Opel Astra OPC: Glut in Form

Mit dem 240 PS starken, turbogeladenen Astra OPC gießt Opel eine mächtige Portion Super Plus ins Feuer des Sportler-Duells der Kompaktklasse. Damit dürfen Opel-Fans ihre weiß-gelben Fahnen wieder ausrollen. Vergessen die Zeit, in der sie sich von GTI, RS und Type-R bügeln lassen mussten.

Opel-Fans dürfen ihre weiß-gelben Fahnen wieder ausrollen. Vergessen die Zeit, in der sie sich von GTI, RS und Type-R bügeln lassen mussten. Der Astra OPC geht ab Werk mit einer Entschlossenheit an den Start, die man in letzter Zeit nur von der Konkurrenz kannte – oder mühevoll selbst nachrüsten musste.

Mit zackig-muskulöser Kunststoff-Beplankung, mittig abgehendem Auspuffrohr, 18-Zoll-Rädern sowie einem kokonartig engen, schwarz gehaltenen Innenraum plus zupackenden Recaro- Sportsitzen markiert der Top-Astra sein Revier. Serienmäßig. Sogar den Bremsenlack kann sich der Hardcore-Fan sparen: Zwischen den Speichen der Alu-Räder blinzeln blaue Sättel, die 320er-Scheiben vorn und 278er hinten in die Zange nehmen. Und sich nicht einmal bei rasanten Rennstrecken-Törns von ihrer zupackenden, standfesten Art abbringen lassen.

Kein Wunder, schließlich proklamiert Opel die Nürburgring- Nordschleife als OPC-Heimat. Folgerichtig gibt sich der Zweitürer auf der knapp 21 Kilometer langen Berg-und-Tal-Bahn mit ihren tückischen Kuppen, Bodenwellen und vertrackten Kurvenkombinationen neutral und kalkulierbar. Auf Landstraßen und Autobahnen ebenfalls: Gegenüber dem Normal-GTC um 15 Millimeter tiefergelegt, kann der OPC serienmäßig auf seine elektronische Dämpferverstellung (IDS Plus) zählen, die unter anderem mit ESP und Traktionskontrolle vernetzt ist.

Kommandiert von einer präzisen Lenkung, tendiert der straff abgestimmte Astra weder zu auffälligem Unternoch Übersteuern, hält sogar einen im Alltag hilfreichen Restkomfort bereit. Unter der Haube steckt dafür ein wilder Hund: Per erhöhten Ladedruck, verbesserte Ladeluftkühlung und größere Einspritzdüsen angefacht, reißt der Zweiliter- Turbo unter energisch anschwellendem Laderrauschen mit der Wucht von 240 PS und 320 Newtonmetern an. Vibrationen und Brummfrequenzen künden dabei vom Verzicht auf Ausgleichswellen zugunsten eines agileren Ansprechens, während sich beim Beschleunigen Ausläufer der eruptierenden Leistung bis in die Lenkung schmuggeln.

Aber was wäre ein glühender Sportler ohne feurigen Beigeschmack?

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Jörn Thomas

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