur. Der Patriot hat so eine zweite Chance verdient.

Technische Daten
Jeep Patriot 2.0 CRD
Grundpreis30.490 €
AußenmaßeLänge x Breite x Höhe4408 x 1785 x 1658 mm
KofferraumvolumenVDA320 L
Hubraum / Motor1968 cm³ / 4-Zylinder
Leistung103 kW / 140 PS (310 Nm)
Höchstgeschwindigkeit189 km/h
Beschleunigung 0-100 km/h11,0 s
Verbrauch6,5 L/100 km
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