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Maserati Buran

Drittel-Mix

Der Maserati Buran mit 370 PS fegt wie der gleichnamige sibirische Wüstenwind ins Luxussegment.

15.12.2000

Nach der Premiere auf dem Genfer Automobilsalon, wo sich der Buran in gedecktem Braunmetallic als Dienstwagen fürs mittlere Management versteckte, strahlt er nun in einem hellen Grau, das von innen zu glänzen scheint. Und das steht ihm gut. Mit 4,98 Metern ist er etwa so lang wie ein Mercedes CL-Coupé, allerdings mit 1,95 Metern auch ganze zehn Zentimeter breiter als eine S-Klasse und mit 1,67 Metern bloß vier Zentimeter niedriger als ein Fiat Multipla.

Zehn PS mehr als ein Porsche Carrera GT 3

Den Buran motorisiert der 3,2-Liter-V8-Biturbo aus dem Maserati 3200 GT, der mit 370 PS Leistung zarte zehn PS stärker ist als ein Porsche Carrera GT 3. Um aus dem Sport- auch noch ein Utility Vehicle zu machen, verfügt der Buran über permanenten Allradantrieb, der samt Tiptronic-Schaltung und Sechsganggetriebe von Getrag eine starke Affinität zu den vier Audi-Ringen erkennen lässt.

Raumgefühl wie im Orient-Express

Der Zugang (auch im Sinn eines besseren Verstehens) wird durch vier riesige Türen und eine Heckklappe in der Dimension eines mittleren Scheunentors erleichtert. Elektrisch aufschwingende Schiebetüren im Fond und die extra nach oben fahrende untere Hälfte der Heckklappe suggerieren auf Knopfdruck, dass Passagiere samt Gepäck wie die Gäste eines Grandhotels willkommen sind. Der großzügige Radstand von 2,93 Metern, der durchgehend flache Boden und die lichte Innenhöhe erzeugen ein Raumgefühl wie im Orient-Express.

Der Buran ist nicht nur ein Einzelstück, sondern auch deswegen einzigartig, weil man gleichzeitig hinten lesen und vorn der Chauffeur sein möchte. Hinten Bein- und Ellbogenfreiheit wie in der Kino-Loge, vorn ein Cockpit, das prachtvoller eingerichtet ist als das Spielzimmer des Sultans von Brunei.

Der Buran erweist sich als elegant und leichtfüßig

Der Maserati-V8 zieht den Buran, der gut 200 Kilogramm Übergewicht gegenüber einem möglichen Serienpendant hat, praktisch mit wenig mehr als der Leerlaufdrehzahl aus dem Stand in eine elegante und leichtfüßige Bewegung. Buran-Passagiere thronen Königen gleich über dem gemeinen Verkehr, ohne den rustikalen Fahrwerkskomfort eines Geländewagens in Kauf nehmen zu müssen.

Die wie Kotflügel gerundeten Radkästen hinten, die unterhalb des Türgriffs pfeilartig gezeichnete Sicke, der Kontrast der eckigen Ausschnitte für Kühlergrill und Leuchteinheiten gegenüber dem runden Gesamteindruck - alle Details wie auch das großartige Ganze demonstrieren, wie viel gestalterische Freiheit noch immer im Autodesign stecken kann.

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