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Lexus RX 400h

Sport, Spiel, Spannung

Foto: Hans-Dieter Seufert 8 Bilder

Lexus, die Toyota Nobelmarke, bringt den ersten Hybrid-Offroader. Er zeigt im Spannungs-Verhältnis mit Sechszylinder-Benzin- und Elektromotoren ausgesprochen sportliche Tugenden und erreicht bei Bedarf sogar Tempo 200.

18.02.2005

Toyota hat die Strategie über den Haufen geworfen. Drehte es sich beim Prius noch ausschließlich um CO2-Reduktion und Spritsparen, so fährt der erste Lexus- Hybrid mit einer ganz anderen Zielsetzung vor.

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Fahrbericht Lexus RX 400h
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Es geht „um Fahrspaß pur“, wie Takeshi Yoshida, der Ziehvater des neuen Nobel- SUV, verrät. Der RX 400h, der als Beispiel für diesen Sinneswandel herhalten soll, ist kein normaler Offroader, sondern eine High-Tech-Maschine, die zwar auch einen V6- Benzinmotor hat, aber eigentlich eher ein E-Werk ist.

Der japanische Geländewagen hat nämlich noch zwei Elektromotoren, einen Generator und einen Batteriensatz unter den Rücksitzen. Dazu gibt es ein elektronisches Powermanagement, einen elektrischen Allradantrieb und ein elektronisches Stabilitätssystem mit Überschlagschutz.

Auch gebremst und gelenkt wird elektronisch. Bei so viel Elektrizität springt die Spannung natürlich auch auf den Piloten über. Dabei läuft das Startprocedere unspektakulär ab. Fuß aufs Bremspedal, Schlüssel ins Zündschloss, Starten, Ganghebel auf D – und los geht’s.

Der Lexus RX 400h lässt es zügig angehen, ausgesprochen zügig. Aus dem Stand beschleunigt, soll er Tempo 100 schon nach 7,6 Sekunden erreichen – ein beachtlicher Wert für ein Schwergewicht von stattlichen 2,5 Tonnen.

Diese Beschleunigungsorgie geht bei Bedarf bis Tempo 200, dann wird abgeregelt – elektrisch, versteht sich.

Dass man in einem Hybrid- Modell unterwegs ist, wird allenfalls durch die dezenten Fahrgeräusche und durch den Blick aufs Armaturenbrett deutlich. Links neben dem Tachometer gibt es keinen Drehzahlmesser mehr, sondern eine Leistungsanzeige. Ins Mitteldisplay kann man sich das Powerplay der Motoren und Kraftspeicher einspielen.

Je nach Gaspedalstellung kann der Fahrer erleben, was wen gerade antreibt oder wer von wem gerade gespeist und aufgeladen wird. Ein kurzer Ausflug in die Tiefen der Antriebsstrategie: Angefahren wird allein mit den Elektromotoren. Bei moderatem Start nur mit dem Frontmotor und Frontantrieb. Bei kräftig durchgetretenem Gaspedal über alle Viere mit dem Front- und dem Heck-Elektromotor.

Der Benziner schaltet sich dezent und unauffällig zu, wenn Fahrt aufgenommen ist. Wird weiter voll beschleunigt, erlebt man eine konzertierte Aktion aller Antriebseinheiten.

Bei gemächlichem Fahren treibt der Benziner E-Motor und Generator – und lädt damit die Batterien für weitere Ampelstarts.

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