So konnte es ja nicht weitergehen. Die Jungs von der Polo-Kamarilla posen mit ihren 150-PS-GTI, debattieren an der Nachttanke über dessen 180 PS starke Cup- Variante – und die Opel-Gang wälzt sich albtraumgeschüttelt in ihrer Blitz-Bettwäsche. Mussten sie mit dem stärksten Corsa bis dato doch tatsächlich an die Dieselsäule nageln.
Ein 1.7 CDTi mit 125 PS als Leistungsträger? Das geht gar nicht. Doch Erlösung naht, die Sportdependance OPC rüttelt die Fans wach. Wie üblich legt die fixe Truppe den geschmacklichen Grenzbereich dabei großzügig aus, appliziert szeneübliche Spoiler und Schweller, OPC-Spiegel, 17 Zoll-Räder sowie einen Diffusor samt mittig platziertem dreieckigem Auspuffendrohr.
Als Treibsatz für den Zweitürer dient ein turbogeladener 1,6-Liter-Motor, als 180-PS-Variante bereits aus dem Meriva OPC sowie dem jüngst gelifteten Astra bekannt. Erfüllt er im Astra noch einen Downsizing-Auftrag mit ökonomisch- kultiviertem Habitus, darf er im Corsa – mittels verändertem Ansaug- und Auspufftrakt auf 192 PS frischgemacht – ungeniert brummen, stimulierend vibrieren, mit dem Lader schnarren. Und mittenmang ins Rudel der Spätbremser stechen.
Opel Corsa OPC: Traum-Kapsel
Opel-Freaks, aufwachen. OPC zündet den Corsa mit 192-PS-Turbomotor. Erster Fahrbericht mit Messwerten.
Autor: Jörn Thomas



