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Spät kommt der Mercedes GLK, aber wohl nicht zu spät. Denn einerseits ist das Segment der kompakten Offroader mittlerweile gut besetzt. Andererseits ist dort von den Premium-Herstellern bislang nur BMW mit dem X3 vertreten. Toyota RAV4 und VW Tiguan spielen in einer niedrigeren Preisklasse und sind daher keine echten Konkurrenten. Der GLK hat dagegen das Zeug zum Rivalen.
Nicht zuletzt, weil zum Marktstart im Herbst ausschließlich Sechszylinder-Motoren angeboten werden. Unter 43.500 Euro ist der GLK vorläufig nicht zu haben, beim 220 CDI mit Vierzylinder-Diesel muss man sich noch bis zum Sommer 2009 gedulden. Mit gut 40.300 Euro ist man dann dabei.
Neun von zehn GLK werden nie ins Gelände fahren
Für die ersten Fahreindrücke stand ein GLK 350 mit 3,5-Liter-V6 zur Verfügung. Gegenüber dem Diesel hat er eine geringfügig größere Bodenfreiheit, nämlich 201 statt 187 Millimeter, denn die kompaktere Abgas-Anlage des Benziners ermöglicht 14 Millimeter zusätzliche Freigängigkeit. Aber sind die überhaupt nötig? Eher nicht, denn neun von zehn GLK werden wohl nie ins Gelände fahren.
Eigentlich schade, weil sich dort schnell zeigt, dass der kleine Allradler mehr mit dem urigen G-Modell gemeinsam hat als die kantige Form, die am Bug einen Böschungswinkel von 23 Grad, am Heck immerhin 25 Grad zulässt. Ausgerüstet mit AT-Bereifung arbeitet sich der GLK Steigungen hinauf und hinab, die man ihm kaum zugetraut hätte, und zwar ohne Reduktionsgetriebe oder mechanische Sperren im Antriebsstrang.
Kraxler-Attribute sind an Bord ohnehin dünn gesät. Nur wer das aufpreispflichtige Offroad-Paket bestellt, bekommt eine Bergabfahrhilfe und ein per Knopfdruck aktivierbares Geländeprogramm. Mit dem fährt der GLK weicher, das Gas spricht nicht ganz so spontan an. Zudem hält die Automatik die Gänge länger, und ABS und ESP greifen auf losem Grund anders ein. Auch ein Unterfahrschutz für den Motorraum gehört zum Paket.
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