Alles über Land Rover Defender
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Land Rover Defender 2.2 TD : So fährt der neue Defender für 2012

Mit einem neuen Motor fährt der Land Rover Defender ins Modelljahr 2012. Wir waren mit dem renovierten Klassiker auf der Straße und im Gelände unterwegs.

63 Jahre sind ein reifes Alter, erst recht für ein Auto-Modell. Damit es noch ein Weilchen weitergeht mit dem rüstigen Rentner Land Rover Defender, wurde jetzt nochmals neu enwickelt. Ab sofort trägt der Land Rover Defender einen Euro-5-Motor unter der charakteristischen Haube. Die Renovierungsaktion schenkt ihm weitere drei Jahre Zulassungsfähigkeit, mit dem bisherigen 2,4-Liter-Diesel hätte es ab 2012 Ende Gelände gehießen.

Land Rover Defender 2012 mit Ford-Motor

Wie schon bei der Vorgängerversion handelt es sich auch beim neuen 2,2-Liter-Vierzylinder um eine Maschine der ehemaligen Konzernmutter Ford. Der Duratorq-Diesel aus dem Nutzfahrzeug-Programm wurde allerdings bei Land Rover noch einmal gründlich überarbeitet. Insbesondere im Hinblick auf den Geländeeinsatz, mit zuverlässiger Ölversorgung auch in Schräglagen sowie verbesserter Abdichtung der Aggregate für den Einsatz im Wasser.

Viel Tüftelei war nötig, um die Komponenten der Euro-5-Abgasbehandlung unterzubringen. Um die Filteranlage nicht beschädigungsgefährdet unter dem Auto anbringen zu müssen, wurde im Motorraum kräftig umgestaltet, damit die komplette Abgasreinigung hineinpasst.

Beim neuen Jahrgang keine neue Optik

Äußerlich gibt sich der neue Modelljahrgang unverändert, es bleibt bei den drei Ausstattungslinien für die insgesamt elf verfügbaren Modelle. Leistungsmäßig hat sich gegenüber dem Vorgängermotor nichts getan, trotz 200 Kubikzentimeter weniger Hubraum bringt es der 2,2-Liter-Motor im Land Rover Defender auf 122 PS. Das maximale Drehmoment von 360 Newtonmeter wird ab 2.000 Umdrehungen serviert.

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Das erste Aha-Erlebnis lässt trotzdem nicht lange auf sich warten: ein Schlüsseldreh genügt. Erstaunlich zurückhaltend fällt der Vierzylinder in seinen Leerlauf. Frühmorgens die Nachbarn aus dem Schlaf nageln – das war einmal. Geräuschmäßig gibt sich der Turbodiesel als Softie. Mechanische Änderungen etwa beim Turbolader oder der Einspritztechnik sind dafür verantwortlich. Und eine erheblich verbesserte Geräuschdämmung des Innenraums.

Der Land Rover Defender 2012 ist viel leiser

Letztere führt unmittelbar zu Aha-Erlebnis zwei, sobald man den neuen Land Rover Defender in Bewegung setzt. So leise war noch kein Landy zuvor. In jedem Drehzahl- und Geschwindigkeitsbereich ist der neue Land Rover Defender gefühlt allenfalls halb so laut wie der Vorgänger – die exakten Messungen werden interessant. Ohrenstöpsel können künftig auch bei langen Autobahn-Etappen daheim bleiben, ganz im Gegenteil: selbst bei Tempo 120 ist noch ein Gespräch in gedämpfter Lautstärke möglich, wo früher ein akustischer Orkan aus Fahrtwind-Geheule, Motorlärm, Getriebe- und Abrollgeräuschen durch das Auto tobte. Ein Riesen-Fortschritt.

Im Ansprechverhalten zeigt sich der neue Motor im Land Rover Defender des Jahrgangs 2012 ebenfalls als feine Antriebsquelle. Schon knapp über Leerlaufdrehzahl legt er beherzt zu, schiebt kräftig an. Ein echtes Turboloch kennt der Antrieb nicht. So liegt auch in hohen Gängen bei Bedarf ordentlicher Schub an, wenn im Gelände ein Hindernis auftaucht oder auf der Straße ein Überholvorgang ansteht. Die Beschleunigungswerte sollen laut technischer Daten auf identischem Level liegen wie beim Vorgänger, speziell beim Durchzug fühlte sich der von uns gefahrene Land Rover Defender 90 aber deutlich munterer an als mit dem bisherigen Aggregat. Nervig ist alleine das Euro-5-typische Verhalten, bei Schaltvorgängen kurzfristig die Drehzahl zu halten. Speziell beim niedertourigen Fahren fällt das auf, wenn unterhalb 2.000 Umdrehungen die Fahrstufe gewechselt wird und der Motor munter weiter dreht. Dieses Verhalten teilt der Defender mit vielen anderen aktuellen Diesel-Modellen.

Land Rover Defender 2012 fährt schneller

Das Tempolimit wurde für den Land Rover Defender 2012 angehoben. Bislang drehte die  Elektronik bei 128 km/h den Saft ab, was auf der Autobahn ziemlich störend wirken konnte. Defender-Fahrer sind zwar keine Raser, dennoch nervte dieses Verhalten ziemlich. Mit der neuen Generation wird das Limit auf praxistaugliche 145 km/h angehoben, Land Rover nennt eine geänderte Bereifung als Begründung hierfür.

Die Preise wurden für das neue Modelljahr erhöht, je nach Modellversion und Ausstattung um rund 700 bis 1.100 Euro. Los geht es nun bei 26.690 Euro für den kurzen Ninety mit Stoffdach, der 110 Station in der höchsten Ausstattungslinie SE kostet 36.170 Euro. Leider immer noch nicht serienmäßig: ABS kostet (in Verbindung mit der elektronischen Traktionskontrolle) stramme 1.850 Euro Aufpreis, für die langen 130er-Radstände ist es weiterhin nicht verfügbar.

Fazit:

Nach den Papierdaten ist die Leistung des neuen Motors identisch zum Vorgänger, dennoch fühlte er sich bei unserem Fahrtermin subjektiv munterer und durchzugsstärker an. Der eigentliche Fortschritt ist allerdings die erheblich bessere Geräuschdämmung. Der Fahrkomfort steigt dadurch erheblich. Ganz klar: der beste Defender seit 63 Jahren.

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Foto

Land Rover

Datum

4. November 2011
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