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Kia Forte Hybrid

Autogasbetriebener Mildhybrid im Fahrbericht

Kia Forte Hybrid Foto: Kia 11 Bilder

Kia stellt mit dem Forte Hybrid als erster Hersteller ein Auto mit kombiniertem Flüssiggas-E-Antrieb vor die Tür.

01.11.2009 Jens Katemann

Für die Kombination aus Benzin und Elektromotor beansprucht Toyota, als Erster die Großserienreife erreicht zu haben. Den Diesel-Hybrid will der PSA-Konzern (Peugeot, Citroën) zuerst auf die Straße bringen. Was bleibt da für die Koreaner? Deren erster Spross mit alternativem Antrieb heißt Kia Forte Hybrid und verbindet einen E-Motor mit einem autogasbetriebenen 1,6-Liter-Benziner.

Der Kia Forte Hybrid kann nicht rein elektrisch gefahren werden

Anders als der Toyota Prius ist der Forte ein so genannter Mildhybrid, was bedeutet, dass er nicht rein elektrisch fahren kann. Der 114 PS starke Benziner bekommt vom E-Motor lediglich 15 Kilowatt (20 PS) extra geliefert. Zur Senkung des Verbrauchs speichert ein System die beim Bremsen freigesetzte Energie in einer 180-Volt-Lithium-Polymer-Batterie. Um darüber hinaus Kraftstoff zu sparen, verfügt der Hybrid-Kia über ein harmonisch arbeitendes Start-Stopp-System sowie ein wirksames Aerodynamik-Paket (cW-Wert: 0,26). Außerdem steht er auf rollwiderstandsoptimierten Reifen.

Das gefahrene Modell ist in Korea für rund 15.000 Euro erhältlich

Mit all diesen Maßnahmen soll der Hybrid nur 5,3 Liter Flüssiggas auf 100 km verbrauchen, was einem CO2-Ausstoß von 94 g/km entspricht. In die zwei LPG-Tanks lassen sich rund 45 Liter Autogas füllen. Damit kommt der Forte auf eine Reichweite von 850 Kilometern - ein Vielfaches von dem, was am Markt befindliche Autogas-Fahrzeuge derzeit schaffen. Auch der Anschaffungspreis ist attraktiv: Das gefahrene Modell wird in Korea derzeit für rund 15.000 Euro verkauft.

Ökonomisches Fahren wird mit einem virtuellem Blumenstrauß belohnt

Doch wie sieht es mit dem Auto als solchem aus? Also Platz nehmen auf den bequemen Ledersitzen. Die Instrumententafel leuchtet auf, und ein fröhlicher Klingelton begrüßt den Fahrer, als starte dieser das erste Level eines Computerspiels. So kommt man sich auch auf den ersten Kilometern vor, und zwar nicht nur wegen der synthetisch wirkenden Lenkung. Das Auto belohnt den Fahrer für eine ökonomische Fahrweise erst mit einzelnen Blättern an einem virtuellen Baum im Display und nach einiger Zeit mit einem ganzen Blumenstrauß.

Kia Forte Hybrid: Testverbrauch lag mehr als zwei Liter über der Werksangabe

Drückt man doch mal kräftig aufs Gas, quittiert der Forte das mit dem hybridtypischen Aufheulen des Motors, beschleunigt dann aber forsch. Das Versuchsfahrzeug, das Kia ab 2010 in geringer Stückzahl in Europa testet, bleibt bei höheren Geschwindigkeiten dennoch erstaunlich leise. Dafür ist das Display im Vergleich zu anderen Hybridautos relativ klein, und die Höhe des Durchschnittsverbrauchs lässt sich nicht direkt ablesen. Vielleicht besser so, denn im Testmittel lag dieser mit 7,6 Liter/ 100 km mehr als zwei Liter über der Werksangabe.

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