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Mercedes GLC Coupé als Diesel, Benziner und Hybrid

Drei Motorvarianten für das SUV im Fahrbericht

Mercedes GLC 250 d 4MATIC Coupé, Diesel, 150 kW (204 PS) Foto: Mercedes 23 Bilder

Ein Vergleich von Plugin-Hybrid, Benziner und Diesel im neuen Mercedes GLC Coupé. Und warum der 250d unter dem Strich die beste Wahl für das SUV ist.

20.07.2016 Torsten Seibt Powered by

Mehr bezahlen, weniger bekommen, dieses Thema ist so alt wie die Erfindung des Coupés. Die ziemlich frische und von fröhlicher Diskussion begleitete Gattung der SUV-Coupés macht da keine Ausnahme. Der neueste Kandidat in dieser Grenzgänger-Kategorie, das Mercedes GLC Coupé, tritt künftig in gleich acht Versionen an, vier Diesel, drei Benziner, ein Plugin-Hybrid. Ab 49.444 Euro (GLC Coupé 250 4Matic) startet das im Vergleich zur GLC-Normalversion (ab 44.922,50 Euro) verlängerte, verbreiterte und niedriger bauende Coupé – das ist auch ausstattungsbereinigt ein hübsches Zusatz-Sümmchen.

GLC Coupé – welches nehmen?

Ein Systemvergleich der verschiedenen Antriebsvarianten liegt da auf der Hand, und nach der ersten Ausfahrt mit dem Top-Diesel standen nun drei weitere Optionen zum Check bereit, die sich charakterlich deutlicher unterscheiden, als es nach den Papierwerten den Anschein haben mag. Mit dem GLC 300 Coupé, GLC 250d Coupé und dem Plugin-Hybrid GLC 350 e Coupé ging es auf die Strecke.

Die größte Einschränkung gegenüber dem Standard-GLC erkauft sich der Coupé-Kunde beim Laderaum. Der ist zwar hinlänglich lang, jedoch außerordentlich flach, mit zwei Bord-Trolleys bereits gut gefüllt. Das macht deutlich: Familienurlaube bitte mit Dachbox oder einem anderen Fahrzeug. Wird das GLC Coupé überwiegend im Zweipersonenbetrieb eingesetzt, geht es etwas besser. Die eben umklappenden Rücksitzlehnen ergeben mit der hohen Laderaumfläche ein langes, aber immer noch niedriges Areal, um Sperrgepäck zu verstauen.

Bei der Übersichtlichkeit des Mercedes GLC Coupé genügt es als Aussage, dass zusätzlich zur serienmäßigen Rückfahrkamera das 360-Grad-Parkpaket (1.250 Euro) eine sehr empfehlenswerte Option ist. Damit wird das Mercedes GLC Coupé auf dem Bordmonitor zusätzlich aus der Vogelperspektive gezeigt und bei Bedarf selbsttätig eingeparkt. Speziell nach hinten erinnert der Ausblick eher an ein Stoffdach-Cabrio mit geschlossenem Dach.

Ebenfalls ein Kreuzchen auf dem Bestellformular wert: Das Dynamic Body Control-Fahrwerk mit verstellbaren Dämpfern. Über die Menüführung lassen sich fünf verschiedene Fahrprogramme mit Einfluss auf die Dämpfung aktivieren, um das Mercedes GLC Coupé je nach Tageslaune zu dynamisieren. Im Komfortmodus wird geflauscht und sanft gewiegt, perfekt auf langer Autobahnfahrt. Stramme Abstimmung hingegen in den beiden Sportmodi, ideal zum Kurvenräubern, allerdings mit spürbaren Komforteinbußen bei normaler Fahrt.

GLC 300 Coupé

Erster Kandidat für den Fahrcheck ist das Mercedes GLC 300 Coupé. Der Zweiliter steht mit 245 PS recht gut im Futter, ist aber letztendlich nur ein Fall für ausgewiesene Diesel-Hasser. Er geht zwar ganz ordentlich voran, allerdings ohne Ehrfurchts-Faktor. Im Sportprogramm wird beim Gangwechsel mit kernigem Auspuffrotzen Alarm gemacht. Und Gangwechsel stehen beim 300er oft an, wenn er zügig bewegt wird. Voll ausgedreht ein netter Antrieb, aber untenrum irgendwie blutleer. Zudem mag der bei hoher Leistungsabforderung angestrengt klingende Vierzylinder nicht so recht zum 300er-Typenschild passen.

GLC 350e Coupé Plugin-Hybrid

Wechsel in den Plugin-Hybrid Mercedes GLC 350e Coupé. Wo im normalen GLC Coupé das Notrad Platz findet, unter der Laderaumplatte, hat der Hybrid seine Lithium-Ionen-Akkus verstaut. Das schmälert das verfügbare Ladevolumen zusätzlich und gibt der Hinterachse 200 Extra-Kilo als Aufgabe mit auf den Weg. Und die sind im Fahrwerk spürbar, wenn das Heck im Vergleich zu den konventionellen Antrieben leicht wippig reagiert. Im rein elektrischen Fahrmodus soll bei voller Batterie eine maximale Fahrstrecke von 34 Kilometer drin sein, bis 135 km/h verspricht das Datenblatt im Stromermodus. Der Fahrer hat die Wahl zwischen verschiedenen Antriebsoptionen, kann beispielsweise Energie für eine Ortsdurchfahrt ansparen, den rein elektrischen Antrieb auswählen oder im Hybrid-Modus mit beiden Motoren eine Systemleistung von 320 PS aktivieren.

Letzteres liest sich dramatischer, als es im realen Fahrbetrieb ausfällt. Der Hybrid beschleunigt zwar durchaus bemerkenswert, leistet sich im forcierten Einsatz allerdings auch Komfort-Defizite etwa durch den minimal zeitverzögerten Einsatz des Verbrenners, was zu einem etwas ruckeligen Fahrempfinden führt. Der im Vergleich zu anderen Hybriden sehr starke Rekuperationseinsatz bei leichter Bremsbetätigung ist ebenfalls etwas gewöhnungsbedürftig. Durchaus überzeugend hingegen ist der rein elektrische, wenngleich entsprechend gemütlichere Fahrbetrieb. Preise hat Mercedes nocht nicht genannt, beim regulären GLC liegt der Aufpreis für die Hybridisierung des 250er Benziners bei rund 7.800 Euro.

GLC 250d Coupé

Womit wir den Fokus auf die überzeugendste Variante des neuen Mercedes GLC Coupé legen können, den Vierzylinder mit 2,14 Liter Hubraum im 250d. Zwar hat er nicht die komplette Wucht des Top-Diesel, doch dafür harmoniert er wunderbar mit dem SUV-Coupé. Das liegt an mehreren Faktoren. So ist die Geräusch- und Vibrationsdämmung ausgezeichnet, speziell von innen fällt es schwer, das Verbrennungsprinzip eindeutig zuzuordnen. Außerdem sind die 500 Newtonmeter Drehmoment früh versammelt und werden von der feinfühlig agierenden Neunstufen-Automatik wirkunsgvoll in Szene gesetzt.

Praktisch in jedem Tempo- und Lastzustand herrscht damit druckvoller Vortriebswille ohne übertriebene Krawalligkeit. Die homogene Leistungsentfaltung unterstützt dabei sowohl den genussvollen Cruiser als auch den ambitionierten Bergfex, tatsächlich lässt sich das GLC 250d Coupé bei Bedarf sehr dynamisch bewegen. Und weil das GLC Coupé im Grunde seines Herzens eigentlich doch eher ein Gleiter als ein Raser ist, steht der Vierzylinder-Diesel dem Naturell des Autos am besten. Angesichts des versprochenen Normverbrauchs von minimal fünf Liter und dem prozentual moderaten Aufpreis (1.200 Euro) gegenüber dem 34 PS schwächeren GLC 220d Coupé fällt es zusätzlich schwer, gegen diesen Motor zu argumentieren.

Technische Daten
Mercedes GLC Coupé 250 d 4MaticMercedes GLC Coupé 300 4MaticMercedes GLC Coupé 350 e
Grundpreis51.289 €54.800 €57.834 €
AußenmaßeLänge x Breite x Höhe4732 x 1890 x 1602 mm4732 x 1890 x 1602 mm4732 x 1890 x 1602 mm
KofferraumvolumenVDA500 bis 1400 L500 bis 1400 L350 bis 1250 L
Hubraum / Motor2143 cm³ / 4-Zylinder1991 cm³ / 4-Zylinder1991 cm³ / 4-Zylinder
Leistung150 kW / 204 PS (500 Nm)180 kW / 245 PS (370 Nm)235 kW / 320 PS (560 Nm)
Höchstgeschwindigkeit222 km/h236 km/h235 km/h
Beschleunigung 0-100 km/h7,6 s6,5 s5,9 s
Verbrauch5,0 L/100 km7,5 L/100 km2,5 L/100 km
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