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Mitsubishi iMiev

Elektrisch unterwegs

Foto: Bernhard Schoke 9 Bilder

Erste Tests der Elektrovariante des iMiev gab es bereits in Japan und den USA. Nun hatte auch auto motor und sport die Gelegenheit den umweltfreundlichen Mitsubishi-Mini zu fahren.

07.10.2008

Ein rundliches kleines Gefährt, das wirkt wie eine viersitzige Ableitung des Ur-Smart: In dieser Form ist der Mitsubishi i seit vorletztem Jahr in Japan zu haben. Zunächst gab’s das Auto ausschließlich mit einem kleinen 660-cm³-Motörchen. Nun soll die Elektrovariante folgen.

Das einfachst ausgestattete Auto hat tatsächlich vier Türen und vier Sitze, wobei die Sitzlehne hinten mittig geteilt ist und sich flach umklappen lässt. Vorn hat selbst ein 1,90-Meter-Mensch erträglich Platz, hinten geht es für ihn gerade so, wenn er den Kopf einzieht. Der Kofferraum ist winzig, Zugang hat man über eine nach oben öffnende Heckklappe. Das Cockpit ist denkbar einfach ausgestattet und gibt keinerlei Rätsel auf. Angezeigt werden der Batterie-Ladezustand, die Laufleistung und das Tempo, wobei über dem Tachometer ein weiterer Zeiger die Batterieentladung nachvollzieht. Aber es ist ein Rechtslenker.

Ein Knopfdruck und er ist bereit


Ein Knopfdruck und im Display meldet sich der Mistubishi als: ready. Und es bleibt zunächst ganz leise, ein Benzin- oder Dieselmotor springt bei ihm nicht an, denn der i-MiEV ist ein reines E-Mobil. Der, sagen wir mal nicht ganz glücklich gewählte Name steht für: Mitsubishi innovative Electric-Vehicle.

Angesichts des niedrigen Wagengewichts von nur rund einer Tonne hat der Elektromotor unter der vorderen Haube leichtes Spiel: Der Tritt auf das MiEV-Gas-, pardon Fahrpedal sorgt für einen Aha-Effekt, denn der Permanentmagnet Synchronmotor stellt sein volles Drehmoment mit der ersten Umdrehung parat, darum geht es spontan, frei von jeder Anfahrverzögerung, los. Durchaus munter übrigens, denn 180 Newtonmeter Drehmoment stehen parat – zum Vergleich:ein 90-PS-TDI mobilisiert 210 Nm. Mehr als 8.500/min dreht die E-Maschine nicht, das ist sehr wenig, selbst im Vergleich zu Verbrennungsmotoren, schließlich lässt der Vierzylinder des Honda S 2000 9.000/min zu, bevor der rote Bereich auf seinem Drehzahlmesser beginnt.
Blitzartig beschleunigt das Auto hoch

Geradezu blitzartig beschleunigt das Auto hoch, bleibt in der Pylonengasse erstaunlich gelassen und kommt mit keineswegs so viel Seitenneigung daher wie befürchtet. Kein Wunder, das 200 kg schwere Lithium-Ionen-Batteriepack sitzt vorn unter dem Fahrzeugboden, das sorgt für eine tiefe Schwerpunktlage. Die elektrische Lenkung wirkt eher komfortabel als sportlich-zielgenau; hier muss noch nachgebessert werden. Die Bremsen machten indes einen zufriedenstellenden Eindruck, hier bedarf es aber eines Straßentest, um ein endgültiges Urteil fällen zu können.

Sehr leise ist der MiEV und maximal 130 km/h schnell, nutzt man die hohe Geschwindigkeit aus, verringert sich die im Li-Ion-Akku gespeicherte Energie von 16 kWh allerdings sehr zügig. Wer die von Mitsubishi ermittelten 160 km Reichweite voll ausschöpfen will, sollte daher mit leichtem rechten Fuß unterwegs sein. Für Sparfüchse bietet das E-Mobil eine Eco-Fahrstufe, die sich am Automatik-Wählhebel einstellen lässt. Die Leistung des 47 kW-Motors wird dann auf 18 kW (25 PS) beschränkt. Das klingt nach erschütternd wenig, reicht aber im städtischen Verkehr zum Mitschwimmen und spart kräftig Strom. In Notsituationen lassen sich auch im Eco-Modus per Kickdown 32 kW (44 PS) mobilisieren. Mitsubishi hat ermittelt, dass die Energiekosten für 100 Kilometer Fahrstrecke im MiEV bei rund einem Drittel des konventionell angetriebenen Bruder liegen.

Geladen wird die Batterie beim Bremsen und an der Steckdose

Geladen wird die Batterie beim Bremsen und an der Steckdose – wobei zwei verschiedene Lademöglichkeiten bestehen: Entweder an der normalen Haussteckdose in sieben Stunden oder zu 80 Prozent in 25 Minuten an einer Schnellladestation.

Noch ist der MiEV aber ein Prototyp und Mitsubishi will nicht nur die elektrischen Verbraucher optimieren, sondern vor allem die Reichweite vergrößern. Schon heute fühlt sich der Kleinwagen allerdings seriennah an. Mitte 2009 gehen die ersten Elektroautos zur Kundenerprobung auf den japanischen Markt, dann soll die Stückzahl sukkzessive auf 6.000 bis 8.000 Einheiten jährlich steigen. Dann wird eine kleine Zahl dieser Autos auch nach Europa kommen, zu Preisen, die dreimal höher liegen als der des Mitsubishi i mit Benzinmotor. Bleibt zu hoffen, dass der Verkaufspreis von rund 30.000 Euro staatlich bezuschusst wird. Denn wenn es ein wirklich sauberes Auto gibt, dann dürfte es etwa so aussehen wie der i-MiEV.

Technische Daten
Mitsubishi i-MIEV
Grundpreis29.300 €
AußenmaßeLänge x Breite x Höhe3475 x 1475 x 1610 mm
KofferraumvolumenVDA227 bis 860 L
Leistung49 kW / 67 PS (180 Nm)
Höchstgeschwindigkeit130 km/h
Beschleunigung 0-100 km/h15,9 s
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