Im Oktober 2007 schickte Mazda den CX-7 in das Rennen um die Gunst der Allradfans. Wobei der Fünfsitzer als Crossover-Modell verstanden werden will. Er soll die besten Eigenschaften von SUV, Van und Kombi vereinen, hat aber mit der Offroad-Fahrerei nichts am Hut.
Dem Mazda CX-7-Diesel mangelt es nicht an Leistung
Wirklich erfolgreich war der Mazda CX-7 auf dem deutschen Markt bislang nicht, es fehlte ein Dieselmotor. Passend zur Modellüberarbeitung in diesem Herbst liefert Mazda ihn nun nach. 173 PS leistet er, das sind immerhin 87 PS weniger als beim weiterhin verfügbaren Turbobenziner. Zu wenig? Ein Blick auf das maximale Drehmoment sorgt für Entspannung, denn der Diesel entwickelt 400 Nm, somit 20 Nm mehr als der Benziner. An Kraft fehlt es dem Mazda also auch mit dem Diesel nicht. So fährt er aus dem Stand spontan und ohne nennenswerte Verzögerung los, der Motor entwickelt ab etwa 2.000/min - typisch Diesel - massiven Schub. Im Sechsganggetriebe, das sich beinahe so knackig schaltet wie das des Mazda MX-5, lässt sich mühelos der nächste Gang einlegen.
Trotz Harnstoff-Einspritzung erfüllt der Mazda CX-7 nicht die Euro-6-Norm
Mit den rund 1,9 Tonnen Leergewicht hat es der Diesel zwar nicht eben leicht - im Mazda 6 muss er etwa 400 Kilogramm weniger bewegen - dennoch fühlt sich die Antriebseinheit zwischen 130 und 160 km/h kräftig an. Ohne sich jedoch aufdringlich in den Vordergrund zu spielen, denn der relativ großvolumige Vierzylinder läuft sehr vibrationsarm und leise. Ab 130 km/h treten jedoch kräftige Windgeräusche an den - die Sicht nach schräg vorn einschränkenden - A-Säulen auf, was den Geräuscheindruck trübt. Es ist aber nicht nur die Laufkultur, die bei diesem Motor beeindruckt. Der Common- Rail-Diesel gehört zudem zu den ersten Pkw-Aggregaten, die ihren Stickoxid-Ausstoß per Harnstoff-Einspritzung und Kat-Technik reduzieren. Dennoch erfüllt der Motor nicht die Euro 6-Abgasnorm.
Der Mazda CX-7 ist günstig in der Anschaffung
Beim Verbrauch setzt der Diesel keine Bestmarken. 9,4 L/100 km im Testmittel sind nur durchschnittlich. Der Normverbrauch liegt bei 7,5 L/100 km. Wenig Begeisterung weckt auch die Lenkung. Sie arbeitet zu leichtgängig und fast rückmeldungsfrei, häufiges Korrigieren ist die Folge und schmälert den Fahrspaß kräftig. Die Freude am Fahren wird zudem durch die übertrieben sportlich-dynamische Fahrwerks-Abstimmung gedämpft. Kleine Fahrbahn-Verwerfungen werden weitgehend kopiert, der Aufbau ist beinahe ständig in Bewegung, darunter leidet der Komfort. Dabei sitzt man, zumindest vorn, auch auf langen Strecken bequem, stellt jedoch schnell fest, dass es nur kleine Ablagen gibt, der Navi-Monitor viel zu weit weg und darüber hinaus zu klein ist. Immerhin überzeugt die Verarbeitungsqualität innen wie außen, und günstiger als die Konkurrenz ist der Mazda CX-7 obendrein.




