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Mazda 3 2.0 MZR DISI i-stop

Mazda 3 mit Start-Stopp im Fahrbericht

Mazda erweitert das Angebot der 3-Baureihe um einen neuen Benzin-Direkteinspritzer. Der 151 PS starke Zweiliter-Vierzylinder ist als erster Motor von Mazda mit einem speziellen Start-Stopp-System ausgestattet.

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Seit BMW 2007 als eines der zentralen Elemente seiner "Efficient Dynamics"-Strategie die Start-Stopp-Automatik eingeführt hat, ist diese Technik zur Senkung der CO2-Emissionen langsam, aber sicher auf dem Vormarsch. Während herkömmliche Systeme den Motor konventionell mit dem Anlasser zum Leben erwecken, geht Mazda einen eigenen Weg. Voraussetzung für dieses selbstentwickelte System ist die direkte Einspritzung des Kraftstoffes in den Brennraum. Deshalb koppelt Mazda die i-stop genannte Start-Stopp-Automatik in der 3-Baureihe serienmäßig an den neuen, 151 PS starken Zweiliter-Benziner, der in Japan schon seit 2007 im Angebot ist.

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Mazda 3 i-stop: Re-Start über Kupplung

Spezielle Kurbelwinkelsensoren ermöglichen es, die Kolbenposition exakt zu bestimmen. Sobald der Mazda 3 i-stop etwa an einer Ampel zum Stehen kommt und der Fahrer den Leerlauf einlegt, stellt das System den Motor ab - jedoch so, dass sich die Kolben in der idealen Position für den Neustart befinden. Sobald der Fahrer das Kupplungspedal erneut tritt, wird für den Startvorgang zuerst nur in einen Zylinder Kraftstoff eingespritzt - und zwar in denjenigen, der beim Abstellen im Arbeitstakt verharrt. Dort wird der Kraftstoff zerstäubt und das Gemisch entzündet. Der Kolben bewegt sich nach unten und der Motor springt wieder an - innerhalb dem Bruchteil einer Sekunde.

Dazu muss sichergestellt sein, dass sich im entsprechenden Zylinder vor dem Motorstopp kein Restgas, sondern Frischluft befindet. Theoretisch wäre ein separater elektrischer Anlasser überflüssig. Doch bei der Entwicklung von i-stop hat sich herausgestellt, dass ein kurzer elektrischer Drehimpuls an der Kurbelwelle zu einem geringeren Kraftstoffverbrauch führt. Eine zusätzliche Batterie versorgt ausschließlich den speziellen Anlasser mit Strom. Als Hauptvorteil seines Systems führt Mazda die schnellere Arbeitsweise an. Mit i-stop soll der Motor nach nur 0,35 Sekunden anspringen, während konventionelle Anlasser laut Mazda doppelt solange benötigen.

i-Stop im Mazda 3 mit einigen Aussetzern


In der Praxis erfolgt der Motor-Neustart nach dem Tritt auf die Kupplung tatsächlich umgehend, zudem vibrationsarm und unauffällig. Allerdings fiel bei ersten Testfahrten unter sommerlichen Bedingungen auf, dass der Motor an der Ampel selten die komplette Rotphase ausbleibt. Der Grund: Da die Klimaanlage bei Motorstillstand nicht kühlt, wirkt das System dem Temperaturanstieg im Innenraum entgegen, indem es den Vierzylinder selbstständig anspringen lässt - Komforteinbußen für die Insassen werden so vermieden. Auch in anderen Situationen, etwa auf Straßen mit extremer Steigung oder in der Warmlaufphase, kommt die Start-Stopp-Automatik nicht zum Einsatz.

Direkteinspritzer im Mazda 3 i-stop arbeitet unauffällig

Der neue Direkteinspritzer gebärdet sich unauffällig. In der Stadt nimmt der Vierventiler selbst im sechsten Gang ruckfrei Gas an und gibt beim Beschleunigen seine Leistung gleichmäßig ab. Sein maximales Drehmoment von 191 Nm erreicht er bei 4.500/min und klingt erst im oberen Drittel des verfügbaren Drehzahlbandes unter Volllast kernig. Die Werksangabe von 10,4 Sekunden für den Spurt auf Tempo 100 klingt glaubwürdig.

Mazda 3 i-stop: 6,8 Liter Super auf 100 Kilometer

Im Normzyklus verbraucht der Mazda 3 i-stop mit 6,8 Liter auf 100 Kilometer 14 Prozent weniger als das Vorgängermodell mit Saugrohreinspritzung. In der Kompaktklasse ist das ein guter, aber kein Spitzenwert. Konkurrenten, die wie etwa der VW Golf oder der Renault Mégane auf Downsizing mit kleinerem Hubraum plus Aufladung setzen, sind auf dem Papier bis zu einem halben Liter sparsamer - und das ohne Start-Stopp-Automatik.

Mazda 3 i-stop kostet ab 22.600 Euro

Die Markteinführung des Mazda 3 i-stop beginnt im August. Er ist nur mit den beiden oberen Ausstattungsvarianten High-Line und Sports-Line zu haben. Die Preise beginnen bei 22.600 Euro für den Fünftürer und bei 23.100 Euro für den Stufenheck-Viertürer. Wie schon im Einzeltest des Mazda 3 1.6 MZR-CD gesehen, bietet Mazda für den Kompaktwagen nur wenige Extras an - doch schon in der Basisversion Prime-Line ist er umfangreich ausgestattet und nun auch serienmäßig mit ESP verfügbar. Künftig soll i-stop bei allen neuen Motoren mit Direkteinspritzung zum Serienumfang gehören. Allerdings nur bei Benzinern - in Verbindung mit Dieselmotoren funktioniert das i-stop-System nicht.

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Autor: Peter Wolkenstein
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