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Fahrbericht Kia Stinger GT

Kia greift clever nach oben

Kia Stinger GT Foto: Kia 44 Bilder

Sieben Jahre hat Kia an ihm entwickelt, jetzt ist er da: Der Stinger GT soll ein viertüriges Coupé sein, bei dem es um die lange Reise und den Spaß am Fahren geht. Wir haben Kias emotionalstes Auto in Südkorea ausprobiert.

30.12.2016 Gregor Hebermehl 1 Kommentar

So einen Kia hast Du noch nicht gesehen – die Coupé-Seitenlinie ist Kia Chefdesigner Peter Schreyer und seinem Team gelungen. Der Stinger steht elegant da und wirkt von hinten richtig stämmig. Die ausgeformten Schenkel am Heck waren laut Schreyer die größte Herausforderung beim Design. Konkurrenten hat der Stinger in seiner Preisklasse nicht viele – der ebenfalls brandneue VW Arteon könnte einer sein. Ansonsten ist das Segment der viertürigen Coupé-Limousinen bisher der Oberklasse vorbehalten: Audi A7, Mercedes CLS, BMW 6er Gran Coupé und Porsche Panamera heißen hier die potenten Mitglieder. Kia ist selbstbewusst genug, jetzt auch ein Fahrzeug auf die sportliche Eleganz-Schiene zu setzen.

Schreyers Ehrgeiz

Am Innenraum merkst Du, das auch hier Kia mit größtem Ehrgeiz zu Werke gegangen ist – schließlich hat Peter Schreyer mal als Innenraumdesigner (Audi 100 C4) angefangen. Sauber verarbeitetes helles Leder überzieht die bequemen Sitze, runde, ein wenig an Audi erinnernde, Lüftungsausströmer schauen Dich an und galvanisierte Knöpfe sitzen brav in einer Reihe. Der Wahlhebel für die Automatik sieht edel aus und liegt gut in der Hand. Einzig der zentrale Multimedia-Bildschirm mit seinem breiten Rand stört ein wenig die Eleganz-Stimmigkeit. Das Ding passt eigentlich nur in die Mercedes A- und B-Klasse – im Stinger hätte die Anzeige ruhig etwas stylischer ausfallen können. Und im Fond? Da ist trotz des nach hinten abfallenden Daches Platz für 1,88-Meter-Menschen. Knapp für den Kopf, ordentlich für die Beine. Ganz hinten gibt es eine große elektrische Heckklappe.

Kia Stinger GT Foto: Kia
Kias bisher emotionalstes Auto: Das viertürige Coupé Stinger GT.

Dann, endlich, Stinger GT fahren. Auf einer Kia-Teststrecke mit einem Ingenieur auf dem Beifahrersitz. Der sagt Dir, dass er Deutschland super findet und dass er sehr oft an der Nordschleife ist, um dort Autos zu testen. Irgendwie findet hier in Korea jeder Deutschland super. Als erstes geht es auf einen Slalomkurs: Der Stinger lenkt präzise und willig mit variabler Übersetzung ein, die Lenkung fühlt sich ausreichend direkt an. Eine ganz leichte Tendenz zum Untersteuern bleibt – aber Du bist ja auch in einem mit Tarnfolie vollgepappten Vorserienmodell unterwegs. Das Sechszylindermodell ist serienmäßig mit kontinuierlich verstellbaren Dämpfern und einem Differenzial mit begrenztem Schlupf unterwegs. Der Allradantrieb kommt von Magna und sendet standardmäßig 100 Prozent der Momente nach hinten – erst wenn das System Bedarf erkennt, dürfen auch die Vorderräder ins Antriebsgeschehen eingreifen.

Verstellbare Dämpfer

Große Aufbau- und Schwankbewegungen stellst Du nicht fest, aber Du merkst: Den Komfort wollten die Entwickler nicht aus den Augen verlieren. Dafür, dass beim Stinger nichts zu weich gerät, ist Kias Chefentwickler Albert Biermann zuständig. Biermann weiß, was er tut: Vorher hat er jahrzehntelang die M-Modelle von BMW scharf gemacht und schon immer auf Steifigkeit, Präzision und Steuerbarkeit geachtet.

Kia Stinger GT Foto: Kia
Beim schicken Innenraum ist Kia mit großem Ehrgeiz zu Werke gegangen.

Dann auf einer langen Gerade Vollgas: Der Sechszylinder-Motor knurrt und grummelt, klingt richtig wohlig sportlich und haut diesen Sound auch über seine beiden Doppel-Endrohre raus. Vollbremsung: Das ABS rattert sein Staccato und der Stinger steht, ohne dass die Bremsen zu hart in die Scheiben beißen.

Kia Stinger GT Foto: Kia
"Der neue Kia Stinger GT fährt, wie er aussieht: Schick sportlich macht er Lust auf die lange Strecke, ohne den Fahrer durch Hardcore-Athletik zu erledigen.", so Redakteur Gregor Hebermehl zu Kias frischem Emotionswagen.

Potenter Antrieb

In 5,0 Sekunden spurtet der schicke Viertürer auf Tempo 100. Klar, der 3,3-Liter-Sechszylinder passt zum Stinger: 370 PS und ein maximales Drehmoment von 510 Newtonmetern klingen nicht nach Verkniffenheit und Verzicht. Das Aggregat hängt willig am Gas und setzt auch jenseits der 100 km/h Beschleunigungsbefehle durchzugsstark in Vortrieb um. Das spürst Du und das siehst Du im Head-up-Display. Wer es etwas ruhiger angehen lassen will, kann einen weniger sportlichen Fahrmodus einstellen – insgesamt fünf stehen zur Wahl.

Die Schaltarbeit übernimmt im Stinger serienmäßig eine von den Koreanern selbst entwickelte Achstufen-Automatik. Deren Vorgehensweise wird von den Fahrmodi beeinflusst, in der sportlichsten Einstellung dreht sie die Gänge weiter aus. Wenn Du Lust darauf hast, kannst Du auch per Schaltpaddle Gänge wählen – das funktioniert ratzbatz und macht Spaß.

Fazit

Der neue Kia Stinger GT fährt, wie er aussieht: Schick sportlich macht er Lust auf die lange Strecke, ohne den Fahrer durch Hardcore-Athletik zu erledigen. Wie groß Kias bis jetzt emotionalster Wurf wird, hängt vom Preis ab. Schaffen es die Koreaner, die Kosten des Stinger knapp zu kalkulieren, stößt Kia sicher in neue Beliebtheits-Regionen vor.

Neuester Kommentar

Wirklich ein sehr gelungenes Auto...In jeder Hinsicht.
Bin auf den Preis gespannt...

bedal 9. Januar 2017, 13:57 Uhr
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