Die jüngste Generation der – geschichteten – Benzin-Direkteinspritzung baut auf moderne Piezo- Injektoren und die so genannte Strahlführung. Nur in dieser Kombination – das wissen Theoretiker seit langem – lässt sich das volle Verbrauchspotenzial dieser Technik auch wirklich nutzen. Mit dieser Innovation hat Mercedes im CLS 350 CGI nun die Nase knapp vor der Konkurrenz aus München. Die Nasenlänge ist umso wichtiger, als sich die anvisierten Verbrauchsvorteile der ersten CGI-Motorengeneration (Stratified-Charged Gasoline Injection) des Jahres 2002 im Fahralltag mehr oder weniger stark verflüchtigten. Nun also auf ein Neues, und zwar zunächst mit der viertürigen Coupé-Ikone CLS. Mit unverändertem Hubraum ersetzt der aufgewertete 3,5-Liter-V6 den bisherigen Einstiegsmotor. Die technologische Erneuerung soll aber nicht allein den Verbrauch senken, sondern zugleich Leistung (plus 20 PS) und Drehmoment (plus 15 Newtonmeter) erhöhen. Dieses Mehr hat dem 1,7-Tonner spürbar gut getan, ohne den Charakter zu verändern. In Kooperation mit der Siebenstufenautomatik zeigt sich der Direkteinspritzer seiner Aufgabe mühelos gewachsen.
Mercedes CLS 350 CGI: Direkt-Mandat
Im Wettlauf um den ersten Benzin-Direkteinspritzer der neuen Generation liegt Mercedes mit dem CLS 350 CGI vorne.
Autor: Klaus-Ulrich Blumenstock



