Kia Sportage im Fahrbericht: Neuer koreanischer Kompakt-SUV

Kia Sportage

Kia hat mit dem Sportage seinen Kompakt-SUV komplett erneuert. Der Koreaner tritt jetzt prägnanter, bulliger und dynamischer an und will der Kompakt-SUV-Konkurrenz eins auswischen. auto motor und sport fühlt dem Sportage 2.0 CVVT im Fahrbericht auf den Zahn.

Bloß nicht auffallen - unter dieser Devise schipperten Generationen automobiler Korea-Mitschwimmer gen Europa. Das war einmal - jetzt geben Kia-Modelle Kante.

Neues Auftreten beim Kia Sportage

So auch der neue, im August startende Kia Sportage, der seine Plattform mit dem Hyundai ix35 teilt. Länger, breiter und niedriger als der Vorgänger, zeigt die dritte Generation klar, was sie will. Nämlich nicht dreckverkrustet über staubige Scholle rödeln, sondern lieber frisch poliert über den Boulevard flanieren.

Zu diesem Zweck trimmte die Designertruppe um Ex-VW-Mann Peter Schreyer den 4,44 Meter langen Fünfsitzer durch ausgeprägten Blechanteil auf massiv und Asphalt-affin - mit negativen Folgen für die Übersicht. Innen geht es mit Instrumenten in Röhrenoptik plus farblich und materialmäßig abgegrenzten Verkleidungsflächen sowie einem schwarzen Dachhimmel recht munter weiter. Mit erhöhter Sitzposition, einfachem Einstieg, ausreichend Ablagen und intuitiver Bedienbarkeit pflegt der Kia Sportage im Fahrbericht ansonsten typische Kompakt-SUV-Talente. Nur bei der Variabilität schwächelt er: Rücksitzlehnen umklappen, das wars. Es entsteht ein gut nutzbarer Laderaum mit Stufe und einem Ladevolumen zwischen 480 und 1.353 Litern.

Der Kia Sportage als Diesel und Benziner

Unter der Haube stecken zunächst bekannte, leicht modifizierte Zweiliter-Motoren,
ein 136-PS-Diesel und ein 163 PS starker Benziner. Der Diesel schiebt mit 304 Newtonmetern ordentlich los, verkneift sich störendes Selbstzünder-Gehabe und erhebt erst bei hohen Drehzahlen die Stimme. Der Benziner klingt im Fahrbericht dagegen stets präsent, arbeitet insgesamt aber kultiviert und unauffällig. Ende 2010 kommen ein 1,6 Liter großer, direkt einspritzender Saugbenziner sowie ein 1,7-Liter-Diesel hinzu, jeweils mit Start-Stopp-System erhältlich. Turbobenziner mit 1,4 und 1,6 Liter Hubraum pfeifen bisher nur in der Versuchsabteilung mit den Ladern.

Eine kleine Evolution gibt es beim Fahrwerk des Kia Sportage, hinten arbeitet eine Mehrlenkerachse mit mechanisch variablen Dämpfern. Diese regeln den Ölfluss mittels Ventilen je nach Dämpferhub (amplitudenselektiv). Das soll sanftes Abrollen mit sauberer Aufbaukontrolle verbinden. Wie gut das Fahrwerk mit der neuen elektrischen Servolenkung harmoniert, kann jedoch erst ein Test mit der modifizierten Europa-Version zeigen. Bei uns wird diese zu Preisen ab knapp 20.000 Euro angeboten - inklusive Siebenjahres-Garantie.

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Jörn Thomas

Autor:

auto motor und sport, Heft 13 / 2010

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