Kia Soul 1.6 Gdi im Fahrbericht: Ordentlich Durchzug und 7,5 Jahre Garantie

Kia Soul 1.6 Gdi, Frontansicht

Die technische Basis teilt sich der Kia Soul zwar mit dem Van Venga, er ist aber deutlich ausgefallener gestylt. Jetzt leistet der 1,6 Liter-Vierzylinder 140 PS und bietet Benzin-Direkteinspritzung.

Die Frage steht den meisten Passanten ins Gesicht geschreiben: Was ist das für ein Auto, das in der Grundform an einen Kastenwagen erinnert, aber gleichzeitig viel pfiffiger aussieht? Obwohl er bereits 2009 nach Deutschland kam, hat sich der Kia Soul noch nicht im Straßenbild verankert – zu stark fällt der Kleinwagen aus den gelernten Schemata heraus.

Zum Modelljahr 2012 hat ihn Kia leicht an Front und Heck überarbeitet. Ab sofort sind Gegenlenkunterstützung, aktives Bremslicht und Berganfahrhilfe Standard. Zudem wurde der 1,6-Liter-Vierzylinder des Kia Soul auf Benzin-Direkteinspritzung umgestellt und lässt sich jetzt mit einem sechsstufigen Automatikgetriebe kombinieren. Der von uns gefahrene Kia Soul verfügt allerdings über das ausreichend exakte Sechsgang-Schaltgetriebe.

Kia Soul hinterlässt kräftigen Eindruck

Gerade beim Durchzug hinterlässt das 140 PS starke Triebwerk einen kräftigeren Eindruck als die bisherige 126-PS-Version. Bemerkenswert ist auch, wie gelassen der Direkteinspritzer niedrige Drehzahlen in der hohen Fahrstufe hinnimmt. Wer flott vorwärts kommen will, muss dagegen die Gänge ausdrehen. Das sorgt dann für einen erhöhten Verbrauch des Kia Soul. Im Durschnitt waren es 8,8 Liter Super auf 100 Kilometer.

Wer mit dem Kia Soul hingegen vorwiegend im Verkehr mitschwimmt, kann auch deutlich darunter bleiben. Ohnehin reizt der Soul nicht zur Kurven-Attacke, dafür ist seine Lenkung zu schwammig und seine Traktion zu schlecht – in engen Biegungen müssen die elektronischen Zügel die Vorderräder am Durchdrehen hindern. Andererseits bietet der Kia Soul einen Federungskomfort, der selbst lange Reisen nicht zur Tortur werden lässt.

Das Grundlayout der eckigen Karosserieform manifestiert sich in großzügigem Platz im Innenraum – sogar auf der hinteren Sitzbank. Außerdem gelingt das Einsteigen in den Kia Soul dank weiten Türausschnitten leicht. Kennzeichen eines Praktikers sind das steile Kombiheck, der doppelte Ladeboden, die umlegbarer Rücksitzlehne und diverse Ablagen bis hin zu einem geräumigen Handschuhfach. Einziges Manko: Bei voller Aufstuhlung bleiben nur 222 Liter Gepäckraum – ein Zugeständnis an die üppige Beinfreiheit im Fond.

7,5 Jahre Garantie auf den Kia Soul

Trotz des insgesamt flippigen Auftretens haben es sich die Kia-Designer rund um Peter Schreyer verkneifen können, die Armaturen im Kia Soul zu verkünsteln; sie sind eher schlicht gehalten und gut ablesbar. Generell versteckt sich die Bedienung nicht hinter schwer durchschaubaren Konzepten. Klimaanlage, Audiosystem, elektrische Fensterheber, höhen- und tiefenverstellbares Lenkrad, Zentralverriegelung, Bordcomputer und Tagfahrlicht beinhaltet bereits die Basisversion.

Zudem verfügt der Kia Soul serienmäßig über sechs Airbags und aktive Kopfstützen vorn sowie eine Stabilitätskontrolle und ein Bremsassistent. Was den im koreanischen Gwangju gefertigten Kleinwagen allerdings besonders attraktiv macht: Kia gewährt über sieben Jahre Garantie.

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Marcus Peters

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