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Lamborghini Murciélago Roadster

Grip-Master

Foto: Barry Hathaway 27 Bilder

Hart, sperrig, kompromisslos: Offen ist der Lamborghini Murciélago LP 640 Roadster noch radikaler als das Coupé. Er geht ab wie der Blitz und krallt sich in schnellen Kurven in den Asphalt. Erste Ausfahrt mit dem auf 640 PS erstarkten Donnerkeil.

26.01.2007 Eberhard Kittler

Er strotzt vor Selbstbewusstsein und ist auffällig wie ein Ufo: Wo immer der offene Murciélago anlandet, eilt Publikum herbei, werden Fotohandys gezückt, und schöne Frauen begehren Einlass. Kaum ein anderes Sportmobil kommt auch nur annähernd an die Faszination des aggressiv geformten Italo-Monsters mit dem heiser röchelnden V12 heran. Von seinen atemberaubenden Fahrleistungen ganz zu schweigen.

Seit fünf Jahren wird Lamborghinis Spitzenmodell gebaut. Im Mai erhielt der Murciélago ein leichtes Facelift und den von 580 auf 640 PS erstarkten V12. Den Roadster gibt es erst seit Herbst 2004, jetzt bekommt auch er die Modifikationen des Coupés. Wenn es noch eine ernst zu nehmende Kritik an dem Brutalo aus Sant’Agata Bolognese gegeben hat – sie dürfte sich erledigt haben. Denn der Neue ist eine herrlich unvernünftige Fahrmaschine, der alles verziehen wird.

Wer die schlechte Rundumsicht, den winzigen Kofferraum, die Auslegung für italienische Konfektionsgrößen und das fummelige Verdeck bemängelt, ist ohnehin fehl am Platze. Man betritt den Lambo durch eine weit himmelwärts schwingende Pforte. Dutzende Augenpaare linsen herüber und dies immer und überall: Fahrer eines solchen Geschosses sollten vor ihrem ersten öffentlichen Auftritt als Akrobat geübt haben, damit er ohne Peinlichkeiten abläuft.

Und so geht’s: Mit dem Hintern zuerst den Innenraum entern, dann absenken, die Beine geschmeidig über den Schweller nachziehen und unters Lenkrad sortieren, dann die schwere Tür herunterziehen. Überraschungen oder gar Ratlosigkeit im karg möblierten Cockpit? Fehlanzeige. Alle Instrumente und Anzeigen – viel sind es ohnehin nicht – sind funktional sortiert und auch ohne Bedienungsanleitung zu verstehen. Die zugegeben schlechte Ablesbarkeit von Tacho und Drehzahlmesser muss man positiv sehen: So lenkt kaum etwas vom eigentlichen Fahren ab.

Unser Testwagen ist mit dem sequenziell schaltenden Sechsganggetriebe ausgestattet, wie es mittlerweile ein Großteil der Murciélago-Käufer ordert; E-Gear kostet 10 700 Euro mehr als das ebenfalls sechsstufige Handschaltgetriebe mit der klassischen Kulisse. Die Gänge werden über Paddel am Lenkrad gewechselt. Schlüssel ins Zündschloss, Fuß auf die Bremse, ein kurzer Dreh. Die Spielerei mit einem Startknopf machen die Lambo-Ingenieuren nicht mit, genau wie die Kollegen von Porsche.

Technische Daten
Lamborghini Murciélago Roadster
Grundpreis253.460 €
AußenmaßeLänge x Breite x Höhe4580 x 2045 x 1132 mm
Hubraum / Motor6192 cm³ / 12-Zylinder
Leistung426 kW / 580 PS (650 Nm)
Höchstgeschwindigkeit320 km/h
Beschleunigung 0-100 km/h3,8 s
Verbrauch21,5 L/100 km
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