Während die Verkaufszahlen für Offroader, die Fahrer mit Stahl im Rückgrat erfordern, zurückgehen, boomt der Markt für so genannte Soft-Allradler mit Komfort. Diesen Käuferkreis möchte Nissan mit dem 74.900 Mark teuren Pathfinder des Jahrgangs 2001 verstärkt ansprechen.
Neuer Motor: 3,5-Liter-V6 mit 220 PS
Nach dem bereits rund eineinhalb Jahre zurückliegenden Facelift stand jetzt der Motor zur Überholung an. Ab Januar kommt statt des 3,3-Liter-V6 (150 PS) ein 3,5-Liter mit 220 PS zum Einsatz, der im Prinzip aus dem Maxima QX bekannt ist. Für den Betrieb im knapp zwei Tonnen schweren Geländewagen wurden Bohrung und Hub vergrößert und das Motormanagement überarbeitet.
Der sehr geschmeidig und vibrationsarm laufende Vierventiler ist ausschließlich mit einer weitgehend ruckfrei schaltenden Vierstufenautomatik lieferbar. Diese Kombination trägt maßgeblich zum vorherrschenden Komforteindruck bei, der von der schluckfreudigen Federung untermauert wird.
Lamellenkupplung als Kraftverteiler
Technisch unterscheidet sich der Nissan vom durchschnittlichen Boulevard-Geländewagen, denn er lässt die Wahl zwischen Zwei- oder Vierradantrieb und erlaubt sogar das Zuschalten einer Geländereduktion. Zwischen beiden Achsen sitzt zudem eine Lamellenkupplung, die bei auftretendem Schlupf sukzessive einen Teil der Kraft an die Vorderräder weiterleitet und voll sperrbar ist.
Angesichts der üppigen Außenmaße erscheint jedoch die Raumausnutzung des Geländewagens verbesserungswürdig. Große Personen stoßen mit dem Scheitel an das serienmäßige Schiebedach, und für die Beine ist ebenfalls wenig Platz vorhanden. Komfortmindernd wirken sich zudem die Windgeräusche bei schneller Autobahnfahrt aus.




