Mercedes C 250 CDI Blue Efficiency: Blue Efficiency als Lückenfüller

Im 204 PS starken C 250 CDI feiert die neue Vierzylinder-Dieselgeneration von Mercedes Premiere - mit zweistufiger Aufladung.

Typbezeichnung gleich Hubraum - das stimmt bei Mercedes längst nicht mehr. Jüngstes Beispiel: Im neuen C 250 CDI steckt kein 2,5-Liter, sondern der erste Ableger der komplett neu entwickelten Vierzylinder-Dieselbaureihe mit 2,2 Liter Hubvolumen. Dank der bei Mercedes erstmals verwendeten Doppel-Aufladung hat er es faustdick unter der Haube. 204 PS stark, füllt der Neue die große Lücke im Dieselangebot der C-Klasse zwischen C 220 CDI (170 PS) und C 320 CDI (224 PS).

Doch beim maximalen Drehmoment (500 Nm) und bei den Fahrleistungen zieht er mit dem stärkeren Sechszylinder praktisch gleich. Beim Verbrauch unterbietet er mit 5,2 Liter im ECE-Zyklus selbst den C 220 CDI um 0,7 Liter - auch dank des serienmäßigen Blue Efficiency-Pakets aus glattflächigem Unterboden, rollwiderstandsarmen Reifen und bedarfsgerecht gesteuerter Lenkhilfepumpe.

Schub steht bei Drehzahl reichlich bereit

Um die Kraftstoffversorgung des nun langhubigen und reibungsoptimierten Vierzylinders kümmert sich ein Common-Rail-System mit auf 2.000 bar erhöhtem Einspritzdruck. Zudem kommen Piezoinjektoren mit direkter Düsennadelsteuerung zum Einsatz. Das senkt neben dem Verbrauch auch die Emissionen des Vierventilers, die bereits den EU5-Grenzwerten genügen.

Schub steht praktisch bei jeder Drehzahl und in jeder Stufe des Sechsgang-Schaltgetriebes bereit - und zwar reichlich. Auf Gaspedaldruck reagiert der Vierzylinder schon ab 1.500/min ohne Verzögerung, aber wohldosiert mit Vortrieb. Bei Bedarf dreht er bis 5.200 Touren, wobei das Geräuschbild dann eine gewisse Härte nicht verhehlen kann.

Die meisten Situationen bewältigt der bullige Doppelturbo jedoch souverän im langen sechsten Gang. Die Schaltanzeige im Cockpit gibt jedenfalls nur Empfehlungen zum Hoch-, aber nicht zum Zurückschalten. Vorläufig liefert Mercedes den C 250 CDI nur als Limousine. 40.639 Euro kostet sie in der auf der Avantgarde-Version basierenden Prime Edition.

Das T-Modell folgt Mitte 2009 zusammen mit den schwächeren Varianten (136 und 170 PS). Zunächst erhalten GLK und die neue E-Klasse den Motor. Sein Potenzial ist damit aber nicht erschöpft - dank kompakter Abmessungen und hohem Drehmoment kommt er künftig für die A-Klasse ebenso in Frage wie für die S-Klasse. Eben einer für alle.

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Peter Wolkenstein

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