Mazda 5 im Fahrbericht: Familienvan mit vorbildlicher Variabilität

Mazda 5 2.0 DISI

Zum 90-jährigen Firmenjubiläum kommt der Kompaktvan Mazda 5 in neuem Outfit. Zum Fahrbericht tritt die Version mit dem 150 PS starken Zweiliter-Benzindirekteinspritzer und Start-Stopp-Technik an.

Man gönnt sich ja sonst nichts - dann wenigstens zum runden Geburtstag ein neues Modell, den "all-new Mazda 5".

Mazda 5 2.0 DISI in überarbeiteter Version

Nach nur fünf Jahren Produktionszeit überarbeiten die Japaner den weltweit rund 500.000 Mal verkauften Van mit maximal sieben Sitzen und sprechen vom Mazda 5 der zweiten Generation. Das klingt nach völlig neuem Auto, was in diesem Fall allerdings nicht zutrifft. Korrekt ist, dass die Mazda-Ingenieure die bisherige Plattform mit 2,75 Meter Radstand unverändert übernommen, die technischen Komponenten teilweise gründlich modifiziert und der steifer konstruierten Karosserie ein neues Design verpasst haben. Das hat es in sich, wie die zahlreichen Blicke verraten, die der Mazda 5 2.0 DISI im Fahbericht bei ersten Probefahrten erntete. Die fließenden wellenförmigen Linien und Sicken in den Türen breiten sich aus über Radhäuser, Motorhaube und Heckklappe bis in die Bugschürzen hinab und binden Hauptscheinwerfer wie Rückleuchten harmonisch ein. Das neue Mazda-Gesicht mit großem Kühlergrill macht den Auftritt perfekt.

Mazda 5 stärker als zuvor

Im Mazda 5 kommt auch das Wohl der Insassen nicht zu kurz: Besser profilierte Vordersitze mit breiteren Lehnen erhöhen Seitenhalt und Bequemlichkeit. Ein neu gestaltetes Armaturenbrett mit ergonomisch platzierten Schaltern, günstig angeordneten Frischluftdüsen und klar gezeichneten Instrumenten erleichtert Bedienung und Übersichtlichkeit. Wenig Beifall finden die großen Hartplastik- Ansammlungen, die von Zierstreifen im Aluminiumlook aufgelockert werden. Auf Direkteinspritzung umgestellt, thermisch optimiert und mit einer intelligenten, das Wiederanspringen beschleunigenden Start-Stopp-Technik ausgerüstet, entwickelt der Zweiliter-Benziner des Mazda 5 im Fahrbericht nun 150 PS. Ein extrem lang übersetzter sechster Gang hilft, den Normverbrauch auf günstige 6,9 L/100 km zu reduzieren.

Immer noch ein typisches Familienauto

Dass der Mazda 5 seinen Fahrer zu sparsamer Gangart animieren soll, merkt man an schwergängigem Gaspedal, ausgeprägter Durchzugsschwäche und unwilliger Gasannahme. Erst ab 4.000 Touren macht der leise laufende Motor mit Temperament und Drehfreude Laune. Trotz aufwendiger, auf sportlichen Einfluss zielender Modifikationen darf man vom Fahrwerk keine Wunder erwarten: Der Mazda 5 im Fahrbericht fährt sich wie ein braves Familienauto, leicht untersteuernd und handlich, aber mit etwas synthetischem Lenkgefühl und holpriger Federung bei langsamem Tempo.

Seine Van-Stärken hat er konsequent beibehalten: großzügiges Raumangebot, hervorragende Variabilität sowie sehr gute Zugänglichkeit des Fonds dank Schiebetüren. Im Oktober kommt der Mazda 5 auf den deutschen Markt, angeblich mit fast unveränderten Preisen. Der 1,8-Liter- Einstiegstyp soll um 21.000 Euro kosten. Ein 1,6-Liter-Diesel folgt Anfang 2011 - er wird helfen, das Jahres-Verkaufsziel von 10.000 Autos zu erreichen.

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Werner Schruf

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