Nur 1,67 Euro im Monat zahlt ein Pixo-Besitzer an den Fiskus – ein echter Steuer-Freu-Betrag. Denn auch ohne besondere Spartechnik bleibt er mit 103 g CO2/km weit unter der Freibetragsgrenze von 120 g – es fällt nur der Sockelbetrag von zwei Euro/100 cm³ an – macht 20 Euro im Jahr.
ESP kostet im Nissan Pixo Aufpreis
Niedrige Kosten sind die Stärke des Japaners indischer Herkunft. Suzuki baut den Nissan zusammen mit dem bis auf kleine Details baugleichen Alto bei Neu-Delhi. Bei 7.990 Euro startet der Pixo – 910 Euro unter dem Alto, allerdings ohne Zentralverriegelung und elektrische Fensterheber. Beides mag entbehrlich sein, ESP und seitliche Kopfairbags sind es nicht. Die gibt es beim Nissan nur in der 1.200 Euro teureren Linie Acenta – und auch dann nur für 590 Euro extra.
Nissan Pixo mit schwachen Bremsen aber vielen Alltagstalenten
Zu den sicheren Kleinstwagen gehört der Pixo selbst damit nicht, verspricht er doch keine bessere Unfallsicherheit als der Alto (zum Suzuki Alto-Einzeltest), der beim Euro- NCAP-Crashtest nur drei von fünf Sternen erhielt. Zudem schränken die zwar standfesten, aber nur mäßig verzögernden Bremsen seine Eignung zum Vollwertauto ein. Ansonsten mangelt es dem gut dreieinhalb Meter kurzen Viersitzer nicht an Alltagstalenten. Fahrer und Beifahrer bringt er für das Wagenformat geräumig und auf bequemen Sitzen unter. Auch das Platzangebot im Fond liegt auf Klassenniveau, ohne ein für Erwachsene besonders erstrebenswerter Aufenthaltsort zu sein.
Besser als zum Sitzen eignet sich die Rückbank zum Umklappen, denn den kleinen Kofferraum überfordern schon zwei größere Rucksäcke. Liegen die Rücksitzlehnen flach, entsteht eine ebene Fläche, das Ladevolumen versechsfacht sich auf 774 Liter.
Der Pixo-Dreizylinder läuft rau und verlangt nach Drehzahlen
Nur einen Liter Hubraum hat der Dreizylinder. Der herbe Leerlauf des aufwendig konstruierten Alu-Triebwerks mit vier Ventilen pro Zylinder und zwei obenliegenden Nockenwellen schüttelt das kleine Auto durch. Mit der Durchzugskraft im hohen Gang ist es nicht weit her, erst bei 3.400/min liegt das maximale Drehmomentchen von 90 Nm an. Dafür dreht der nach Euro 5 abgasgereinigte Motor quirlig bis über 6.000 Touren. So kommt der Pixo flott voran, auch wegen der gut abgestuften, über den kurzen Schalthebel präzise schaltbaren Fünfgangbox – bei Vollgas auf der Autobahn geht dem Tacho fast die bis 180 km/h reichende Skala aus.
Der Nissan Pixo prädestiniert sich als Stadtauto
Ebenso erfreulich wie das Temperament des Nissan Pixo sind das niedrige Geräuschniveau und der geringe Verbrauch. Der Pixo wuselt sicher und dank der präzisen Lenkung sowie der straffen Federung gar ein bisschen ambitioniert über Landstraßen, federt aber herb über kurze Unebenheiten. Wohler fühlt er sich im urbanen Mikrokosmos, zwängt sich bei der Parkplatz-Safari in winzige Lücken. Dabei wirkt er zumindest in der Stadt so erwachsen wie ein viel größeres Auto.




