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Lancia Phedra

Ein Auto, vier Profile

Der Lancia Phedra entstammt wie der Vorgänger Zeta einer Liaison zwischen dem Fiat- und dem französischen PSA-Konzern. Mit edlen Materialien und optisch eigenständig hebt sich der Phedra von seinen Brüdern Fiat Ulysse, Citroën C8 und Peugeot 807 ab.

25.06.2002

Der Lancia Phedra kommt mit dem mächtigen Traditionsgrill und einem besonders luxuriösen Innenraum daher. Und im Innenraum beeindrucken hochwertige Materialien und die Liebe zum Detail.

Schon die Basisversion Executive ist großzügig mit sauber verarbeitetem Alcantara und Mahagonidekor verkleidet. Und von der Mehrzonen-Klimaautomatik über Sprachsteuerung für CD-Radio und Telefon bis hin zum Navigationssystem wird alles frei Haus geliefert, was edel ist , hilfreich und gut. Trotz solcher Zugaben stieg das Leergewicht des Basismodells nur von 1600 auf 1645 Kilogramm.

Dabei haben auch die Abmessungen kräftig zugelegt. Bei unverändertem Radstand nahm vor allem die Länge (um fast 30 Zentimeter) zu, wovon Crashsicherheit und Raumangebot gleichermaßen profitieren. Und wegen der größeren Höhe müssen die Hinterbänkler zudem nicht länger dicht über dem Boden kauern, was ebenso dem Komfort dient wie der leichte Ausbau (je 19 Kilogramm) und die zahlreichen Verstellmöglichkeiten der fünf serienmäßigen Einzelsitze.

Flotter, wenngleich nicht mehr ganz so spielerisch geht der Griff zum Schaltstummel von der Hand. Wie das ganze Auto unterstreicht der Weg durch das Fünfgangmenü die neue Größe und Ernsthaftigkeit des Phedra, ohne deshalb schwerfällig zu wirken. Beim Fahrwerk haben sich die Akzente klar von Agilität zu mehr Gediegenheit und Komfort verschoben.

Gleiches gilt für die Motorenpalette. Erstmals wird sie von einem Dreiliter-V6 (Preis: ca. 37.000 Euro) gekrönt, der vorläufig nur mit Automatik geliefert wird. Zusammen mit dem Zweiliter-Vierventiler (ca. 29.000 Euro) sollen die beiden Benziner ein Viertel der Kunden ansprechen – womit die zwei Vierzylinder-Diesel (2.0 JTD: 109 PS, ca. 31.000 Euro, 2.2 JTD: 128 PS, ca.33.000 Euro) auf stattliche 75 Prozent Verkaufsanteil kämen.
Vor allem der 2,2-Liter mit 128 PS erscheint als passende Wahl, weil er kräftigen Durchzug und gute Laufkultur mit niedrigem Verbrauch verbindet. Dagegen spricht für den schwächeren Zweiliter-JTD außer dem geringeren Kaufpreis wenig.

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