Kia Sorento: Neuer Kompakt-SUV im Fahrbericht

Kia Sorento

Die zweite Generation des Kia Sorento verspricht mehr Platz und deutlich höheren Komfort. Günstige Preise haben die Koreaner jedoch beibehalten.

Von wegen Offroad-Lyrik und Weite-Welt-Gehabe. Da die meisten Geländewagen ohnehin nie asphaltierten Untergrund verlassen, nennt Kia den neuen Sorento konsequenterweise gleich Großstadt-SUV.

Der Kia Sorento basiert auf dem Hyundai ix55

Passend zur ehrlichen Selbsteinschätzung bieten die Koreaner die zweite Auflage ihres Erfolgsmodells wahlweise mit Frontantrieb an. Da der Sorento auf dem ix55 von Konzernmutter Hyundai basiert (der Hyundai ix55 im Test), sind auch Leiterrahmen und Starrachse passé, was je nach Version bis zu 215 Kilo spart. Mit seinem wuchtigen Drehmoment hat der 2,2-Liter-Common-Rail-Diesel daher wenig Mühe, den um zehn Zentimeter gewachsenen Soft-Roader standesgemäß zu beschleunigen. Unterstützt wird der positive Eindruck von der spontan und ruckfrei schaltenden Sechsstufen-Automatik. Doch gegen vollen Leistungseinsatz protestiert der Kia mit kernigen Verbrennungsgeräuschen und schiebt in engen Kehren schon früh über die Vorderräder. Allzu hohen querdynamischen Ambitionen steht auch die leichtgängige, aber gefühllose Lenkung im Wege.

Der Kia Sorento wird auf Wunsch zum Siebensitzer

Also lieber entspannt auf den bequemen Sitzen zurücklehnen und die insgesamt komfortable Federung sowie das großzügige Raumangebot genießen. Zwei aus dem Ladeboden schwenkenden Zusatzplätze machen den Kia Sorento auf Wunsch zum Siebensitzer. Allerdings kann das hintere Abteil nur Kindern zugemutet werden, da sich für Erwachsene schon der Zustieg mühsam gestaltet. Werden die Sitzmöbel in Reihe zwei und drei umgeklappt, wofür nur ein Handgriff nötig ist, ergibt sich ein 1.582 Liter großer Laderaum mit nahezu ebenem Boden.

Die Basisvariante des Kia Sorento ist ab 28.505 Euro zu haben

Dank großem Panorama-Dach und Rückfahrkamera mit Monitor im Innenspiegel (beides optional) versprüht der Sorento sogar Premium-Flair, das freilich schon nach einer Klopfprobe auf den Kunststoffoberflächen im Cockpit wieder verfliegt. Dass er sich nicht mit Audi & Co messen will, zeigt ein Blick in die Preisliste: Die frontgetriebene Basisvariante mit dem 174 PS starken Vierzylinder-Benziner, Klimaanlage, CD-Radio und USB-Anschluss ist schon für 28.505 Euro zu haben. Für den Diesel mit Allradantrieb, Automatik, Glasdach und LED-Rückleuchten werden 37.765 Euro fällig. Das kann sich sehen lassen, zumal sonst keiner eine Garantie über fünf Jahre bietet.

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Peter Wolkenstein

Autor:

auto motor und sport, Heft 20 / 2009

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