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Lotus 2-Eleven

Elfer raus

Foto: Rossen Gargolov 16 Bilder

Das neueste britische Sportgerät hört auf den Namen Lotus 2-Eleven und kommt ohne Dach, Türen und Windschutzscheibe aus. Der bewusste Verzicht und 255 PS garantieren Fahrerlebnisse der besonderen Art.

19.07.2007 Anja Wassertheurer Powered by

Abgesichts ständig rigider werdende gesetzliche Regelungen zur aktiven und passiven Sicherheit und den gestiegenen Komfortansprüche der Kunden werden Autos immer schwerer. Die logische Konsequenz der einer extremen Performance entgegenstehenden Gewichtszunahme ist klar: die Motorleistung muss zunehmen. Wenn in Sachen Askese nichts mehr zu machen ist, hilft halt nur noch Doping.

Den umgekehrten Weg konsequenter Insassenkasteiung beschreiten allenfalls Kleinserienhersteller, die mit dem automobilen Mainstream wenig bis gar nichts am Hut haben. Dass auch Lotus sich mit seiner neuesten Kreation namens 2-Eleven endlich wieder rückbesinnt, erfreut dabei besonders.

Lotus 2-Eleven-Fahrer verzichten gern auf Luxus

Nach einer ganzen Reihe immer leistungsstärker und gewichtiger werdenden Elise- und Exige-Modellen haben die Briten in Genf anfangs des Jahres mit dem 2-Eleven ein kompromissloses Track-Car präsentiert, das die Chapman-Philosophie "Performance through Lightweight" par excellence verkörpert. Schon der Blick ins Cockpit des aus Aluminium und CFK gefertigten Roadsters zeigt, das hier kein Federlesen gemacht wird. Alles an Bord Befindliche erfüllt einen Zweck. Verzichtbares gibt es nicht.

Keine Windschutzscheibe, dafür drei Außenspiegel

Dem Purismus, der das Leergewicht des hinterradgetriebenen, auf dem stärksten Exige S basierenden Zweisitzers auf 745 Kilogramm reduziert, fielen sogar die Einstiegsluken, ein wie auch immer geartetes Dach und die Windschutzscheibe zum Opfer. Auch die Außenspiegel - drei an der Zahl - haben Mindestgröße. Dank der auf Grund des kupierten Verdecks perfekten Rundumsicht stört dies jedoch nur marginal, zumal der 2-Eleven in Deutschland bislang ohnehin ausschließlich dem Rennstreckengebrauch vorbehalten bleibt. Eine der britischen SVA entsprechende Straßenzulassung ist derzeit noch nicht erhältlich. Das rund 1400 Euro teure SVA-Pack kann trotzdem ordern, wer auf eine später eventuell mögliche allgemeine Betriebserlaubnis per Einzelabnahme hofft. Der Hersteller prüft die entsprechenden Möglichkeiten mit dem deutschen TÜV.

Das Beschleunigungsvermögen ist enorm

Tatsächlich müssten wir uns gegenüber unseren Nachbarn von der Insel auch wieder einmal erheblich im Nachteil fühlen, wenn die Möglichkeit des Auf-der-Achse-zur-Rennstrecke-Fahrens hier zu Lande nicht geschaffen würde. Denn das Feuerwerk, das der 1,11 Meter hohe Lotus bei jedem Zucken des Gasfußes abbrennt, zaubert wahrlich nicht nur auf abgesperrten Strecken ein breites Grinsen ins Gesicht. Der Schaulauf in der Stadt ist dem 255 PS starken Britcar mit dem Toyota-Herzen ebenso auf den austrainierten Leib geschnitten wie die flotte, von ansprechenden Beschleunigungs- und atemberaubenden Verzögerungsleistungen begleitete Kurvenhatz.

Erste Messfahrten zwischen zwei Showevents bescheinigen der jüngsten Lotusblüte einen 0-100-Wert von 4,7 Sekunden und 14,6 Sekunden bis zum Erreichen der 180-km/h-Marke. Die Verzögerungswerte der mit Pagid RS 14-Pads belegten AP-Racing-Bremse fielen noch beeindruckender aus: Aus 200 km/h kam der sportbereifte Brite nach 122,8 Meter zum Stehen. Das entspricht einer negativen Beschleunigung von 12,6 m/s2.

Und das Feeling, und der Sound?

Anders, einzigartig, unverwechselbar - Fahrspaß pur und ohne Filter eben. Kein Fall für alle Tage, aber etwas Besonderes für die besonderen Anlässe.

Außerdem in der neuen Ausgabe von sport auto (Heft 8/2007), die ab Freitag (20.7.) im Handel ist:

  • Supertest Ferrari 599 GTB Fiorano
  • Fahrbericht BMW M3
  • Fahrbericht Maserati GranTurismo
  • Vergleichstest: BMW 335i, Mitsubishi Lancer Evo IX und Subaru Impreza 2.5 WRX STi
  • Dauertest Mercedes SLK 55 AMG Black Series

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