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Fahrbericht Opel Insignia Grand Sport (2017)

So fährt die Mittelklasse-Fließheck-Limousine

Opel Insignia Foto: Wolfgang Groeger-Meier 21 Bilder

Der neue Opel Insignia darf gefahren werden, ungetarnt, so wie er ab 24. Juni beim Händler steht. Als erstes will die Fließheck-Limousine mit dem neuen 1.5-Turbo-Benziner zeigen, das künftig kein Weg in der Mittelklasse an ihr vorbei führt.

16.03.2017 Jens Dralle 6 Kommentare

Opel InsigniaFoto: Wolfgang Groeger-Meier
Der Insignia macht es seinem Fahrer wirklich leicht, mit ihm klar zu kommen.

10 Dinge, die uns bei der ersten Fahrt aufgefallen sind.

  1. Die Agilität: Wer glaubt, dass eine Mittelklasse-Limousine in etwa so frisch fährt wie Brot vom Vortag, sollte sich einen Ausflug mit dem Insignia gönnen. Der mit optionalen 18-Zoll-Rädern ausgerüstete Testwagen fegt überraschend neutral und mit nur wenig Seitenneigung durch Kurven, die Lenkung vermittelt dabei viel Rückmeldung, arbeitet zudem angenehm leichtgängig.
  2. Der Federungskomfort: Tja, was soll man sagen. Geht so. Hat Opel offenbar der Dynamik geopfert. Und irgendjemandem haben sie auch die adaptiven Dämpfer geopfert. Die sind jedenfalls nur noch für die Topmodelle erhältlich. Kann sein, dass Sie mit der straffen Abstimmung zurechtkommen. Wird aber mindestens genauso viele Interessenten geben, die damit ein Problem haben.
  3. Die Ergonomie: Analoge Instrumente, ein großer, gut ablesbarer Monitor, ein ordentlich positionierter Schalthebel, sehr bequem gepolsterte, vielfach verstellbar, wenngleich aufpreispflichtige Sitze – der Insignia macht es seinem Fahrer wirklich leicht, mit ihm klar zu kommen.
  4. Der Motor: Nun, an dem ist uns eigentlich nichts aufgefallen. Was ja wiederum auch ganz gut ist. Das Triebwerk mit 165 PS und 250 Nm könnte laut Opel zum Liebling der Kunden werden, weil es gute Fahrleistungen (0-100 km/h in 8,9 Sekunden, 222 km/h Höchstgeschwindigkeit) mit niedrigem Verbrauch (5,7 L/100 km) kombiniere. Zwischen 2000 und 4000 Umdrehungen lässt sich das 1,5-Liter-Aggregat zu einem Temperamentsausbruch hinreißen, mag aber lieber im großen Gang herumtrödeln, dann brummelt er auch nicht so.
  5. Das Gewicht: Damit es der Vierzylinder-Turbo nicht so schwer hat, holte Opel viel Masse aus dem Insignia. Die neue Architektur verspricht ein bis zu 175 Kilogramm geringeres Leergewicht. Der Testwagen ist mit 1440 kg angeben – 131 kg als ein vergleichbar ausgestattetes Vorgängermodell. Soweit die Werksangaben. Wir wiegen demnächst nach.

    Opel InsigniaFoto: Wolfgang Groeger-Meier
    Der Insignia macht es seinem Fahrer wirklich leicht, mit ihm klar zu kommen.

  6. Das Platzangebot: Ja, von einer Limousine mit rund 4,90 Meter Länge und 2,83 Meter Radstand kann man schon ein bisschen was erwarten. Der Insignia liefert, bietet viel Platz auch für groß gewachsene Passagiere – denen im Fond nur der Dachhimmel etwas zu nahe kommt. Bis zu 1440 Liter Laderaum.
  7. Die Ausstattungsdetails: Opel behauptet ja gerne, Oberklasse-Features fürs Volk anzubieten. Bitteschön: Matrix-LED-Scheinwerfer, Head-Up-Display, Spurhalte-, Ein- und Ausparkassistent, 360-Grad-Kamera, Abstandsregeltempomat, Verkehrszeichenerkennung und noch Dies und Das.
  8. Das Preisgefüge: Ein Insignia in üppiger Business Innovation-Ausstattung mit 165 PS-Motor kostet 32.950 Euro. Inklusive Matrix-Scheinwerfer, AGR-Sitze mit Lederpolster, Navigationssystem und Abstandsregeltempomat. Da kommen nicht mehr viele mit.
  9. Das Corvette-Detail: Wer den Insignia mit Head-Up-Display bestellt – dessen Anzeige übrigens wirklich gut positioniert ist – bekommt ein Detail aus dem Sportwagen Chevrolet Corvette mitgeliefert. Die Tasten für die Einstellung des Displays sind identisch. Und wirken schon bei der Corvette unwürdig billig.
  10. Die Optik: Nein, wir lassen uns nicht zu einer Design-Kritik hinreißen, das muss jeder mit sich selbst ausmachen. Während der Fotoproduktion allerdings fiel auf, dass viele Passanten Interesse am neuen, großen Opel zeigten.

Fazit

Einen kleinen Agilitäts-Künstler haben sie also da auf die Räder gestellt. Korrigiere: Einen ziemlich großen. Das gilt sowohl für das dynamische Handling als auch für die Abmessungen. Letztere rechtfertigt der Insignia mit seinem geräumigen Interieur.

Das sportliche Fahrverhalten jedoch erfordert zu viele Kompromisse beim Federungskomfort. Etwas mehr davon täte dem Grand Sport gut, zumal es der neue Vierzylinder-Turbomotor auch eher entspannt angehen lässt. In dem Zusammenhang ungeschickt: Zum Insignia lassen sich viele oberklassige Features zubuchen, aber die adaptiven Dämpfer, die einen besseren Komfort versprechen, sind nur mehr für die Topmodell zu haben.

Technische Daten
Opel Insignia Grand Sport 1.5 DI Turbo
Grundpreis32.950 €
AußenmaßeLänge x Breite x Höhe4897 x 1863 x 1455 mm
KofferraumvolumenVDA490 bis 1450 L
Hubraum / Motor1490 cm³ / 4-Zylinder
Leistung122 kW / 165 PS (250 Nm)
Höchstgeschwindigkeit222 km/h
Beschleunigung 0-100 km/h8,9 s
Verbrauch6,0 L/100 km
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    Neuester Kommentar

    "Und trotzdem ist jetzt schon klar, dass der Wagen von ams & Co im Vergleichstest mit Passat oder Superb niedergemacht wird."
    "Die AMS Redakteure haben gegen alles was nicht aus dem Volkswagen Konzern stammt eine Riesen Aversion. Man darf den Sponsor doch nicht verärgern."

    Na, haben wir da zwei kleine Verschwörungstheoretiker unter uns? Und was ist mit den diversen BMW und Mercedes, die ebenfalls regelmäßig Vergleichstests gewinnen? Hab ich was verpasst, gehören BMW und Mercedes neuerdings etwa zu VW?
    Auf die Idee, dass Opel endlich mal damit anfangen könnte, nicht nur brauchbare, sondern wirklich hervorragende Autos zu bauen, kommen Sie nicht. Sie übersehen auch die nicht ganz unerhebliche Tatsache, dass Opel-Modelle nicht nur selten Vergleichstests gewinnen, sondern sich auch vglw. dürftig verkaufen. Denken Sie doch mal darüber nach, ob das wirklich nur an bösen Redakteuren liegt oder nicht vielleicht doch an jahrzehntelangem Missmanagement in Rüsselsheim.



    "Auch wenn er betrogen hat."

    Sie blenden auch dabei geschmeidig aus, dass nahezu alle Hersteller betrogen haben, übrigens auch Opel.
    Die Wahrheit ist, Sie legen sich ihre "Wahrheit" so zurecht, wie es ihnen gefällt, wie es eben in ihr verqueres Weltbild passt.
    Aber wahrscheinlich ist Ihnen das viel zu hoch und Sie beschimpfen mich nun als Volkswagen- oder-sonst-was-Fanboy, oder noch schlimmer, Sie unterstellen mir, ich wäre nur neidisch auf Ihren Opel. ;-)))))))

    930.engineering 22. März 2017, 17:43 Uhr
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