Nissan Almera

Mit teutonischen Tugenden soll sich der neue Nissan Almera in der Golf-Klasse durchsetzen. Er wurde in Europa entwickelt, wird in England gebaut und will eins nicht sein: ein typischer Japaner.

in durch und durch europäisches Auto sollte er werden, der neue Almera, der nach nur viereinhalb Jahren seinen Vorgänger ablöst. Gebaut wird er in dem modernen und effizienten britischen Vorzeige-Werk Sunderland, wo auch Primera und Micra vom Band rollen. 645 Millionen Mark hat Nissan in neue Fertigungsanlagen des Golf-Konkurrenten gesteckt.

Er basiert auf einer neuen Plattform, auf der auch die in Japan gebaute Stufenheck-Variante und der in Barcelona produzierte Minivan Tino aufbauen. Beide sollen das deutsche Almera-Programm im Sommer 2000 erweitern. Zunächst gibt es nur die Schrägheck-Limousine mit zwei und vier Türen.

Bei unverändertem Radstand (2,53 m) legte der neue Kompaktwagen rundum ein wenig zu, in der Länge wuchs er mit 4,4 Zentimetern am
stärksten. Davon profitieren Personen und Gepäck, wobei man allerdings von dem Zuwachs keine Wunder erwarten darf. Die in dieser Klasse gestellten Anforderungen erfüllt er allemal, vorn bietet er sogar ein großzügiges Raumangebot.

Im Vergleich zu seinem Vorgänger kommt der neue Almera erwachsener daher, was er vor allem seiner etwas kräfti-geren Statur zu verdanken hat. Speziell aus der Heckperspektive wirkt er mit breiter Hüfte und großen Heckleuchten sehr bullig. Eine interessante Note offenbart sein Profil mit der wellenförmigen Dachlinie, die ab der B-Säule sanft abfällt und zum Ende hin wieder ansteigt.

Der positive Eindruck setzt sich im Innenraum fort. Man merkt auf Anhieb, dass sich die Designer sehr viel Mühe gegeben haben, durch die Verwendung hochwertig wirkender, ­angenehm anzufassender Materialien und deren farbliche Abstufung ein freundliches, angenehmes Ambiente zu schaffen. Es sprengt den in dieser Klasse üblichen Rahmen deutlich.

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Werner Schruf

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