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Fahrbericht Nissan X-Trail 1.6 dCi

Kompakt-SUV mit kleiner Anfahrschwäche

Nissan X-Trail 1.6 dCi 2WD, Frontansicht Foto: Nissan 21 Bilder

Mit der dritten Version des einst so beliebten X-Trail zieht sich Nissan raus aus der kundenarmen Offroad-Nische und stellt dem Qashqai einen größeren Bruder zur Seite.

02.07.2014 Michael von Maydell

Zack. Wieder einer weg. Wieder verlässt ein kantiger Geländewagen den Markt, macht Platz für einen gefälliger geformten SUV, immer auf der Jagd nach Kunden. Im Falle des Nissan X-Trail vermutlich nach all jenen, denen der Qashqai zu klein ist. Denn auch wenn der neue X-Trail weiterhin auf seinen alten Namen hört, ist er letztlich ein Qashqai Maxi.

Ein Diesel muss im Nissan X-Trail reichen

So basiert der Nissan X-Trail nicht nur auf dessen Plattform, er wartet auch mit dem gleichen, hochwertig ausgeführten Cockpit samt großen Ablagen, cleverem Nissan-Connect-Infotainment, sämtlichen Fahrerassistenzsystemen und LED-Scheinwerfern auf. Der größte Unterschied zum 27 Zentimeter kürzeren Qashqai findet sich daher im sehr geräumigen Fond. Hier können sich die Passagiere auf einer weichen, um 26 Zentimeter längs verschiebbaren Rückbank rekeln. Dahinter ist Platz für einen 550 Liter großen Laderaum, der sich mittels zusätzlicher Böden auch vielfach horizontal teilen lässt. Maximal packt der komfortabel abgestimmte Nissan sogar 1.982 Liter weg. Wer gelegentlich zwei Kinder extra mitnehmen möchte, der kann zudem zwei weitere, im Unterboden versteckte Sitze ordern (800 Euro). Sind sie ausgeklappt, reduziert sich das Ladevolumen allerdings auf 135 Liter.

Freunde wuchtigen Vortriebs werden mit dem mindestens 26.550 Euro teuren Nissan X-Trail zurzeit nicht glücklich, denn Nissan bietet ausschließlich einen 1,6-Liter-Diesel (130 PS) an. Erst 2015 folgt ein 190 PS starker Turbobenziner. Bis dahin legt sich der dCi nach einer kurzen Anfahrschwäche ordentlich ins Zeug, an Steigungen oder bei voller Beladung (bis zu 2,2 Tonnen) geht dem 320 Nm stemmenden Selbstzünder aber doch schnell die Puste aus. Immerhin belässt er es bei einem Normverbrauch von 4,9 l/100 km. Die Allradvariante (2.000 Euro Aufpreis) benötigt 0,4 Liter mehr.

Über ein Drehrad kann der Fahrer hier zwischen Frontantrieb, automatischer Kraftverteilung und permanentem Allrad wählen. Rund die Hälfte aller künftigen Nissan-X-Trail-Kunden, so Nissan, wird zum 4WD greifen. Vermutlich auch die, die den kernigeren Vorgänger vermissen werden.

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