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Fahrbericht des Kia Sorento 2.2 CRDi und 2.4 CVVT

Zweite Kia Sorento-Generation im Fahrbericht

18 Bilder

Erfolg verpflichtet: Die komplett neu entwickelte zweite Generation des Kia Sorento soll wieder zum Bestseller werden. Der koreanische Mittelklasse-Allradler hat an Größe gewonnen und an Gewicht verloren.

17.10.2009 Powered by

Und wieder einer weniger: Mit der zweiten Generation des Sorento nimmt auch der koreanische Hersteller Kia endgültig Abschied von herzhafter Geländetechnik und setzt auf straßenorientierte SUV-Kompetenz. Nach dem 2001 eingestellten Retona und dem 2004 renovierten Sportage  verliert damit der letzte Kia-Geländewagen Untersetzungsgetriebe, Starrachse und Leiterrahmen.
Deutlich dynamischer schaut der Neue in die Welt, mit schmalen, weit nach hinten gezogenen Scheinwerfern und dem Kühlergrill im Familiendesign. Die hohe, nach hinten ansteigende Gürtellinie mit der gegenläufigen großen D-Säule sollen gleichermaßen von Sportlichkeit künden. Technisch ist ebenfalls alles neu. Die Fahrwerks-Plattform teilt sich der Sorento dabei mit dem gleichzeitig in diesem Herbst debütierenden neuen Hyundai ix35. Zwei Motoren stehen zur Wahl: Ein 2,4 Liter messender Benziner-Vierzylinder mit 174 PS (die 3,3l-V6 werden vorrangig in den USA angeboten werden und nicht nach Deutschland kommen); dazu der neu konstruierte Diesel mit 2,2 Liter Hubraum. Der wird in Deutschland den Löwenanteil bei den Bestellungen ausmachen und wartet mit beachtlichen Leistungsdaten auf: 197 PS, 421 Newtonmeter, 1.800 bar Einspritzdruck.

Neuer Vollaluminium-Dieselmotor im Kia Sorento

Der Aluminium-Vierzylinder verfügt über eine Steuerkette und variabel angesteuerten Turbolader. Beide Motoren lassen sich wahlweise mit einer neuen Sechsgang-Automatik kombinieren, was beim Diesel zudem mehr Drehmoment einbringt: Das steigt bei der Automatik-Version auf 436 Newtonmeter. Der Selbstzünder, der im Sorento Europapremiere feiert, bürgt für strammen Durchzug und wirkt drehfreudiger als der Vorgängermotor. Die Beschleunigung auf Tempo 100 soll über zwei Sekunden schneller (jetzt 9,6 statt 12,0 s beim Vorgänger) abgehandelt sein, die Höchstgeschwindigkeit steigt von 182 auf 190 km/h. Das Schaltgetriebe ist relativ lang ausgelegt, was die Drehzahl, das Geräuschniveau und den Verbrauch bei höherem Tempo reduziert, im Alltag aber auch häufigeres Schalten vom Piloten verlangt. Innerorts ist man eher im vierten als im sechsten Gang unterwegs.

Kia Sorento: Verbessertes Handling im Straßenbetrieb

Das Handling des Kia Sorento hat klar gewonnen: der niedrigere Schwerpunkt, das je nach Ausstattung bis zu 280 Kilo geringere Gewicht und das Pkw-Fahrwerk mit Einzelradaufhängung erlauben im kurvigen Geläuf eine erheblich flottere Fahrweise als bisher. Dabei bleibt der Sorento mit leichter Tendenz zum untersteuern auch bei höheren Kurvengeschwindigkeiten gut beherrschbar. Merklich strammer als bisher ist die Lenkung abgestimmt, die zackig und direkt reagiert. Die Dämmung von Motor und Fahrwerk ist gut gelungen, erst bei hohen Geschwindigkeiten wird es etwas lauter in der Kabine, ansonsten überwiegen die Windgeräusche. Nur im Stand ist der Selbstzünder akustisch als Diesel zu identifizieren.
Der Vierzylinder-Benziner geht erheblich emotionsloser ans Werk als der Commonrail-Diesel. Erst ab 4000 Umdrehungen lässt er so etwas ähnliches wie Temperament aufblitzen, um bei rund 6000 Touren dann schon wieder mit der Arbeit aufzuhören. Im normalen Betrieb ist man mit gebremstem Schaum unterwegs, dafür ist der 2,4er ausgesprochen leise. Die Verbrauchswerte taugen auch nicht für Begeisterungsstürme, rund 11-12 Liter sollte man im Alltag einplanen (Werksangabe: 8,7 Liter). Da kommt man mit dem Diesel-Sorento schon erheblich näher an den Durchschnittsverbrauch nach EU-Messzyklus: 6,6 Liter verspricht das Datenblatt, was einem C02-Ausstoß von 174 g/km entspricht. Bei ruhiger Fahrt vermeldet der serienmäßige Bordcomputer tatsächlich Werte im Siebenliter-Bereich.

Drastisch reduzierte Geländetauglichkeit und weniger Anhängelast

Erkauft werden die Fortschritte bei Fahrleistungen und Verbrauch mit einer drastischen Reduzierung der Geländetauglichkeit. Zwar sind nun serienmäßig Bergan- und -abfahrkontrolle an Bord, doch alle anderen Parameter haben sich deutlich verschlechtert. Trotz zehn Millimeter weniger Radstand als beim Vorgänger ist der Neue um 95 Millimeter länger – das findet sich alles im Vorbau mit dem 10,5 Zentimeter längeren Überhang wieder, die Böschungswinkel (vorne 25, hinten 23 Grad) sind gegenüber der ersten Generation entsprechend kräftig reduziert. Die Bodenfreiheit sinkt um zwei Zentimeter auf 184 Millimeter. Effektiv ist der Freiraum unter dem Auto noch deutlicher gesunken, denn bislang wurde die minimale Bodenfreiheit am Differential der Hinterachse ermittelt, das bei der Starrachse relativ nah am Boden liegt. Besonders sichtbar wird das am massiv reduzierten Rampenwinkel von lediglich 17 Grad (bisher: 21 Grad). Steilere Kuppen sind damit tabu, die bislang durchaus respektable Offroadtauglichkeit des großen Kia verringert sich damit auf die Bewältigung ausgefahrener Feldwege. Mit dem Verlust der Geländetechnik (Leiterrahmen, Untersetzungsgetriebe) geht außerdem ein im Wortsinne gewichtiges Argument für den Sorento verloren. Statt bislang bis zu 3,5 Tonnen darf er nur noch zweieinhalb Tonnen schwere Anhänger schleppen, bei der (für den Hängerbetrieb grundsätzlich empfehlenswerten) Automatik-Version sind sogar lediglich 2.000 Kilo Anhängelast erlaubt. Laut Kia wird allerdings daran gearbeitet, das Gewichtslimit auf 2.800 kg anzuheben.

Die Passagiere haben jetzt mehr Platz

Das Längenwachstum der Karosserie kommt den Passagieren zugute. In der ersten Reihe fehlen bei  Bein- und Kopffreiheit einige Millimeter, in Reihe zwei konnten die Werte dagegen zulegen. Neu ist die Option, bis zu sieben Personen zu befördern. Die beiden Zusatz-Sitze im Laderaum lassen sich einfach mit einer Schlaufe aus dem Boden ziehen, bieten aber nur Kindern ausreichend Freiraum. Mit der aufgestellten dritten Reihe ist der Laderaum außerdem auf wenige Zentimeter beschränkt. Die Siebensitzer-Option kostet 900 Euro Aufpreis.Die Preisgestaltung bewegt sich auf dem Niveau des Vorgängers. Das Basismodell des CRDi 4WD startet nun bei 32.280 Euro (plus 1.340 Euro), dabei ist allerdings jetzt der bislang mit 590 Euro zu bezahlende Dieselpartikelfilter serienmäßig an Bord. Außerdem wurden die Aufpreisoptionen teils erheblich günstiger – die neue Sechsgang-Automatik schlägt mit 1.135 Euro zu Buche und kostet damit 630 Euro weniger als der bisherige Fünfstufen-Automat, noch deutlicher verbilligte sich die Lederausstattung (jetzt 750 Euro statt bislang 1.690 Euro). Der 2,4-Liter-Benziner ist ab 30.015 Euro zu haben.

Technische Daten
Kia Sorento 2.2 CRDiKia Sorento 2.4 CVVT 2WD
Grundpreis29.990 €
AußenmaßeLänge x Breite x Höhe4685 x 1885 x 1700 mm
KofferraumvolumenVDA660 bis 1675 L
Hubraum / Motor2359 cm³ / 4-Zylinder
Leistung141 kW / 192 PS (242 Nm)
Höchstgeschwindigkeit190 km/h
Beschleunigung 0-100 km/h9,8 s
Verbrauch8,7 L/100 km
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