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Mercedes E 320 Bluetec

Blue-Probe

Foto: Daimler-Chrysler 7 Bilder

Das Blut, das in der Abgas-Vene des E 320 Bluetec fließt, heißt Ammoniak und reduziert Stickoxide auf das strenge US-Niveau. Mercedes führt den saubersten Diesel der Welt zuerst in den USA ein, 2008 auch in Europa.

04.10.2006

Portier Dan vom Wynn in Las Vegas lauscht, tritt näher, fragt ungläubig: „A Diesel? I can’t hear it!“

Das Anlassen als akustisches Aha-Erlebnis hatten die Deutschen in den frühen Neunzigern. Den Amerikanern steht es jetzt mit dem E 320 Bluetec bevor – laut Mercedes der sauberste Diesel der Welt. Und er lässt sogar deutsche Ohren spitzen. So leise schnurrt der Dreiliter-V6- CDI nicht einmal in der geräuschverwöhnten alten Welt. Jetzt klingt er wie ein rau laufender V6-Benziner.

Für die US-Version gaben sich die Akustikbauer besondere Mühe und stopften ergänzendes Dämm-Material in den Motorraum. Zusätzlich schluckt eine Katalysator- Batterie (siehe Spotlight S. 60) nicht nur Abgase, sondern auch Lärm. Schließlich muss Mercedes die Diesel- Diaspora USA vom Vorurteil aus der Selbstzünder-Steinzeit bekehren: Für Amerikaner ist ein Diesel lahm, laut und stinkt. Nun soll der Appendix Bluetec dem ehemaligen Nagler einen frischen Namen verleihen. Der Bluetec-Saubermann mit der weißen Stickoxid-Weste soll in den USA für ein reines Abgas-Gewissen sorgen.

Und gleichzeitig den Schreck über den immer europäischer werdenden Benzinpreis überwinden helfen. Mercedes tritt als Schock-Absorber auf und startet den Sympathie-Feldzug für den Dieselmotor zu einer Zeit, da die Ohren fürs geldbeutelschonende Energiesparen offen stehen. Weniger als sieben Liter soll der 51 550 Dollar teure E 320 Bluetec im Schnitt auf 100 Kilometer verbrauchen – das verfeuert mancher Bigblock in der Warmlauf-Phase. Bislang bewarb Mercedes den CDI in den USA nicht als Benziner-Alternative, da er vor künftigen Abgasvorschriften kapitulierte. Das ändert sich mit Bluetec. Zusätzlich zu Oxidationskatalysator, Partikelfilter sowie Stickoxid- Speicherkat folgt der SCR-Kat für die selektive katalytische Reduktion.

Damit unterbietet Mercedes die BIN 8, nicht jedoch die strengere BIN-5-Norm von Kalifornien, Maine, Massachusetts, New York und Vermont. Dort wird Bluetec erst mit Einführung der nächsten Ausbaustufe geduldet: der Harnstoff-Einspritzung (siehe dazu Interview mit Daimler-Chrysler- Entwicklungsvorstand Thomas Weber, S. 168).

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