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Der Kia Borrego 4.6 im Fahrbericht

Der Borrego ist der Fullsize-Kia

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Das richtige Auto zur richtigen Zeit? Kia startet mit dem Borrego in den Fullsize-Markt - ein Segment, das in Folge der Wirtschaftskrise ganz besonders schwächelt. Bis vor kurzem noch gefragte Geländewagen werden zu Ladenhütern. Borrego ist günstiger als die etablierte Konkurrenz. Droht ihm dennoch das gleiche Schicksal?

21.10.2008 Powered by

Kia hat in den USA den Ruf, preisgünstige Autos zu vermarkten, die keine großen Ansprüche erfüllen. Inzwischen sehen sich die Koreaner mit ihren Modellen auf Augenhöhe mit VW , Ford oder sogar BMW – bei besserem Preis-Leistungs-Verhältnis. Einmal im neuen Borrego (Listenpreis: 33.745 US-Dollar) Platz genommen, kommt auch hier der ­Gedanke: „Warum eigentlich mehr bezahlen, hier passt doch alles?“ Eine Frage, die auf dem inzwischen für große, luxuriöse Geländewagen desaströsen ­US-Markt wichtiger denn je ist.

Jetzt, da das Leasinggeschäft praktisch tot ist, lassen sich Geländewagen der 60.000-Dollar-Preisklasse nicht mehr ganz so einfach an den Käufer bringen. Bei der ersten Testfahrt zeigt sich die Lenkung sensibel und direkt ansprechend. Auffällig sind die relativ lauten Abrollgeräusche, die noch stärker wahrgenommen werden, weil kaum Windgeräu­sche entstehen und die Schalldämmung nach außen sehr gut gelungen ist. Die Sitze sind im Bereich der Wirbelsäule etwas zu hart aufgepolstert und bieten nur wenig Seitenhalt. Das Innenraumdesign ist minimalistisch gehalten, ohne billig zu wirken. Weiteres Plus: Alles ist leicht zu bedienen und sehr übersichtlich. Gegen Aufpreis gibt’s ein Navigationssystem mit großem Farbbildschirm. Jede Menge Ablagen, Getränkehalter und Steckdosen warten auf die modernen Stadtnomaden. Das Infinity-Soundsystem mit zehn Lautsprechern und 600 Watt Leis­tung genügt, um einen ganzen Campground zu beschallen. Das Raumangebot ist größer als beim vergleichbaren Jeep Grand Cherokee . Wenn die beiden ­hinteren Sitzreihen weggefaltet sind, gibt es nach US-Norm 1675 Liter Ladevolumen.

In ­keinem Geländewagen dieser Klasse ist die dritte Sitzreihe auch für Großgewachsene geeignet, der Borrego macht da keine Ausnahme. Der Kopfraum ganz hinten reicht zwar aus, dafür hat ein Erwachsener aber seine Knie unter der Nase. Neben dem Basismotor (3,8-Liter-V6) ist der von uns gefahrene V8 besonders spannend. Er ist nämlich der erste Achtzylinder-Kia überhaupt. Mit 337 PS stellt er seine Konkurrenz unter den mittelgro­ßen SUVs in den Schat­ten. Der schwere Borrego kommt damit zwar zügig, aber nicht gerade rasant vorwärts. Die Sechsgangautomatik arbeitet ­tadellos und sanft. Ein Europa-Export des Borrego ist zwar nicht geplant, aber das könnte sich eventuell ändern: Denn derzeit ist es in den USA selbst bei günstigen Preisen extrem schwierig, einen V8-Geländewagen zu verkaufen.

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