Kleinwagenhersteller werden sich die Hände reiben: Seit die Politik die Autobauer an die CO2-Kandare nehmen will, haben sie einen Wettbewerbsvorteil. Hersteller großer Luxusautos hingegen kämpfen um so heftiger mit den Gesetzen der Physik, denn Größe und Gewicht gehen auf den Verbrauch. Das lässt sich nicht wegdiskutieren, allenfalls optimieren.
Die Aufgabenstellung für den F 700 war also klar: Das Gute im Format einer S-Klasse erhalten, aber möglichst mit dem Verbrauch eines Kleinwagens. 5,3 Liter auf 100 Kilometer - diese aufsehenerregende Botschaft trug der ziemlich exotisch gezeichnete F 700 von der letzten IAA in die Welt. Wie sich ein solches Auto fährt, dieses Erlebnis hatte Mercedes Außenstehenden bisher vorenthalten.
Vier Steuergeräte dirigieren unter der Haube
Aus gutem Grund: Die Übergänge zwischen den Betriebszuständen waren anfangs noch nicht so, wie sich das die Techniker vorgestellt hatten. "So wollten wir das Konzept der Öffentlichkeit nicht präsentieren", sagt Herbert Kohler, der leitende Antriebsforscher. Er meint damit jenes Diesotto-Motorenkonzept, das auf kleinen Hubraum plus Aufladung sowie zusätzliche Technik baut. Allein vier Steuergeräte braucht es, um das High-Tech-Konzert zu dirigieren. Da verwundert es kaum, dass die Forscher einige Zeit fürs Feintuning benötigten
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