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Mercedes A 200 CDI im Fahrbericht

So dynamisch wie nie zuvor

Mercedes A-Klasse, Frontansicht Foto: Hans-Dieter Seufert 33 Bilder

Klare Ansage: Mit der komplett neuen Mercedes A-Klasse zielt Mercedes direkt auf das Segment der hochwertigen Kompakten. Volltreffer oder nicht? Das erfahren Sie in unserem Fahrbericht.

12.07.2012 Jörn Thomas

In einem folgt die neue Mercedes A-Klasse ihren Vorgängern: Sie verzichtet auf den erhabenen Stern auf der Motorhaube. Und das, obwohl sich damit ihre Konkurrenz noch besser ins Visier nehmen ließe. Schließlich ist diese nun endlich klar definiert: Audi A3, Alfa Romeo Giulietta, BMW 1er, VW Golf und der Rest vom Kompaktklasse-Schützenfest.

Mit breitem Kreuz, entschlossenem Blick und Proportionen, die nach Hinterradantrieb aussehen, scheint die 4,29 Meter lange vorderradgetriebene Mercedes A-Klasse die Konkurrenz schon vor dem Start einschüchtern zu wollen. Cruist die B-Klasse noch verhältnismäßig gemütlich-familiär im Orbit von Golf Plus & Co. herum, kommt Schwester A gleich mal sportlich auf den Punkt.

Mercedes Konzernabend Auto-Salon Genf 2012 Premiere A-Klasse
Vorstellung neue Mercedes A-Klasse in Genf (2013) 1:54 Min.

Mercedes A 200 CDI ab 27.787 Euro

Zumindest wenn man sich nicht mit dem Starter-Kit A 180 Benziner mit 122 PS für unter 24.000 Euro begnügt, sondern gleich eine Stufe darüber einsteigt. So wie wir in den Mercedes A 200 CDI mit AMG-Sport-Paket. Er steht breitspurig auf seinen 18-Zoll-Rädern, duckt sich mit seinem Sportfahrwerk nochmals 15 Millimeter tiefer und unterstreicht mit breiten Schwellern und Doppelauspuff seinen Anspruch eines hochwertigen Kompakten – in einem Segment, in dem Mercedes eine Menge Potenzial sieht und mutig hineinsticht.

Wir krabbeln durch die relativ kleinen Türen und wundern uns. Wie beim mutigen Außenstyling plumpste auch im Innenraum mancher Zopf auf den Wagenboden. Der ist nicht mehr doppelt wie bei Generation eins und zwei, sondern liegt deutlich tiefer. Das erfordert zwar ein neues Package mit längerem Vorbau und mehr Maßnahmen zur Crashsicherheit auch beim Seitenaufprall, andererseits ging es für den Schwerpunkt um vier, für die Sitze fast 18 Zentimeter herunter. Letztere geben beim Mercedes A 200 CDI mit AMG-Paket besonders viel Halt, schmeicheln mit Bezügen aus Microfaser, während dem Fahrer Lenkrad, Seitenwand und Dach recht nah kommen. Intim und coupémäßig fühlt sich das an, Rundumsicht-Sensible dürften jedoch murren.

iPhone-Dock nur gegen Aufpreis

Neben dem Fahrerkopf steht die breite B-Säule, die im Verbund mit den Sportsitzen den Raum eng macht wie hintenraus die Kombination aus C-Säule und schmaler Heckscheibe. Doch man gewöhnt sich daran, zumal der Blick nach vorn trotz flacher Frontscheibe kaum eingeschränkt ist. Auf den Armaturenträger des Mercedes A 200 CDI zu schauen macht sogar richtig Freude. Sorgfältige Verarbeitung, griffige Kunststoffe und verchromte Lüftungsregler überzeugen. Ebenso wie die Rundinstrumente und der freistehende Bildschirm des aufpreispflichtigen Infotainmentsystems. Serienmäßig musiziert eine Stereoanlage, gegen Aufpreis kommen ein iPhone-Dock, die Vorrüstung für Kompakt-Navigation bis hin zum vollen Comand-Programm inklusive einer erweiterten iPhone-Anbindung hinzu. Android? Soll frühestens nächstes Jahr ins Programm Einzug halten.

Dafür gibt es schon jetzt Apps, die unter anderem online bei der Parkplatzsuche helfen, Nachrichten übermitteln oder Google Streetview ins Auto holen. Überdies steht ein einfacher Zugriff auf Internet-Radio, Navigation und Social Media zur Verfügung: Glympsen, sharen, liken und/oder twittern mit scharfer 3D-Grafik? Gern, aber ebenfalls erst ab 2013. Wer dann beim Netzwerken so richtig warmläuft, der kann sich auf die Klimaautomatik verlassen, die selbst bei schwülen 35 Grad effektiv und zugarm arbeitet, wie die Ausfahrt mit dem Mercedes A 200 CDI zeigte.

Mercedes A 200 CDI folgt Kommandos satt und ruhig

Und auch die Fahrwerksabstimmung des Mercedes A 200 CDI hilft, einen kühlen Kopf zu bewahren. Die elektromechanische Lenkung besitzt gegen Aufpreis eine variabel verzahnte Lenkstange samt angepasster Servounterstützung. Damit reagiert sie bei zunehmendem Einschlag direkter, ohne den mercedestypischen Lenkungsgraben zuzuschütten. Satt und ruhig folgt der 1,4-Tonner Kommandos, bleibt lange neutral, reagiert selbst auf provozierte Lastwechsel durch Gaswegnehmen stoisch.

Fürs Gasgeben sind zum Start zwei Diesel und drei Benziner zuständig – sämtlich mit Direkteinspritzung und Turboaufladung. Den Mercedes A 180 CDI gibt es mit dem 1,5-Liter von Renault oder dem 1,8-Liter von Mercedes samt Doppelkupplungsgetriebe DCT. Darüber rangiert der Mercedes A 200 CDI. 136 PS stark, mit 300 Newtonmetern und gediegener Laufkultur, verdient er einen Tipp. Lediglich das optionale Sportfahrwerk verlangt auf schlechten Oberflächen in Verbindung mit Runflat-Bereifung leichte Kompromissbereitschaft.

Mercedes A 250 Sport mit 350 Newtonmetern

Trotzdem zu wenig Einlenk-Zack und Lastwechselpfeffer? Dann ran an den Mercedes A 250 Sport. Mit weniger Sturz an den Achsen, modifizierten Anlenkungen, Regelelektronik, Motoransprechverhalten und -sound reagiert er spontaner, dreht beim Gaswegnehmen spürbarer ein und beim Gasgeben hoch. Der Zweiliter-Benziner schiebt mit 350 Newtonmetern schon ab 1.200/min kräftig, ploppt bei Lastwechsel aus dem Auspuff, landet mit 211 PS auf GTI-Level. Trotzdem lässt er noch Platz für die scharfe AMG-Version mit Allradantrieb.

Allen gemeinsam sind die praktischen Talente der Mercedes A-Klasse. Kofferraumvolumen (341 Liter) und Variabilität (Rücksitzlehnen umklappen) bleiben zwar hinter den teils trickreichen Vorgängern zurück, passen aber ins Segment. Beim Thema Sicherheit ist man vorn dabei: Abstandsregeltempomat, Spurhalte- und Toter-Winkel-Assistent sowie Pre-safe-System sind Optionen, der radargesteuerte Kollisionsverhinderer serienmäßig. Hier muss der Fahrer nach Warnung zwar selbst aufs Pedal treten, für den passenden Bremsdruck sorgt aber das System mit dem Ergebnis einer Zielbremsung. Und die Chancen stehen gut, dass die neue Mercedes A-Klasse ansonsten ihre Ziele erreicht.

Mercedes A 45 AMG wird schärfste Ausführung

Die schärfste A-Klasse aller Zeiten heißt A 45 AMG – was weder einen Hinweis auf das 45-jährige Firmenjubiläum noch auf die Leistung oder den Hubraum gibt. Er ordnet die im Frühjahr 2013 debütierende A-Klasse in den Reigen der wuchtigen V8-Boliden ein. Unter der Haube des A-AMG brummt dumpf der Zweiliter-Turbo des Mercedes A 250, der jedoch bis in seine Grundfesten überarbeitet wurde. Leistungsziel? 160 bis 170 PS pro Liter, und damit nimmt die AMG-A-Klasse den 340 PS starken Audi RS3 ins Visier. Beim Gewicht hat der knapp 1.500 Kilogramm schwere Mercedes A 45 AMG den Bayern (1.650 kg) jedenfalls im Griff.

Und das ohne Nachteile bei der Traktion, da der Mercedes A 45 AMG seine deutlich über 400 Newtonmeter Drehmoment via variablen Allradantrieb mit Lamellenkupplung auf die 18-Zoll-Räder loslässt. Dazu gibt es noch ein dreistufiges ESP sowie ein bei Schaltzeiten und -strategie modifiziertes Doppelkupplungsgetriebe. Ein knackiges Fahrwerk, üppig dimensionierte Bremsen, ein sportlich ausgerichteter Innenraum mit peppigen Stoffen und top konturierten Sportsitzen versteht sich von selbst. Und alles zusammen zu einem Kampfpreis, der knapp unter Konkurrenzniveau liegen soll.

Technische Daten
Mercedes A 200 CDI
Grundpreis30.595 €
AußenmaßeLänge x Breite x Höhe4292 x 1780 x 1433 mm
KofferraumvolumenVDA341 bis 1157 L
Hubraum / Motor1796 cm³ / 4-Zylinder
Leistung100 kW / 136 PS (300 Nm)
Höchstgeschwindigkeit210 km/h
Beschleunigung 0-100 km/h9,3 s
Verbrauch4,3 L/100 km
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