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Mercedes E500 im Fahrbericht

Wie sich das neue E-Werk aus Untertürkheim fährt

Mercedes Benz, E500 Foto: Hersteller 20 Bilder

Die neue E-Klasse – so viel steht fest – muss ein echter Renner werden, auch und gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten. Sonst könnte es ihrem Erbauer Mercedes-Benz alsbald ernsthaft an den Kragen gehen. Der Fahrbericht gibt einen ersten Eindruck.

21.04.2009 Powered by

Konnte doch die Oberklasse-Limousine in ihrer inzwischen über sechs Jahrzehnte währenden Geschichte in Westeuropa in guten Zeiten bis zu 30 Prozent Marktanteil in Segment für sich verbuchen. Eine Marge, die Ansprüche weckt. Dass Mercedes diese grundsätzlich erfüllen kann, scheint angesichts der stattlichen Ausmaße des 4,87-Meter-Schiffs und der Vielzahl innovativer Technik-Features nahezu gewiss.

Mercedes E-Klasse 2:57 Min.

Sensoren überwachen auch den Fahrer

Sicher: Fernlicht-Assistenten und Spurhalte-Systeme sind auch andernorts zu finden. Aber wer hat schon mal ein Auto gefahren, dass mit einem Kaffeetassen-Symbol fürsorglich auf die aus Zeitmangel verdrängte Pause hinweist? Sensoren registrieren für übermüdete Piloten typische Lenk- und Gaspedalbewegungen und lösen in der Folge die von einem mehrstufigen Signalton unterstützte Warnung im Zentraldisplay aus. Oder haben andere Autos Ihnen schon mal den genauen Inhalt der soeben passierten, aber nicht exakt registrierten Geschwindigkeitsbeschränkung auf dem silbernen Tablett präsentiert? Auch diese Serviceleistung ist gegen Aufpreis in der neuen E-Klasse zu haben.

Das Auto „liest“ die an der Strecke postierten Tempohinweise und überträgt den Inhalt vorübergehend auf das zentrale Anzeige-Instrument. Selbst zeitliche Limitierungen kann das System erkennen. Notorische Bevormundung seitens des automobilen Gefährten stehen dennoch nicht zu fürchten: Wer die Geschwindigkeitsanzeige geflissentlich überzieht, darf getrost weiter ungestraft und ohne akustische Nörgelei seitens des E zu schnell seiner Bahn ziehen. Da gehen der Abstandregel-Tempomat mit automatischer Vollbremsung bei akuter Unfallgefahr und der Totwinkel-Assistent, der optisch und akustisch vor im toten Winkel der Außenspiegel auftauchenden Hindernissen warnt, fast schon als unauffällig durch.

Denkbar auffällig ist hingegen der vom neuen Oberklasse-Flaggschiff aus Stuttgart-Untertürkheim gepflegte optische Auftritt. Gegenüber seinem eher filigran anmutenden Vorgänger mutet der E fast schon grobschlächtig, wenngleich stattlich und präsent an. Das typische Vieraugen-Gesicht ist geblieben, wenn auch in deutlich modernerer Ausprägung.

Flüstern statt Brüllen lautet das Gebot der Stunde

Ähnlich viel Aktualität hätte man sich zweifellos auch in Bezug auf das doch sehr kastig gehaltene Sitzgestühl gewünscht. So bequem die auf Wunsch mit Massagefunktion, Belüftung, Heizung und Seitenwangenverstellung versehenen Fauteuils auch sein mögen – schick ist anders. Hingegen sind das Raumgefühl, die Ergonomie und Bedienfreundlichkeit sowie die Klimatisierung und der Komfort der neuen E-Klasse über jeden Zweifel erhaben.

Der schwäbische Viertürer ist bedingungslos familien- und langstreckentauglich – so viel steht fest. Letzteres gilt auch und besonders in Bezug auf das ungeheuer niedrige Innengeräuschniveau.

Selbst das bisherige Topmodell, der 388 PS starke 5,5-Liter-V8, erhebt zu keiner Zeit über Gebühr seine Stimme. Flüstern statt Brüllen lautet im Großserien-E das Gebot der Stunde. Entsprechend der angepeilten, zum überwiegenden Teil sehr soliden Klientel verfügt der mit dem Achtzylinder gekoppelte Siebengang-Automat zwar über drei verschiedene Schaltprogramme – Comfort, Sport und Manuell -, wirklich overrulen lässt sich das Wandlergetriebe jedoch nicht. Auch wer zum Gangwechsel die Schaltwippen am Volant bemüht, darf stets auf das automatische Hochschalten bei Annäherung an den Begrenzer und den Kickdown-Modus vertrauen. Wirklich autark schalten und walten dürfen E-Klasse-Piloten also auch im manuellen Modus nicht.

Der flotten Landstraßenhatz steht nichts im Weg

Andererseits besticht das neue Mercedes- Oberklasse-Modell mit einer für diese Gewichts- und Größenklasse durchaus ansprechenden Handlichkeit. Zwar lässt auch die Sport-Abstimmung des optionalen Luftfederfahrwerks eine klare Komfortorientierung erkennen, doch wabbeligweich agiert der Viertürer deshalb nicht. Der flotten Landstraßenhatz steht die Verbindlichkeit des neuen E jedenfalls nicht im Weg. Alles andere – mehr Härte, Potenz und Stimmgewalt – gibt‘s dann demnächst bei AMG.

Technische Daten
Mercedes E 500 Coupé
Grundpreis67.562 €
AußenmaßeLänge x Breite x Höhe4698 x 1786 x 1398 mm
KofferraumvolumenVDA450 L
Hubraum / Motor5461 cm³ / 8-Zylinder
Leistung285 kW / 388 PS (530 Nm)
Höchstgeschwindigkeit250 km/h
Beschleunigung 0-100 km/h5,6 s
Verbrauch10,9 L/100 km
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