In den Preislisten des facegelifteten Mazda 323 stand die Version mit zwei Liter Hubraum und 131 PS schon geraume Zeit, doch fahren kann man sie erst jetzt. Das stärkste Triebwerk der 323-Palette steckt in einem F-Modell mit dem Zusatznamen Sportive. Dessen tief herabgezogene Frontschürze mit runden Nebelscheinwerfern und besonders großem Lufteinlass lässt keinen Zweifel daran, dass dieser 323 der sportlichen Fraktion angehört. Markante Seitenschweller, Heckschürze und sternförmige Leichtmetallräder im 16-Zoll-Format unterstreichen den Eindruck. Zu den Highlights der Innenausstattung gehören neben weiß unterlegten Instrumenten ein dreispeichiges Nardi-Lederlenkrad, silberfarbene Applikationen an Mittelkonsole und Türen sowie verchromte Einstiegsleisten. Ein Bordcomputer fehlt ebenso wenig wie ein modulares Audiosystem.
Das Wichtigste ist jedoch: Der 131 PS starke Motor bereitet mehr Fahrspaß als der 1,9-Liter mit 114 PS. Er hängt gut am Gas, wartet schon untenherum mit ordentlichem Durchzug auf und fällt weder durch Vibrationen noch durch hohe Lärmentwicklung auf. Der 2.0 Sportive ist mit der üblichen Traktionskontrolle (TCS) und einem Stabilitätssystem (DSC) ausgerüstet. Im Testwagen setzte der Antischleuderschutz außergewöhnlich früh ein. Schon bei leicht forcierter Kurvenfahrt nahm das System die Motorleistung zurück. Mit Mängeln in der Straßenlage lässt sich die übermäßige Fürsorglichkeit nicht begründen. Auch die Bremsen und die Reaktionen auf Lastwechsel geben dazu keinen Anlass.




