Mercedes ML 250 Bluetec: Sparsamer Luxus-SUV im Fahrbericht

Mercedes M-Klasse, Front

In der dritten Generation ist die Mercedes M-Klasse dynamischer, aber auch sparsamer als der Vorgänger geworden. Vor allem der 500 Nm stemmende und die Euro 6-Vorschriften erfüllende Einstiegsdiesel begeistert.

Wer hätte gedacht, dass gerade ein Vierzylinder-Diesel in schweren Wagen wie dem neuen Mercedes ML der interessanteste Motor werden würde? 500 Nm Drehmoment machen es möglich, geliefert von einem nur 2,1 Liter großen Triebwerk. Bei einem angegebenen Durchschnittsverbrauch von sechs Liter/100 km dürfte der Einstiegs-Diesel ab 19. November zur meistverkauften Motorisierung werden.

Mercedes ML 250 Bluetec schiebt kraftvoll an

Bereits in der Mercedes S-Klasse hat der 2,1-Liter die Erkenntnis gebracht, dass kleiner Hubraum eine große Limousine ordentlich übers Land bewegen kann. Jetzt gelingt das Gleiche im Mercedes ML 250 Bluetec. Schon knapp über Leerlaufdrehzahl schiebt der SUV kraftvoll an, und die serienmäßige Siebengang-Automatik hält den Motor in seinem effektivsten Bereich. Tiefbassig, aber gut gedämmt, klingt er nach deutlich mehr Hubraum.

Erst wer das Gaspedal ganz niedertritt, zwingt den Vierzylinder in hohe Drehzahlen, was ihn angestrengt wirken lässt. Dann geht der ausgeglichene Charakter verloren, für den die dritte Generation der Mercedes M-Klasse steht und der sie erneut zu einem hochbauenden Reisewagen macht. Zumal dank exzellenter Dämmung Windgeräusche dezent im Hintergrund bleiben. Stolz sind die Entwickler vor allem auf die neue Dynamik-Kompetenz. Selbst ohne den optionalen Wankausgleich (3.689 Euro), der erst ab 2012 und dann nicht für den Mercedes ML 250 Bluetec lieferbar ist, wirft sich der große Brocken erstaunlich behände in die Kurve.

Keine deutliche Verbesserung beim Komfort

Eine ähnliche Verbesserung zum Vorgänger gelingt beim Komfort nicht - trotz Luftfederung (2.023 Euro), mit der die Testwagen bei der Präsentation ausgerüstet sind. Auf kurzen Bodenwellen fällt eine leichte Unruhe auf. Ein späterer Test wird zeigen, ob die serienmäßige Stahlfederung hier die bessere, weil auch billigere Wahl ist. Sparen lässt sich schließlich nicht nur beim Verbrauch.

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Marcus Peters

Autor:

auto motor und sport, Heft 20 / 2011

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