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Mercedes G 280 CDI Edition 30.Pur im Fahrbericht

Erste Fahrt im Mercedes G-Klasse Sondermodell

12 Bilder

Zum Jubiläum gönnt Mercedes den Fans einen ganz besonderen G: die Edition.Pur. Bei der Geburtstagsfeier in Graz konnten wir jetzt die erste ausgiebige Ausfahrt unternehmen.

14.07.2009 Powered by

Acht Jahre dauerte die Durststrecke: Mit der Einstellung der zivilen Baureihe 461 ging für Privatkäufer eine Ära zu Ende. Von 2001 an wurden die spartanischen Nutzfahrzeug-Versionen des Mercedes unter den Geländewagen nur noch für kommunale Käufer und das Militär angeboten, als G 270 CDI Worker und G 280 CDI Worker.

Die Militärversion des G für zivile Käufer

Zum 30. Geburtstag der G-Klasse kehrt der Klassiker zurück: als Mercedes G 280 CDI Edition 30.Pur - eine etwas holprige Bezeichnung aus der Stuttgarter Marketingabteilung. Das Sondermodell kann man auf einen kurzen Nenner bringen: Hier kommt die Militärversion des G für zivile Käufer. Lässt man sich auf das Basismodell mit 16-Zoll-Bereifung in 225/75 ein, müssen selbst Kenner der Marke zwei Mal hinsehen, um den Neuwagen zu erkennen - das könnte auch ein außerordentlich gut erhaltener 460er-G sein, wäre da nicht das moderne Luftansaug-Gitter an der Flanke. Aufklärung gibt es beim Einsteigen - denn innen ist das Editionsmodell mit Airbag-Lenkrad, den modernen Transporter-Armaturen und dem Tastenfeld für Sperren und Untersetzung dann doch deutlich vom Ur-G entfernt, der noch in blankem Blech und mit dürrem Zweispeichen-Volant daher kam.

Dreiliter-Diesel mit 183 PS und diverse Offroad-Pakete

Unter der seit 30 Jahren gleichen Motorhaube turnt außerdem kein asthmatischer Saugdiesel mehr, hier kommt der aktuelle Selbstzünder zum Einsatz, der auch die zivilen 463er G 350 CDI antreibt. Im Edition.Pur ist der Dreiliter-Diesel auf 183 PS und 400 Newtonmeter begrenzt (G 350 CDI: 224 PS / 540 Nm). Bei aller Nostalgie lohnt es sich allerdings, in eines der beiden aufpreispflichtigen Offroad-Pakete zu investieren: Offroad-Paket 1 (8.330 Euro) beschert dem Puristen-G neben den praxistauglichen Geländereifen in 265/75-16 auf schwarzen Alus auch die kürzere 4,86er Achsübersetzung. Dazu gesellen sich die praktische Maulkupplung am vorderen Stoßfänger, Zurrösen im Laderaum, eine verstärkte, begehbare Motorhaube, Schutzgitter für Scheinwerfer und Blinker sowie die Zentralverriegelung. Das Offroad-Paket 2 (14.280 Euro) liefert zusätzlich unter anderem ein CD-Radio, elektrisch verstellbare Außenspiegel, Standheizung und Klimaanlage.

Das Fahrgefühl im Edition.Pur unterscheidet sich mehr vom unlängst abermals modellgepflegten 463er-G-Modell, als man meinen möchte. Es ist ein bisschen lauter, die Lenkung fühlt sich etwas leichtgängiger an, statt nach Leder duftet es nach Gummi-Fußmatten. Der gedrosselte Commonrail-Diesel geht trotz der Leistungsbeschränkung recht munter ans Werk, untermotorisiert ist das nicht. Der Verzicht auf die moderne Siebengang-Automatik bringt etwas längere Schaltpausen ein, bei flotter Kurvenfahrt ist mangels ESP noch eine kundige Hand am Lenkrad nötig, wenn der 2,5 Tonnen schwere lange Station fröhlich quietschend die Kurven kratzt.

Das echte Aha-Erlebnis kommt allerdings im Gelände - die erste Fahrprobe des Sondermodells fand unter anderem auf der legendären Teststrecke des Grazer Schöckl statt, wo bereits der Ur-G vor 30 Jahren malträtiert wurde. Die Schöckl-Teststrecke ist wie gemacht für den GDas wahlweise im manuellen Modus bedienbare Fünfgang-Getriebe verfügt im Gegensatz zur Siebengang-Automatik der aktuellen "zivilen“ Serien-G über eine Rückrollsperre, Anfahren am Hang gerät damit zum Kinderspiel. Gewöhnungsbedürftig ist die wasserdichte Folientastatur vor dem Schalthebel, mit der die drei Differentialsperren nach bewährter Logik (Mitte/hinten/vorne) aktiviert werden - da bedarf es ein wenig Zeit, um den richtigen Knopf blind zu finden. Die synchronisierte Geländeuntersetzung wird dort ebenfalls aktiviert, sie lässt sich wie seit jeher auch während der Fahrt zuschalten. Die Schöckl-Teststrecke ist wie gemacht für den G, beim geruhsamen Klettern über die Felsbrocken kann er genauso wie beim gestreckten Galopp bergab zeigen, was wirklich in ihm steckt: ein Traktionskünstler mit unverwüstlichem Fahrwerk, dem selbst gröbste Misshandlung nichts ausmacht. Da klappert nichts, da schlägt nichts durch. 960 Kilo maximale Zuladung sind eine Ansage, doch dem Edition.Pur nimmt man sofort ab, dass er auch mit insgesamt 3,5 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht problemlos auf direktem Weg von Graz nach Kapstadt fährt. Produktion des Mercedes G-Sondermodells  vorläufig bis Ende des Jahres verlängertUrsprünglich war geplant, das Editionsmodell bis August 2009 zu bauen. Doch die Nachfrage der Sammler, Fans und potentiellen Weltenbummler hat auch Mercedes überrascht: die Produktion wurde vorläufig bis Jahresende verlängert. Genug Zeit also, um den Kontostand zu überprüfen. Denn trotz Verzicht auf Leder und Command-System ist der Edition.Pur kein Fall für Schnäppchenjäger. Mindestens 59.381 Euro kostet das nackte Basismodell, in Vollausstattung (Offroad-Paket 2, Metallic, zweiflügelige Hecktür) trennen den dann 75.755 teuren Station gerade einmal 939 Euro vom zivilen G 350 CDI in Langversion. Auf Kunstleder-Sitze sollte verzichtet werdenEine klare Empfehlung gibt es dabei für den Sitzbezug: auf das Kunstleder sollte verzichten, wer nicht ständig in durchnässter, verdreckter Kleidung einsteigt. Der klassische Karo-Stoff ist nicht nur optisch ein Gewinn, das Kunstleder ist an warmen Tagen auch reichlich schweißtreibend. Beim Lack haben wir ebenfalls klare Favoriten: weiß oder Wüstensand-beige steht dem Jubiläums-G klar am besten, die Metallic-Lacke wirken längst nicht so authentisch.

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