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Geht es nur um die Verkaufszahlen, haben Nissan und VW bei Qashqai und Tiguan wohl alles richtig gemacht. Denn beide sind fest etablierte Größen unter den Top 50 und zugleich die bestverkauften SUV auf dem deutschen Markt. Dabei sind sie technisch weder besonders aufwendig noch wirklich geländetauglich. Im Gegenteil.
Keine echten Geländewagen
Wer auf der Nissan-Homepage nach dem Qashqai sucht, wird nicht etwa in der Kategorie 4×4 fündig, sondern bei den Pkw. Tatsächlich sind seine Geländewagen-Attribute schnell aufgezählt: Allradantrieb, zuschaltbar - das war’s. Gegen Aufpreis gibt es noch einen Unterfahrschutz für die Front (124 Euro) und das Heck (143 Euro). Immerhin darf bis zehn km/h Geschwindigkeit auf losem Untergrund mit geblockter Lamellen-Kupplung zwischen Vorder- und Hinterachse gefahren werden. Die verteilt im Normalfall die Antriebsmomente variabel zwischen beiden Achsen.
Allerdings ist auch der Tiguan kein Geländewagen. Schon gar nicht, wenn er in der Variante Sport & Style gewählt wird, deren tiefer gezogene Frontschürze den Böschungswinkel (18 Grad) gegenüber der Version Track & Field (28 Grad) ganz erheblich verschlechtert. Der Tiguan kommt von Haus aus mit einem automatisch zuschaltenden Allrad-Antrieb, bei griffiger Straße ist er jedoch als Fronttriebler unterwegs. Wer es ein bisschen rustikaler mag, bekommt für 195 Euro einen Motor-Unterfahrschutz und für 94 Euro ein Offroad-Technik-Paket.
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