Rund 4500 Zweisitzer, die ihr hohes fahrdynamisches Potenzial vor allem dem extremen Leichtbau verdanken, baut die 700 Köpfe zählende Firma Lotus Cars im britischen Hethel jährlich. Und da können sich die Briten ein drittes Modell neben dem Roadster Elise und seinem Coupé- Pendant Exige leisten?
Ein völlig neues Auto ist der Europa nicht, hat er doch rund 40 Prozent Gleichteile mit Elise/Exige. Dazu gehören das Chassis aus Aluminiumprofilen und -blechen sowie das Fahrwerk mit einzeln an Doppelquerlenkern aufgehängten Rädern. Auch das Antriebskonzept mit quer eingebautem Mittelmotor ist deckungsgleich. Für den eigenständigen Auftritt sorgt die völlig neue Kunststoffkarosserie, die nur 80 Kilo wiegt. Sie zeigt im Profil die typische Lotus-Silhouette, wirkt aber gestreckter und dank glatterer Flächen eleganter. Dennoch gibt es viele martialische Elemente: aggressive Front, große Kiemen in den Flanken, die Öffnung im Dach für die Verbrennungsluft- Zufuhr und den Heckspoiler. Markante Scheinwerfer und Rückleuchten sind weitere Erkennungsmerkmale.
Der Europa ist zwölf Zentimeter länger als der Elise, aber kaum höher. Sein größerer Radstand ergibt sich aus dem neuen Stahl-Hilfsrahmen, der durch die Wahl des Motors notwendig wurde.
Lotus Europa S: Europa-Rad
Lotus dreht ein neues Rad: Der Europa S spielt den Komfort-Sportler im Programm. Erste Fahreindrücke.
Autor: Werner Schruf



