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Mini John Cooper Works Clubman (2017) im Fahrbericht

Groß, aber kein großer Sport mehr im JCW

Mini John Cooper Works Clubman Foto: Günter Schmied 26 Bilder

Der Mini Clubman ist ordentlich gewachsen – er ist nur knapp fünf Zentimeter kürzer und zwei Zentimeter schmaler als der neue Countryman. Was heißt das für die sportlichste Version, den John Cooper Works Clubman? Wir haben es in den österreichischen Alpen ausprobiert.

15.12.2016 Gregor Hebermehl 1 Kommentar

Der Clubman ist aktuell der größte John-Cooper-Works-Ableger und Du erkennst ihn an ein paar Details: Front- und Heckschürze sowie die Seitenschweller und der Heckspoiler sind modellspezifisch. Außerdem sind die Seitenblinker und der Hexagonal-Kühlergrill mit einem John-Cooper-Works-Logo versehen und er strahlt serienmäßig mit LED-Licht nach vorne und hinten. Rein in den Wagen!

Platzverhältnisse im Clubman nicht mehr mini

Der Innenraum des Clubman JCW ist stylisch und wirkt deutlich hochwertiger als bei der Vorgänger-Generation. Ein Schiebeschalter direkt unter dem zentralen Rundinstrument ist zum Verstellen der Fahreigenschaften da – Spritsparen, normal Fahren und sportliches Heizen stehen auf dem Programm. Ob der Schalter mehr kann, als nur die Display-Farbe zu verändern, zeigt sich später. Die Sitze machen bequem Spaß und sind keine brutal engen Sport-Zwingen. Mal sehen, wie sich das in schnellen engen Kartbahn-Minikurven auswirkt. Im Fond haben große Erwachsene Platz und 360 Liter Gepäck dürfen auch noch mit. Wird hinten die geteilte Rücklehne (40 zu 20 zu 40) umgelegt, passen bis zu 1.250 Liter Gepäck in das 4,25 Meter lange Auto.

Mini John Cooper Works Clubman
Mini John Cooper Works Clubman im Video 2017 1:09 Min.
Mini John Cooper Works ClubmanFoto: Günter Schmied
Der serienmäßige Allradantrieb hilft dem John Cooper Works Clubman auf allen Untergründen.

Go-Kart? Mini? Dieser Mini ist mit Lenor gewaschen

Mini fahren hieß bisher immer Kurven fahren, also freust Du Dich diebisch auf die nächste Biege. Aber was ist das denn? Sanft, um nicht zu sagen pomadig und mit leichter Seitenneigung zieht der Clubman ums Eck. Du glaubst es bis zur nächsten und zur übernächsten Kurve nicht, aber dann musst einsehen: Das ist der weichste John Cooper Works, den Du bisher gefahren bist. Ab auf die kurvige Schotterpiste – genau das Gleiche: Ausgewaschene Riffelwellen, Löcher und kleinere Steine: Der John Cooper Works Clubman bügelt sich mit Sanftmut über jede Unebenheit. Das macht nach einer Weile Spaß, schafft Vertrauen – ist aber für einen Mini ungewohnt. Sehr ungewohnt – echte Fans der alten Zackigkeit werden vielleicht sogar sagen – Mist.

Die Lenkung arbeitet präzise und direkt – in der Einstellung „Sport“ deutlich straffer als im Normalmodus. Aber: Das Lenkgefühl bleibt künstlich. Besonders stolz ist Mini auf die im John Cooper Works Clubman verbaute Vierkolben-Sportbremsanlage von Brembo. Aber auch hier wieder: Eine komfortable Arbeitsweise scheint den Ingenieuren wichtig gewesen zu sein, kämpferische Brems-Bissigkeit glänzt durch Abwesenheit. Trotzdem: Die Stopper verrichten ihr unaufgeregtes Werk auch bei intensiver, langer Kurvenräuberei untadelig.

Mini John Cooper Works ClubmanFoto: Günter Schmied
Geräumiger komfortabler Sportler: Der neue Mini John Cooper Works Clubman.

Unnachgiebig komfortabel

Als Herz sitzt unter der Fronthaube des John Cooper Works Clubman ein 2,0-Liter-Turbomotor. Dieser leistet zwischen 5.000 und 6.000/min 231 PS – 39 PS mehr als im Cooper S Clubman. Das maximale Drehmoment von 350 Newtonmeter liegt auf dem breiten Drehzahlplateau zwischen 1.450 und 4.500/min an, dem Cooper S müssen hier 300 Newtonmeter reichen. Wer den Leistungs- und Drehmomenten-Verlauf sehen will, kann im großen Rundinstrument die Sportanzeigen aufrufen: Der rechte Balken für die Newtonmeter klebt schnell und dauerhaft am oberen Anschlag.

In 6,3 Sekunden ist Tempo 100 erreicht – aber in diesem fast 1,5 Tonnen schweren Mini fühlt sich die Beschleunigung alles andere als brachial an. In der Vorgänger-Generation war das trotz geringeren Hubraums besser. Der neue 2,0-Liter-Vierzylinder arbeitet mit der Kombination aus TwinScroll-Turbolader und vollvariabler Ventil- und Nockenwellen-Steuerung auf der Einlass- sowie der Auslasssteite. BMW nennt das TwinPower-Turbo. Auf jeden Fall spürst Du trotzdem eine ganz leichte Anfahrschwäche. Ist diese überwunden, legt der JCW Clubman ordentlich los und knurrt dabei auch erfrischend. Der Sound röhrt innen markanter als außen.

Vielleicht hat das verzögerte Losstürmen aber auch mit dem Getriebe zu tun. Es standen nur Testwagen mit der aufpreispflichtigen Achtgang-Sportautomatik (2.100 Euro) zur Verfügung. Diese hat zwar immer den richtigen Gang parat und dreht die Gänge in der Einstellung Sport auch höher aus, aber sie erledigt ihren Job immer sanft. Sportliches Gänge-Reinknallen ist nicht drin. Per Schaltpaddles kannst Du eingreifen, aber das macht die Gangwechsel selbst nicht straffer. Serienmäßig schaltest Du im John Cooper Works Clubman mit sechs Gängen manuell – nach der Erfahrung mit dem Automaten die passendere Variante.

Mini John Cooper Works ClubmanFoto: Günter Schmied
"Macht Spaß, ist aber komplett anders als frühere Mini-John-Cooper-Works-Modelle.", so Redakteur Gregor Hebermehl zum neuen Mini John Cooper Works Clubman.

Super Allrad Serie

Der Grip passt beim JCW Clubman immer, schließlich ist Allradantrieb Serie. Deshalb graben sich die Reifen auch auf der gekurvten Schotterpiste gierig in den Staub, ohne durchzudrehen. Die elektronische Verteilung der Momente zwischen vorne und hinten sitzt auf trockenen, nassen und losen Untergründen gleichermaßen. Das immerhin ist ein Fortschritt gegenüber dem frontgetriebenen Vorgänger: Der Neue untersteuert nicht, wenn Du in Kurven früh aufs Gas gehst.

Fazit

Der neue Mini John Cooper Works Clubman ist ein Klasse Auto – ein Allrounder, der jedem gefallen möchte. Und genau daran muss sich der Mini-Fan gewöhnen: Das knallharte Go-Kart-Feeling wurde einer allgemeinverträglichen Gangart geopfert. Wahrscheinlich wird das sogar mehr Kunden ansprechen als bisher. Schade nur, dass Mini die Fahrmodi nicht stärker spreizt. So verdient selbst die Stellung Sport den Namen nicht. Hardcore-Fans bleibt nur der Gang zum Tuner – und selbst der dürfte mit der neuen Basis seine liebe Not haben.

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Neuester Kommentar

verständlich, das der Mini wachsen muss, in den dimensionen und in der anzahl an modellen, verständlich das nicht jeder kart fahren will, besonders nicht wer sich einen kompakt-kombi kauft, verkaufszahlen und testergebnisse werden dies auch ausgiebig belohnen, zumindest am anfang.
wenn aber vom Mini-gedanke nur ein bisschen design übrig bleibt, und von JCW nur vielleicht die leistungsdaten und ein bisschen ausstattung, wie lange kann man vom ehemaligen image zehren?
es ist derselbe (ja, perfektes wort) mist, was BMW als hauptmarke treibt, traditionellen tugenden zertreten, ob das auf lange sicht gut geht?
wieso sollte man sich einen teuren BMW oder Mini kaufen, wenn der unterschied bald nur noch im design liegt?
ich bin gespannt auf den Rolls Royce mit VRA und vierzylinder für den D-segment, es kann nicht mehr lange dauern...

naja... 16. Dezember 2016, 18:47 Uhr
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