Nissan Maxima QX 2,0

Anders sein macht einsam, auch wenn man sich an die Spielregeln der gehobenen Klasse hält. Im neuen Nissan Maxima QX muss man zwar auf einen großen Namen, aber sonst auf wenig verzichten.

Der erste Kontakt gleicht einem Déjà-vu: Der zweite Aufguss des Maxima QX ähnelt dem Vorgänger so, als läge hier lediglich ein Facelift vor. Weit gefehlt – zumindest die Karosserie des Nissan-Topmodells ist völlig neu, die Technik in vielen Details weiterentwickelt. Dennoch dreht sich keiner nach der unauffälligen Limousine um, was offenbar besonders reifere Menschen zu schätzen wissen, die sich und anderen nichts mehr beweisen müssen.

Für sie ist der neue Maxima gedacht, der nicht nur Souveränität und Gelassenheit bietet, sondern sie zugleich von seinen Käufern fordert. Denn das Pres-tige eines großen Namens gibt es zum Spartarif (ab 46 900 Mark) ebensowenig wie Sidebags hinten, ESP oder eine Antriebs-Schlupfregelung, die vor allem die Dreiliter-Variante gut gebrauchen könnte. Auch Navigationssystem und Einparkhilfe sind erst später lieferbar, doch ansonsten zeigt sich die Ausstattung erfreulich komplett.

Üppig bemessen sind vor allem die Dimensionen. So wuchs die Länge gegenüber dem Vorgänger um 15 Zentimeter auf 4,92 Meter, der Radstand von 2,70 auf 2,75 Meter. Das bringt neben einer größeren Beinfreiheit vorn wie hinten 80 Liter mehr Kofferraumvolumen (520 Liter), das sich zudem dank der breiteren Ladeöffnung besser nutzen und mittels einer – allerdings kleinen – Durchreiche und der geteilt umklappbaren Rücksitzlehnen nochmals erweitern läßt.

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Bernd Stegemann

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